{"id":11689,"date":"2023-04-30T11:00:11","date_gmt":"2023-04-30T09:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/?p=11689"},"modified":"2025-02-04T05:38:43","modified_gmt":"2025-02-04T04:38:43","slug":"predigt-lukas-215-38","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-215-38\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 21,5-38"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/2022-Lukas-L.-36_21-0538-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 class=\"western\" align=\"center\">Jesu Rede \u00fcber die Endzeit<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eWachet aber allezeit und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Lukas 21,36)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im heutigen Abschnitt der Bibel geht es um die Rede Jesu \u00fcber die Endzeit. Und zwar \u00fcber das Ende des Tempels, die Zerst\u00f6rung Jerusalems und das Kommen des Menschensohns. Jesus stand unmittelbar der Zeit des Leidens und des Sterbens am Kreuz bevor. Kurz zuvor sagte Jesus das Ende des Tempels, der Stadt Jerusalem und sein Kommen voraus. Warum er dar\u00fcber sprechen musste, k\u00f6nnen wir im heutigen Text erfahren.<br \/>\nAls die J\u00fcnger mit ihm au\u00dferhalb vom Tempel unterwegs waren, redeten sie begeistert \u00fcber die Sch\u00f6nheit des Tempels, der mit den wertvollen Steinen und Weihegaben geschm\u00fcckt war. Aber Jesus erwiderte: \u201eEs wird die Zeit kommen, in der von dem allen, was ihr seht, nicht ein Stein auf dem andern gelassen wird, der nicht zerbrochen werde.\u201c<br \/>\nDie Sch\u00f6nheit des Tempels, die die J\u00fcnger sehr beeindruckte, w\u00fcrde nicht lange bestehen bleiben. Es wird die Zeit kommen, in der nicht ein Stein auf dem anderen bleiben wird. Der Tempel, der mit gro\u00dfer M\u00fche und viel Geld gebaut wurde, wird in einen Tr\u00fcmmerhaufen verwandelt werden.<br \/>\nDie Bewunderung der J\u00fcnger ist vergleichbar mit der Bewunderung des fr\u00fcher gebauten Schiffs Titanic. Die Menschen waren stolz auf ihre Errungenschaft, weil das Schiff nicht sinkbar zu sein schien. Aber wie jeder wei\u00df, versank das Schiff im Meer. Der Tempel, der gro\u00dfartig aussah, blieb entgegen den Erwartungen, nicht lange bestehen.<br \/>\nNat\u00fcrlich wollten die J\u00fcnger wissen, wann die Zerst\u00f6rung geschehen wird und was das Zeichen daf\u00fcr sein k\u00f6nnte. Der Tempel sollte ein Bethaus sein, aber er verlor seine Funktion und wurde zu einer R\u00e4uberh\u00f6hle. Also wird das Gericht Gottes im Tempel beginnen. Gottes Gericht kommt zuerst \u00fcber die Menschen, die Gott im Tempel gedient haben. Darum steht es in Lukas 20,47 so: \u201eDie werden ein umso h\u00e4rteres Urteil empfangen.\u201c<br \/>\nJesus warnt seine J\u00fcnger vor den Menschen, die unter Jesu Namen kommen werden. Diese behaupten, dass sie der Christus seien. Die J\u00fcnger werden von Kriegen und Unruhen h\u00f6ren. Aber Jesus sprach: \u201eEntsetzt euch nicht. Das Ende ist noch nicht so bald da.\u201c Dar\u00fcber hinaus werden gro\u00dfe Erdbeben, Hungersn\u00f6te und Seuchen geschehen. In dieser schwierigen Zeit m\u00fcssen die J\u00fcnger mit Verfolgungen rechnen. Weil sie Jesus als Christus bezeugen, werden sie bestraft bzw. ins Gef\u00e4ngnis geworfen werden. Jesus verhei\u00dft: \u201eSo nehmt nun zu Herzen, dass ihr euch nicht sorgt, wie ihr euch verteidigen sollt. Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Widersacher nicht widerstehen noch widersprechen k\u00f6nnen.\u201c Was die J\u00fcnger noch hart treffen wird, ist der Verrat von Eltern, Geschwistern, Verwandten und Freunden. Weil die Bedrohung intensiver und st\u00e4rker wird, werden sich die Menschen untereinander verraten, um sich selbst zu sch\u00fctzen. Einige J\u00fcnger werden get\u00f6tet werden. Sie werden von jedermann gehasst werden, weil sie bezeugen, dass Jesus allein der Herr ist. Aber Jesus sprach zu seinen J\u00fcngern: \u201eUnd kein Haar von eurem Haupt soll verloren gehen. Seid standhaft, und ihr werdet euer Leben gewinnen.