{"id":1162,"date":"2010-10-19T17:53:06","date_gmt":"2010-10-19T16:53:06","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1162"},"modified":"2023-01-29T20:52:09","modified_gmt":"2023-01-29T19:52:09","slug":"predigt-2-samuel-61-729","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-samuel-61-729\/","title":{"rendered":"Predigt: 2.Samuel 6,1 &#8211; 7,29"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/P16-2Sa0601-0729-2.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Dein  Thron  soll  ewiglich  bestehen<\/strong><\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201e<em><strong>Aber dein Haus und dein K\u00f6nigtum sollen best\u00e4ndig sein in Ewigkeit vor mir, und dein Thron soll ewiglich bestehen.\u201d<\/strong><\/em><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2.Sam 7,16)<\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir erfahren, wie David K\u00f6nig \u00fcber ganz Israel wurde, ohne dabei Blut zu vergie\u00dfen. Im heutigen Text k\u00f6nnen wir erfahren, wie David als K\u00f6nig lebte. Die meisten K\u00f6nige und Pr\u00e4sidenten streben danach, ihre Macht zu festigen. Sie bauen sich Schl\u00f6sser und Denkm\u00e4ler, um ihren Reichtum und Herrlichkeit zu demonstrieren und ihr Leben zu genie\u00dfen. Doch welche W\u00fcnsche bewegten das Herz von David, als er K\u00f6nig war? Lasst uns heute Davids Herz und seine Beziehung zu Gott besser kennen lernen! Lasst uns vor allem erfahren, wie sehr Gott David daraufhin gesegnet hat!<\/p>\n<p><strong>Teil 1: David holt die Bundeslade nach Jerusalem (Kap. 6)<\/strong><\/p>\n<h2>Was tat David, nachdem er K\u00f6nig geworden war? Lie\u00df er sich ein Denkmal bauen, damit sich alle an seinen Sieg \u00fcber die Philister erinnern w\u00fcrden? Oder versammelte er das Heer, um durch einen Angriffskrieg gegen andere Nachbarn Israel zur Vormachtsstellung in der Region zu f\u00fchren? Nein! Kap. 6,1.2 berichten: <strong>\u201eUnd David sammelte abermals die ganze junge Mannschaft in Israel, drei\u00dfigtausend Mann, und machte sich auf und zog mit dem ganzen Volk, das bei ihm war, nach Baala in Juda, um die Lade Gottes von dort heraufzuholen; diese ist genannt nach dem Namen des Herrn Zebaoth, der \u00fcber den Cherubim thront.<\/strong>\u201c David versammelte das Heer, um in einer feierlichen Prozession die Lade Gottes zu sich nach Jerusalem zu holen. Warum wollte David die Lade Gottes holen? Wie ihr wisst, war die Lade Gottes eine besondere mit Gold \u00fcberzogene Truhe aus Holz, die die Israeliten nach ihrem Bundesschluss mit Gott auf seine Anweisung hin gebaut hatten. Darauf gab es den Gnadenthron mit zwei Cherubim, von wo aus Gott immer wieder zu Mose geredet hatte. Die Lade Gottes repr\u00e4sentierte also die Gegenwart Gottes. Sie war immer im Mittelpunkt von Gottes Volk gewesen, wenn sie wanderten und wenn sie sich lagerten. Warum wollte David also die Lade Gottes holen? David wollte die Lade Gottes zu sich holen, weil er sich noch mehr N\u00e4he zu Gott w\u00fcnschte, weil er sich danach sehnte, noch engere Gemeinschaft mit Gott zu haben. Er wollte die Lade Gottes auch deshalb nach Jerusalem holen, weil er den Wunsch hatte, dass Gott wieder der Mittelpunkt des Lebens der Israeliten sein sollte. David war also, auch als er K\u00f6nig war, von dem Wunsch nach der Gemeinschaft mit Gott erf\u00fcllt, und er strebte danach, Gott immer n\u00e4her zu kommen und ihn zu erfreuen.