\u201c<br \/>\nJerusalem ist die Hauptstadt, in der der Tempel steht. Aber diese Stadt wird verw\u00fcstet werden. Darum warnt Jesus seine J\u00fcnger, wenn Jerusalem belagert wird, nicht hineinzugehen. Sie sollen lieber fliehen. Die Stadt wird von den Heiden zertreten werden. Das Volk Gottes, das auf ihr religi\u00f6ses Leben stolz war, wird unter alle V\u00f6lker weggef\u00fchrt werden. Gottes Zorn wird \u00fcber dieses Volk kommen. Es wird auch an der Sonne, dem Mond und den Sternen Zeichen geschehen. Auf Erden wird den V\u00f6lkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres. Die Menschen werden vor Furcht vergehen. Die Kr\u00e4fte der Himmel werden ins Wanken geraten.<br \/>\nWie ein Kind nach den Geburtswehen geboren wird, wird der Menschensohn nach solchen schrecklichen Zeiten kommen. Und zwar werden die Menschen sehen, dass der Menschensohn mit gro\u00dfer Kraft und Herrlichkeit kommen wird. Die Zeit der Erl\u00f6sung ist nah, darum k\u00f6nnen die J\u00fcnger Jesu zuversichtlich sein und mit festem Blick ihr Haupt erheben.<br \/>\nMit dem Gleichnis des Feigenbaums ermutigte Jesus seine J\u00fcnger, zu erkennen, dass das Reich Gottes nahe ist. Wenn die B\u00e4ume die Bl\u00e4tter treiben, wissen wir, dass der Sommer schon nahe ist. So k\u00f6nnen wir wissen, dass das Reich Gottes nahe ist, wenn das geschehen wird, was Jesus angek\u00fcndigt hat. Jesus bekr\u00e4ftigt sein Wort: \u201eHimmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.\u201c Also wird sicher alles geschehen, wie Jesus vorausgesagt hat. Niemand kann das \u00e4ndern, weil sein Wort nicht vergehen wird.<br \/>\nWas f\u00fcr ein Leben sollen die J\u00fcnger in der Endzeit f\u00fchren? Jesus ermahnt seine J\u00fcnger zur Wachsamkeit. \u201eH\u00fctet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Saufen und mit t\u00e4glichen Sorgen und dieser Tag nicht pl\u00f6tzlich \u00fcber euch komme wie ein Fallstrick. Denn er wird \u00fcber alle kommen, die auf der ganzen Erde wohnen. Wachet aber allezeit und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.\u201c<br \/>\nJesus sah die Gefahr, dass ihre Herzen durch ein ausschweifendes Leben, den Genuss der Welt und durch die Sorgen des Alltags beschwert werden. Dann wird das Kommen Christi sie \u00fcberraschen wie ein Fallstrick. Wenn sie pl\u00f6tzlich unvorbereitet vor Christus stehen, k\u00f6nnen sie in Panik geraten. Darum ermahnt Jesus seine J\u00fcnger, sich vorzubereiten, getrost ohne Angst vor ihm zu stehen.<br \/>\nVor dem Ende des irdischen Lebens k\u00fcndigte Jesus seinen J\u00fcngern die Endzeit an. Es kann den J\u00fcngern so vorkommen, dass die Endzeit mit Verf\u00fchrungen, Naturkatastrophen und Verfolgungen zu tun hat. Als sie von der Zerst\u00f6rung des Tempels und der Stadt Jerusalem h\u00f6rten, m\u00fcssten sie \u00fcberrascht sein. Aber Jesus hatte keine Absicht, ihnen Angst zu machen, sondern sie auf die Endzeit vorzubereiten.<br \/>\nWenn der Kapit\u00e4n der Titanic die Passagiere vorgewarnt h\u00e4tte, h\u00e4tte er die Katastrophe des Schiffs abwenden k\u00f6nnen. Aber als das Schiff mit dem Eisberg kollidierte, sank das 269 Metern lange Passagierschiff in etwas mehr als zweieinhalb Stunden und riss rund 1.500 Menschen mit in den Tod. Wer wei\u00df, was in der Zukunft geschehen wird. Niemand ist in der Lage zu wissen, was auf uns zukommen wird. Aber Jesus sprach: Ich bin das A und O. Das hei\u00dft: Er ist der Anf\u00e4nger und der Vollender der Geschichte. Darum kann er allein sagen: Es wird die Zeit kommen, in der der Tempel zerst\u00f6rt wird. Er wei\u00df allein, dass die Stadt Jerusalem verw\u00fcstet werden w\u00fcrde. Vor den Augen der Menschen bleiben Himmel und Erde scheinbar sicher. Aber vor den Augen Jesu ist klar, dass sie ins Wanken geraten werden. Wie Jesus gesagt hat, wurde der Tempel tats\u00e4chlich zerst\u00f6rt, als die R\u00f6mer die Stadt Jerusalem eroberten. Wie Jesus gesagt hat, wurden die Juden unter alle V\u00f6lker weggef\u00fchrt. Himmel und Erde k\u00f6nnen vergehen, aber das Wort Jesu wird nicht vergehen. Also wird sein Wort \u00fcber die Endzeit weiter in Erf\u00fcllung gehen.