<\/h2>\n<p>Wie verlief der Transport der Lade? Der Vers 3 berichtet, dass man die Lade auf einem neuen Wagen transportierte, der von Rindern gezogen wurde. Weiter hei\u00dft es: <strong>\u201eUnd als sie ihn mit der Lade Gottes aus dem Hause Abinadabs f\u00fchrten, der auf dem H\u00fcgel wohnte, und Achjo vor der Lade herging, tanzten David und ganz Israel vor dem <\/strong><strong>Herrn<\/strong><strong> her mit aller Macht im Reigen, mit Liedern, mit Harfen und Psaltern und Pauken und Schellen und Zimbeln\u201c<\/strong> (4.5). Als die Lade in Richtung Jerusalem transportiert wurde, tanzte David vor dem Herrn her, und zwar mit aller Macht. Er freute sich riesig \u00fcber die Anwesenheit Gottes und \u00fcber die Perspektive, dass er in Zukunft Gott noch n\u00e4her kommen k\u00f6nnte. Nicht nur David tanzte vor Freude, sondern das Volk wurde von seiner Freude angesteckt, und David und ganz Israel tanzten fr\u00f6hlich und kr\u00e4ftig vor Gott. Sie tanzten nicht nur, sondern sie sangen dabei Lieder und Psalmen und spielten dazu mit Harfen, Pauken und Schellen und Zimbeln \u2013 sie benutzten also auch kr\u00e4ftig das damalige Schlagzeug. Es war eine fr\u00f6hliche Prozession.<\/p>\n<p>Doch dann kam es zu einem unerwarteten Zwischenfall. Als die Rinder an einem Abhang ins Rutschen kamen, griff Usa, der den Wagen f\u00fchrte, nach der Lade und hielt sie fest. Da entbrannte Gottes Zorn und er schlug den Usa, sodass er starb. Wie war es zu diesem tragischen Ereignis gekommen? David hatte einen guten Wunsch, die Lade Gottes zu sich zu holen; aber er hatte seine Ausf\u00fchrung nicht so gut vorbereitet und in seinem Eifer nicht darauf geachtet, was Gottes Wort \u00fcber den Transport der Lade Gottes sagt. Denn Gott hatte im Gesetz ausdr\u00fccklich bestimmt, dass seine Lade an Stangen getragen werden musste und auf keinen Fall angefasst werden durfte, damit die Menschen nicht sterben w\u00fcrden. Gott hatte erduldet, dass die Lade nicht an Stangen getragen, sondern auf einem holprigen Wagen transportiert wurde. Doch als Usa wagte, die Lade anzufassen, ging das zu weit. Kein Mensch darf Gottes Gesetze ignorieren. Auch bei der besten Absicht heiligt der Zweck nicht die Mittel.<\/p>\n<h2>Wie reagierte David auf dieses Ereignis? Vers 9 sagt, dass David sich an diesem Tag vor dem Herrn f\u00fcrchtete. Durch dieses Ereignis wurde David sich neu der Heiligkeit Gottes bewusst und neue Gottesfurcht kam in sein Herz. An seinem Verhalten im n\u00e4chsten Abschnitt werden wir gleich sehen, dass er wirklich seine Haltung gegen\u00fcber Gott und sein Verhalten \u00e4nderte.<\/h2>\n<h2>Betrachten wir die Verse 11 und 12. W\u00e4hrend der drei Monate, in denen die Lade bei dem Gatiter Obed-Edom war, segnete Gott dessen Haus und alles was er hatte. Als David davon erfuhr, ging er hin und holte die Lade Gottes nach Jerusalem. Vers 12 klingt gerade so, als ob David nur auf so eine positive Nachricht gewartet h\u00e4tte und sofort aufgesprungen w\u00e4re, um die Lade zu holen. Dies zeigt, dass David w\u00e4hrend der ganzen Monate weiter den Wunsch gehegt hatte, die Lade Gottes bei sich zu haben. Er muss sich die ganze Zeit gefragt haben, wann er die Lade doch holen konnte, und muss \u00fcberlegt und in der Bibel geforscht haben, wie er es tun sollte, damit es Gott gef\u00e4llt. David war wirklich von dem Wunsch erf\u00fcllt, mit Gott Gemeinschaft zu haben und ihn zu erfreuen.