<br \/>\nWarum will Jesus, der die Geschichte gestartet hat, sie beenden? Im Vers 28 k\u00f6nnen wir die Antwort finden. \u201eWenn aber dieses anf\u00e4ngt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure H\u00e4upter, weil sich eure Erl\u00f6sung naht.\u201c Hier finden wir den Ausdruck \u201eeure Erl\u00f6sung\u201c. Das Rad der Geschichte l\u00e4uft zu diesem Ziel hin. Jesus will seine J\u00fcnger, die ihm gehorchen, erl\u00f6sen. Er wird mit Kraft und Herrlichkeit wieder kommen, um seine J\u00fcnger, die ihm angeh\u00f6ren, zu erl\u00f6sen.<br \/>\nDarum ermahnt Jesus seine J\u00fcnger ausdr\u00fccklich: \u201eSo seid allezeit wach und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.\u201c In dieser Ermahnung zeigt sich, wie sehr Jesus sich w\u00fcnscht, dass seine J\u00fcnger vorbereitet vor ihm stehen werden. Anders gesagt: Leider k\u00f6nnten die J\u00fcnger auch unvorbereitet vor ihm stehen. Wie ein Fallstrick k\u00f6nnen sie das Kommen Jesu pl\u00f6tzlich empfangen. Obwohl der Weg zur Erl\u00f6sung vorbereitet ist, kann nicht jeder gerettet werden. Wer an die Erl\u00f6sung durch Jesus Christus glaubt, der soll auf den Tag Christi hin sein Leben f\u00fchren. Am Tage Christi wird gepr\u00fcft werden, ob sein Glaube echt ist oder nicht. Wenn der Glaube echt ist, kann jeder ohne Angst vorbereitet Jesus begegnen. Wenn er nicht echt ist, bzw. nur Wissen angesammelt wurde, kann er den Tag Christi nicht bestehen.<br \/>\nAls ich mich mit meinem Vater \u00fcber den Glauben unterhielt, sprach er zu mir: Mein Sohn, der Glaube ist nicht daf\u00fcr da, laut zu reden, sondern f\u00fcr den Tag der Bedr\u00e4ngnisse. Ich habe es so verstanden, dass der Glaube mir helfen soll, den Tag der Bedr\u00e4ngnisse zu \u00fcberstehen. Welcher Tag ist f\u00fcr alle Menschen der schwerste Tag? Dieser Tag ist der Tag Christi. Die Geschichte verl\u00e4uft auf diesen Tag zu. An diesem Tag werden alle Menschen gepr\u00fcft werden, ob sie mit dem Glauben vorbereitet sind oder nicht. Wer an das Blut Jesu glaubt, der wird diesen Tag bestehen. Nicht nur der Tag Christi wartet auf jeden von uns, sondern jeder von uns hat ein pers\u00f6nliches Ende. Als ich in Deutschland ankam, war ich 26 Jahre alt. Nun bin ich 60 Jahre alt. Mein Vater und mein Schwiegervater sind schon verstorben. Meine Mutter ist nun 85, meine Schwiegermutter ist 88 Jahre alt. Wie jeder wei\u00df, werden sie sicher mit dem Ende ihres Lebens konfrontiert werden. Jesus will, dass jeder vorbereitet dem Ende des Lebens entgegengeht. Jesus will sehen, dass jeder vorbereitet vor ihm stehen wird. Wie sollen sich die J\u00fcnger nun laut Jesus vorbereiten?<br \/>\n\u201eSo seid allezeit wach und betet, dass ihr stark werdet.\u201c Unser K\u00f6rper ist nicht in der Lage, ohne Schlaf zu \u00fcberleben. Daher ist es zwingend n\u00f6tig, dass unser K\u00f6rper jeden Tag bestimmte Schlafstunden hat. Aber unser Geist kann allezeit wach bleiben. Wenn wir zu Gott beten, kann unser Geist stark werden. Wenn unser Geist stark ist, k\u00f6nnen wir die Verf\u00fchrungen, Versuchungen und Verfolgungen \u00fcberwinden. Wenn unser Geist stark bleibt, k\u00f6nnen wir schwierige Umst\u00e4nde bew\u00e4ltigen und unser Ziel, den Tag Christi, vor Augen festhalten.<br \/>\nVor zwei Wochen, nach dem Bibelstudium, betete M. daf\u00fcr, dass wir die Versuchung durch die Medien bzw. Handy \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Es geht um unser Leben. Um unser Leben zu gewinnen, sollen wir das Wort Jesu ernst nehmen. Wie er gesagt hat, wird sein Wort nicht vergehen. Das Ende der Geschichte kann niemand \u00e4ndern. Das Ende unseres Lebens k\u00f6nnen wir auch nicht verhindern. Darum soll jeder vorbereitet sein, damit dieser Tag uns nicht pl\u00f6tzlich \u00fcberrascht. Darum ermutigen wir uns gegenseitig, wach zu bleiben und zu beten, um schlie\u00dflich ohne Furcht vor Jesus zu stehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesu Rede \u00fcber die Endzeit \u201eWachet aber allezeit und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.\u201c (Lukas 21,36) Im heutigen Abschnitt der Bibel geht es um die Rede Jesu \u00fcber die Endzeit. 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