<\/h2>\n<h2>Wie holte David dieses Mal die Lade? Die Worte \u201eTr\u00e4ger\u201c und \u201eSchritte gegangen waren\u201c im Vers 13 weisen darauf hin, dass die Lade dieses Mal nicht mit einem Wagen transportiert, sondern Gottes Wort entsprechend getragen wurde. David hatte inzwischen also wirklich Bu\u00dfe getan und dazu gelernt (vgl. 1. Chr 15,14.15).<\/h2>\n<h2>Was tat David, als die Lade Gottes nach Jerusalem gebracht wurde? Lesen wir den Vers 14: <strong>\u201eUnd David tanzte mit aller Macht vor dem Herrn her und war umg\u00fcrtet mit einem leinenen Priesterschurz.\u201c<\/strong> David tanzte mit aller Macht vor dem Herrn her. Wor\u00fcber freute er sich so? David tanzte ausgelassen und fr\u00f6hlich vor Gott, weil er sich \u00fcber Gottes Gegenwart so sehr freute. Er freute sich \u00fcberschw\u00e4nglich und sang und tanzte bei der Vorstellung, dass seine Gemeinschaft mit Gott nun noch enger w\u00fcrde. Seine Freude und Begeisterung \u00fcber Gott war so gro\u00df, dass er wie ein Jugendlicher kr\u00e4ftig tanzte.<\/h2>\n<h2>Was k\u00f6nnen wir hier von David lernen? Wir k\u00f6nnen von David lernen, uns an Gott zu freuen. Manche Menschen f\u00fchlen sich unwohl, wenn sie daran denken, dass Gott immer gegenw\u00e4rtig ist und alles sieht, was sie tun oder im Herzen denken. Unbewusst versuchen sie, die Tatsache von Gottes Gegenwart aus ihrem Bewusstsein zu verdr\u00e4ngen, weil sie nicht alles unter Gottes Souver\u00e4nit\u00e4t stellen wollen. Wie anders war David, der sich \u00fcber Gottes Gegenwart freute! Er freute sich \u00fcber Gott so sehr, dass er kr\u00e4ftig tanzte! In den Psalmen bezeugt er, dass Gott sein Freude, sein Psalm und sein Loblied ist. Seine Freude am Herrn war sein Geheimnis, warum er immer innere Kraft hatte, und zwar bis ins hohe Alter. Die Freude am Herrn war seine St\u00e4rke! Wir m\u00fcssen auch lernen, uns an Gott zu freuen. Andernfalls werden wir in unserem Glaubensleben schnell m\u00fcde und kraftlos. Wir sollen unser Glaubensleben nicht mit der Mentalit\u00e4t eines Arbeitnehmers f\u00fchren, der in der Firma dieses und jenes tut, weil jetzt Arbeitszeit ist. Wir sollen uns bewusst machen, wie gro\u00dfartig und herrlich Gott ist und was er aus seiner Gnade f\u00fcr uns getan hat, und uns an Gott freuen. Wir sollen Gemeinschaft mit Gott bis dahin suchen, dass wir wie David danach Sehnsucht haben und danach mehr verlangen als nach allem anderen. Lasst uns beten, dass wir die Freude am Herrn erneuern und ihn mit einem fr\u00f6hlichen Glaubensleben erfreuen k\u00f6nnen!<\/h2>\n<h2>Nicht alle Menschen konnten die Freude von David \u00fcber Gott verstehen. Als David nach Hause kam, begr\u00fc\u00dfte ihn seine Frau Michal mit zynischer Kritik an seinem Freudentanz (20). Sie war \u00e4rgerlich, weil sie meinte, dass ihr Mann nun von den anderen Frauen gering geachtet w\u00fcrde. Aber David sagte zu ihr: <strong>\u201eIch will vor dem Herrn tanzen, der mich erw\u00e4hlt hat vor deinem Vater und vor seinem ganzen Hause, um mich zum F\u00fcrsten zu bestellen \u00fcber das Volk des Herrn, \u00fcber Israel, und ich will noch geringer werden als jetzt und will niedrig sein in meinen Augen; aber bei den M\u00e4gden, von denen du geredet hast, will ich zu Ehren kommen\u201c <\/strong>(21.22). Davids Antwort gibt uns Gelegenheit, sein Herz besser zu verstehen. Er hatte Gottes Gnade nicht vergessen und blieb auch als K\u00f6nig dem\u00fctig. Vor allem lebte David vor Gott. Er sagte: <strong>\u201eIch will vor dem Herrn tanzen \u2026\u201c<\/strong> Weil er vor Gott lebte, war er frei davon, was die anderen Menschen \u00fcber ihn dachten. Weil er vor Gott lebte, war er frei, sich auch \u00fcber Konventionen hinwegzusetzen, was \u201eman macht\u201c und was nicht. Menschen, die wie Michal viel darauf achtete, was die Menschen von ihnen denken, sind innerlich unfrei, schnell \u00e4rgerlich und ungl\u00fccklich. Aber David, der eine enge Beziehung zu Gott pflegte und vor Gott lebte, war innerlich fr\u00f6hlich und hatte Freude im Herrn. Lasst uns nicht Menschen wie Michal sein, die schnell ungl\u00fccklich und \u00e4rgerlich sind, sondern Menschen wie David, der vor Gott lebte und sich \u00fcber ihn freute. M\u00f6ge Gott uns helfen, immer engere Gemeinschaft mit Gott mehr und mehr zu haben und uns an ihm zu erfreuen, bis wir allezeit fr\u00f6hlich sind und spontan singen und manchmal tanzen k\u00f6nnen!<\/h2>\n<h2><strong>Teil 2: Gott gibt David, der f\u00fcr ihn ein Haus bauen will, eine gro\u00dfe Verhei\u00dfung (Kap. 7)<\/strong><\/h2>\n<h2>Das Kap. 7 beginnt mit der Information, dass Gott David von allen seinen Feinden ringsumher Ruhe gegeben hat. Davids K\u00f6nigtum war also fest etabliert. Nun h\u00e4tte er anfangen k\u00f6nnen, sich zur\u00fcckzulehnen und sein Leben als K\u00f6nig zu genie\u00dfen. Doch was f\u00fcr einen Wunsch hegte David in dieser Zeit? Die Verse 1 und 2 sagen: <strong>\u201eAls nun der K\u00f6nig in seinem Hause sa\u00df und der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> ihm Ruhe gegeben hatte vor allen seinen Feinden umher, sprach er zu dem Propheten Nathan: Sieh doch, ich wohne in einem Zedernhause, und die Lade Gottes wohnt unter Zeltdecken.<\/strong><sup><strong>\u201c <\/strong><\/sup>Auch in der Zeit des Segens wurde David nicht geistlich nachl\u00e4ssig. Vielmehr kreisten sein Gedanken weiter darum, wie er Gott noch erfreuen konnte. In seinem Herzen brannte der Wunsch, Gott zu erfreuen und dazu f\u00fcr ihn noch mehr zu tun. Aus dieser Gesinnung heraus wollte er f\u00fcr die Lade Gottes ein Haus bauen. Der Prophet Nathan hatte keinen Einwand, sondern ermutigte David, diesen Wunsch umzusetzen. Aber Gott hatte etwas anderes vor. Gott musste sich einmischen.<\/h2>\n<h2>Was sagte Gott zu Davids Vorhaben? Betrachten wir die Verse 4-7:<strong> \u201eIn der Nacht aber kam das Wort des <\/strong><strong>Herrn<\/strong><strong> zu Nathan: Geh hin und sage zu meinem Knecht David: So spricht der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong>: Solltest du mir ein Haus bauen, dass ich darin wohne? Habe ich doch in keinem Hause gewohnt seit dem Tag, da ich die Israeliten aus \u00c4gypten f\u00fchrte, bis auf diesen Tag, sondern ich bin umhergezogen in einem Zelt als Wohnung. Habe ich die ganze Zeit, als ich mit den Israeliten umherzog, je geredet zu einem der Richter Israels, denen ich befohlen hatte, mein Volk Israel zu weiden, und gesagt: Warum baut ihr mir nicht ein Zedernhaus?\u201c <\/strong>Hier offenbart sich unser Gott als gn\u00e4diger Gott. Gott war seit dem Auszug aus \u00c4gypten immer bei den Israeliten gewesen. Gott zog dem\u00fctig mit ihnen umher von Ort zu Ort, und zwar in einem Zelt aus Tierfellen. So gro\u00df war Gottes Wunsch, dass er immer bei seinem Volk sein wollte! Wie gro\u00dfartig und gn\u00e4dig ist Gott, der trotz seiner Heiligkeit sich so erniedrigt hat, um immer bei seinem Volk zu sein!<\/h2>\n<p>Doch Gott wollte David viel mehr sagen als nur, dass er ihm kein Haus zu bauen brauchte. Betrachten wir zun\u00e4chst die Verse 8-11a. <strong>\u201eDarum sollst du nun so zu meinem Knechte David sagen: So spricht der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> Zebaoth: Ich habe dich genommen von den Schafh\u00fcrden, damit du F\u00fcrst \u00fcber mein Volk Israel sein sollst, und bin mit dir gewesen, wo du hingegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet; und ich will dir einen gro\u00dfen Namen machen gleich dem Namen der Gro\u00dfen auf Erden. Und ich will meinem Volk Israel eine St\u00e4tte geben und will es pflanzen, dass es dort wohne und sich nicht mehr \u00e4ngstigen m\u00fcsse und die Kinder der Bosheit es nicht mehr bedr\u00e4ngen. Und wie vormals, seit der Zeit, da ich Richter \u00fcber mein Volk Israel bestellt habe, will ich dir Ruhe geben vor allen deinen Feinden.\u201c<\/strong> Gott erinnerte David an seine Gnade, dass er ihn von den Schafh\u00fcrden genommen und zum K\u00f6nig \u00fcber sein Volk gemacht hatte, und an die Treue, mit der er ihn \u00fcberall begleitet und geholfen hatte. Gott versprach ihm auch, dass er ihm einen gro\u00dfen Namen machen werde und dass er ihm und Israel Ruhe vor allen seinen Feinden geben werde. Wie erfreulich und s\u00fc\u00df muss Gottes Verhei\u00dfung in Davids Ohren geklungen haben, als Gott ihm und seinem Volk Ruhe vor allen ihren Feinden versprach! Wie froh konnte er dar\u00fcber sein! Aber die gr\u00f6\u00dfte Verhei\u00dfung Gottes sollte noch kommen.<\/p>\n<h2>Welchen wunderbaren Plan hatte Gott f\u00fcr David und seine Nachkommen? Betrachten wir die Verse 11b-16: <strong>\u201eUnd der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> verk\u00fcndigt dir, dass der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> dir ein Haus bauen will. Wenn nun deine Zeit um ist und du dich zu deinen V\u00e4tern schlafen legst, will ich dir einen Nachkommen erwecken, der von deinem Leibe kommen wird; dem will ich sein K\u00f6nigtum best\u00e4tigen. Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will seinen K\u00f6nigsthron best\u00e4tigen ewiglich. Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Wenn er s\u00fcndigt, will ich ihn mit Menschenruten und mit menschlichen Schl\u00e4gen strafen; aber meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie habe weichen lassen von Saul, den ich vor dir weggenommen habe. Aber dein Haus und dein K\u00f6nigtum sollen best\u00e4ndig sein in Ewigkeit vor mir, und dein Thron soll ewiglich bestehen.\u201c<\/strong> Eigentlich wollte David f\u00fcr Gott ein Haus bauen. Aber der Herr verk\u00fcndigte David, dass Er ihm ein Haus bauen wollte. Gott wollte also nicht nur David, sondern Davids Familie in ganz besonderer Weise segnen. Gott wollte David, der ihn liebte, dem Thron ewig best\u00e4tigen. Konkret verhie\u00df Gott ihm einen Nachkommen, dem Gott sein K\u00f6nigtum best\u00e4tigen w\u00fcrde. Dieser Nachkomme w\u00fcrde Gott tats\u00e4chlich ein Haus bauen und Gott versprach, seinen K\u00f6nigsthron ewiglich zu best\u00e4tigen. Wie war diese gro\u00dfartige Verhei\u00dfung Gottes zu verstehen? Wir k\u00f6nnen sie zu einem gro\u00dfen Teil auf Davids sp\u00e4teren Sohn Salomo beziehen, der tats\u00e4chlich nach David K\u00f6nig wurde und f\u00fcr Gott den Tempel baute. Als Salomo sp\u00e4ter den Tempel gebaut hatte und einweihte, sagte er auch, dass Gott seine Verhei\u00dfung wahr gemacht hatte, die er David gegeben hatte. Aber warum sagte Gott: <strong>\u201eIch will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein \u2026\u201c <\/strong>Und was bedeutet Gottes Versprechen, dass er sein K\u00f6nigtum ewiglich best\u00e4tigen w\u00fcrde? Salomos Nachkommen regierten etwa 500 Jahre lang als K\u00f6nige \u00fcber Juda, bis es von den Babyloniern erobert wurde und von da an unter fremden Herrschern leben musste. Sp\u00e4testens an diesem Punkt wird uns klar, dass Gottes Verhei\u00dfung auch \u00fcber einen anderen Nachkommen Davids spricht. Es ist eine Ank\u00fcndigung des wahren K\u00f6nigs Jesus Christus, der als leiblicher Nachkomme von David in die Welt kam und das ewige Reich Gottes aufrichtete. Bei der Ank\u00fcndigung von Jesu Geburt sagte der Engel \u00fcber ihn: \u201e<strong>Der wird gro\u00df sein und Sohn des H\u00f6chsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben,<\/strong> <strong>und er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben\u201c <\/strong><strong>(<\/strong>Lk 1,32.33<strong>). Jesus ist der wahre K\u00f6nig, der als Nachkomme Davids kam und ein herrliches ewiges Reich aufrichtet, in dem nicht nur Israeliten, sondern alle, die an ihn glauben, ewig vor Gott leben k\u00f6nnen. So hatte Gottes Verhei\u00dfung an David eine unermesslich gro\u00dfe Bedeutung und war ein unfassbar gro\u00dfer Segen f\u00fcr David und seine Familie.<\/strong><\/h2>\n<p>Hier k\u00f6nnen wir zwei wichtige Punkte festhalten. Zum einen erfahren wir hier etwas Wichtiges \u00fcber die Beziehung zwischen Gott und David. David liebte Gott und wollte ihn erfreuen, indem er ihm ein Haus bauen wollte. Gott hat dieses Ansinnen von der Sache her zwar abgelehnt; aber Gott nahm Davids Herzenswunsch doch an und nahm dies zur Gelegenheit, um David zu offenbaren, was Gott seinerseits David Gro\u00dfartiges geben wollte. Gott wollte David, der ihn so sehr liebte und sich an ihm erfreute, auf bestm\u00f6gliche Weise erfreuen und segnete ihn unermesslich dazu. Hier wird ganz deutlich, dass Gott diejenigen, die ihn lieben und ihn erfreuen wollen, segnen und erfreuen will und zwar in gro\u00dfartiger Weise. Viele denken gem\u00e4\u00df ihrem Instinkt, dass sie selbst daf\u00fcr sorgen m\u00fcssten, um gl\u00fccklich im Leben zu werden. Viele bef\u00fcrchten, dass sie ungl\u00fccklich w\u00fcrden, wenn sie sich ganz und gar auf Gott einlassen und mit ganzem Herzen und allem, was sie haben, f\u00fcr ihn leben. Aber hier sehen wir, dass das Gegenteil der Fall ist. Als David Gott von ganzem Herzen liebte und sich von dem Wunsch bestimmen lie\u00df, Gott zu erfreuen, segnete Gott sein Leben in gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Weise. Denn Gott gab ihm nicht nur einen gro\u00dfen Namen als K\u00f6nig eines m\u00e4chtigen und stabilen K\u00f6nigreichs, sondern segnete auch seine Nachkommen und gab seinem Leben eine unermessliche Bedeutung f\u00fcr die Menschheit, indem er von ihm Jesus Christus kommen lie\u00df, der das ewige K\u00f6nigreich aufgerichtet hat. Dank sei Gott, der diejenigen, die ihn lieben, \u00fcberreich segnet!<\/p>\n<h2>Zum anderen k\u00f6nnen wir hier erkennen, wie Gott sein gro\u00dfes Werk tun will. Gott war entschlossen, ein ganz gro\u00dfes Heilswerk in der Geschichte zu tun und schlie\u00dflich das wahre K\u00f6nigreich aufzurichten, das das Schicksal der ganzen Menschheit \u00e4ndert. Aber Gott wollte das nicht einfach so ohne eine Grundlage in der Welt tun. Gott suchte einen Menschen, auf dessen Glauben hin Gott sein gro\u00dfes Werk tun konnte. Gott wollte sein Werk auf den Glauben von David hin tun, er wollte es praktisch auf David bauen. Ganz \u00c4hnliches haben wir bereits in 1. Mose 22 gesehen, wo Gott Abraham gepr\u00fcft hat, ob er Gott mehr als alles andere liebt, auch mehr als seinen einzigen Sohn Isaak. Als Abraham bewiesen hat, dass er Gott mehr als alles andere liebt, verhie\u00df ihm Gott mit einem Schwur, dass er durch Abrahams Nachkommen alle Geschlechter auf Erden segnen wollte. Praktisch wollte Gott sein Segenswerk auf den Glauben von Abraham bauen, den er auf dem Berg Morija gezeigt hat. Hier erkennen wir das Prinzip, dass Gott die Menschen segnen und f\u00fcr den Bau seines Reiches gebrauchen will, die ihn am meisten lieben und ihn erfreuen wollen. Gott will sein Reich auf diejenigen bauen, die an ihn wirklich glauben und ihm mit allem dienen wollen. Gott freute sich sehr dar\u00fcber, dass er David gefunden hatte, einen Mann nach seinem Herzen, einen Mann, der Gott wirklich liebte, der sich an Gott erfreute und st\u00e4ndig von dem Wunsch getrieben wurde, Gott zu erfreuen. Gott wollte deshalb Davids Thron ewiglich best\u00e4tigen und den Messias, den K\u00f6nig der K\u00f6nige, als seinen Nachkommen kommen lassen.<\/h2>\n<p>Wie reagierte David auf Gottes Verhei\u00dfung? David antwortete auf Gottes Verhei\u00dfung mit einem langen Dankgebet. Die Verse 17 und 18 sagen: <strong>\u201eAls Nathan alle diese Worte und dies Gesicht David gesagt hatte, kam der K\u00f6nig David und setzte sich vor dem <\/strong><strong>Herrn<\/strong><strong> nieder und sprach: Wer bin ich, Herr <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong>, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?\u201c <\/strong>Davids Gebet war sehr pers\u00f6nlich und herzbewegend. Er redete mit Gott, wie man mit einem guten Freund redet. Dabei war seine Beziehung zu Gott sehr real, denn David verga\u00df nicht, wer er eigentlich vor Gott war, und dass alles, was er war und hatte, Gottes Gnade war. David war tief bewegt und dankbar, dass Gott ihm Zusagen f\u00fcr die ferne Zukunft gegeben hatte. Er preist Gott f\u00fcr sein Handeln an seinem Leben und an seinem Volk. Schlie\u00dflich betet er daf\u00fcr, dass Gott anfangen m\u00f6ge, seine Verhei\u00dfung an ihm wahr zu machen, damit Gottes Name geehrt werde. Er betete schlie\u00dflich:<strong> \u201eSo fange nun an, zu segnen das Haus deines Knechts, damit es ewiglich vor dir sei; denn du, Herr <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong>, hast&#8217;s geredet, und mit deinem Segen wird deines Knechtes Haus gesegnet sein ewiglich\u201c <\/strong>(29). Durch Davids Gebet k\u00f6nnten wir vieles lernen, seine Demut und Dankbarkeit vor Gott, seine geistliche Einsicht in sein Tun usw. Aber  vor allem k\u00f6nnen wir erkennen, dass David bewusst unter der Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes lebte und dabei sich gar nicht unwohl f\u00fchlte. Manche haben Angst und z\u00f6gern, ihr Leben ganz unter Gottes Souver\u00e4nit\u00e4t zu stellen. Sie denken, dass sie ungl\u00fccklich werden k\u00f6nnten, wenn sie die Z\u00fcgel ihres Lebens ganz in Gottes Hand legen. Aber David liebte Gott von ganzem Herzen und lebte ganz f\u00fcr ihn. Sein Gebet zeigt, dass er dankbar, fr\u00f6hlich und geborgen war und mit Zuversicht weit in die Zukunft blicken konnte.<\/p>\n<h2>Heute konnten wir erfahren, wie sehr David Gott geliebt und die Gemeinschaft mit ihm gesucht hat. David wurde st\u00e4ndig von dem Wunsch bewegt, Gott zu erfreuen und er selbst erfreute sich an Gott. Vor allem haben wir erfahren, dass Gott dem David, der Gott liebte und ihn erfreuen wollte, mit unermesslich gro\u00dfem Segen segnete und seinen Nachkommen f\u00fcr sein Reich kostbar gebrauchte, indem er von ihm Jesus Christus stammen lie\u00df, der sein ewiges Reich baut.<\/h2>\n<h2>Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, stellt sich uns die Frage: Warum hat Gott gerade David auserw\u00e4hlt und beschlossen, durch Davids Nachkommen sein Heilswerk zu bauen? Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, k\u00f6nnen wir keine besonderen Taten oder Leistungen bei David finden, auch nicht irgendwelche menschlichen F\u00e4higkeiten. Gott wollte David und seine Nachkommen gebrauchen, weil David wirklich an Gott geglaubt hat, weil er ihn von ganzem Herzen geliebt hat und ihn erfreuen wollte. Darum verhie\u00df ihm Gott, dass er ihm ein Haus bauen und seinem Nachkommen den Thron ewig best\u00e4tigen wollte. Dadurch ist klar geworden, dass Gott diejenigen segnet und erfreut, die ihn lieben und ihn erfreuen wollen. Gott will diejenigen segnen und f\u00fcr sein ewiges Werk gebrauchen, die wirklich an ihn glauben und ihn erfreuen wollen.<\/h2>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr uns? Gott sucht auch heute nach den Menschen, die er f\u00fcr den Bau seines ewigen Reiches gebrauchen kann. Grunds\u00e4tzlich kann und will Gott auch jeden von uns und auch uns als Gemeinde daf\u00fcr segnen und gebrauchen. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir nur eine Voraussetzung erf\u00fcllen. Wir sollen Menschen werden, die wie David Gott und seine Gemeinschaft lieben und immer danach streben, Gott zu erfreuen. Dann wird Gott auch uns und unsere Nachkommen f\u00fcr den Bau seines Reiches kostbar gebrauchen. M\u00f6ge Gott uns helfen, Menschen zu werden, die wie David die Gemeinschaft mit Gott lieben und ihn stets erfreuen wollen! M\u00f6ge Gott daraufhin uns ein Haus bauen und uns und unsere Nachkommen f\u00fcr den Bau seines ewigen Reiches gebrauchen! Lesen wir nochmals das Leitwort: <strong>\u201eAber dein Haus und dein K\u00f6nigtum sollen best\u00e4ndig sein in Ewigkeit vor mir, und dein Thron soll ewiglich bestehen.\u201d<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Dein Thron soll ewiglich bestehen \u201eAber dein Haus und dein K\u00f6nigtum sollen best\u00e4ndig sein in Ewigkeit vor mir, und dein Thron soll ewiglich bestehen.\u201d (2.Sam 7,16) Letzte Woche haben wir erfahren, wie David K\u00f6nig \u00fcber ganz Israel wurde, ohne dabei Blut zu vergie\u00dfen. Im heutigen Text k\u00f6nnen wir erfahren, wie David als K\u00f6nig lebte. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[57,4],"tags":[],"class_list":["post-1162","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-2-samuel","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1162","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1162"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1162\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11111,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1162\/revisions\/11111"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1162"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1162"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}