{"id":10533,"date":"2022-03-13T11:00:55","date_gmt":"2022-03-13T10:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=10533"},"modified":"2022-11-18T12:18:36","modified_gmt":"2022-11-18T11:18:36","slug":"predigt-apostelgeschichte-41-31-gebet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-apostelgeschichte-41-31-gebet\/","title":{"rendered":"Predigt: Apostelgeschichte 4,1-31   &#8211;   Gebet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/2022-SL-Gebet-10_Apg4_0131-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Das Gebet der Gemeinde<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eAls sie das h\u00f6rten, erhoben sie ihre Stimme einm\u00fctig zu Gott und sprachen \u2026\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Apostelgeschichte 4,24a)<\/p>\n<p>Dieses Jahr hat unsere Gemeinde begonnen, sich mit dem Thema \u201eGebet\u201c zu befassen. Wir haben beispielsweise das Gebet von Hanna und Abraham, das Vaterunser und die Gebete in den Psalmen behandelt. Heute werden wir eine besondere Form des Gebets betrachten. Und zwar das Gebet der Gemeinde.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir als Gemeinde zu Gott beten? Wir wissen, dass das pers\u00f6nliche Gebet in unseren eigenen R\u00e4umen bzw. im K\u00e4mmerlein geschehen sollte. Wir kennen aber auch das gemeinsame Beten. Es kann zu zweit, zu dritt oder in einer kleinen Gruppe geschehen. Die ganze Gemeinde kann zusammen f\u00fcr die Anliegen der Gemeinde beten. Lass uns gemeinsam im Text untersuchen, was \u00fcber das gemeinsame Gebet gesagt wird.<\/p>\n<p>Nach der Himmelfahrt Jesu blieben die Apostel in Jerusalem zusammen, um auf das Kommen des Heiligen Geistes zu warten. Nach 10 Tagen ging die Verhei\u00dfung des Herrn in Erf\u00fcllung. In Form von \u00abzerteilten Zungen wie von Feuer\u00bb kam der Heilige Geist auf die Erde herab und die Menschen, die auf sein Kommen warteten, wurden vom Heiligen Geist erf\u00fcllt. Seine Kraft offenbart sich sogleich in ihnen: Sie wurden bef\u00e4higt, in anderen Sprachen zu reden. Dieses Wunder geschah am Pfingsttag, an dem die Juden j\u00e4hrlich feierten. Daher kamen die zerstreuten Israeliten vom Ausland nach Jerusalem und h\u00f6rten die Predigten in ihrer eigenen Sprache. Dies geschah, damit Gottes Plan erf\u00fcllt wird und damit das Werk Jesu in der ganzen Welt bekannt wird. Als die Apostel vom Heiligen Geist erf\u00fcllt wurden, fingen sie an, in Jerusalem zu predigen. Petrus bezeugte Jesus, den das Volk gekreuzigt hatte, der aber auferstanden ist. Als die Zuh\u00f6rer die Predigt h\u00f6rten, wurden sie von der Furcht und der Best\u00fcrzung ergriffen, was Bekehrung und Taufe von dreitausend Personen zur Folge hatte. Es entstanden Zusammenk\u00fcnfte f\u00fcr die Belehrung, f\u00fcr den Gottesdienst und f\u00fcr das Gebet. Die Kraft des Heiligen Geistes offenbarte sich auch durch die Heilung vom gel\u00e4hmten Mann. Alle, die den geheilten Mann sahen, wurden von Verwunderung und Erstaunen erf\u00fcllt. Petrus bezeugte ihnen, dass das Wunder im Namen Jesu Christi geschehen ist.<\/p>\n<p>Noch w\u00e4hrend Petrus und Johannes zu den Leuten sprachen, kamen einige Priester und Sadduz\u00e4er zusammen mit dem Hauptmann der Tempelwache auf sie zu. Sie waren emp\u00f6rt, weil Petrus und Johannes in aller \u00d6ffentlichkeit lehrten. Erst recht st\u00f6rten sie sich daran, dass diese M\u00e4nner verk\u00fcndeten, Jesus sei auferstanden und es g\u00e4be somit eine Auferstehung der Toten. Sie lie\u00dfen beide Apostel verhaften und \u00fcber Nacht ins Gef\u00e4ngnis sperren, weil es inzwischen Abend geworden war. Aber viele von den Zuh\u00f6rern begannen durch die Predigt der Apostel an Jesus zu glauben, so dass nun etwa f\u00fcnftausend M\u00e4nner zur Gemeinde geh\u00f6rten, Frauen und Kinder dabei nicht mitgerechnet. Am n\u00e4chsten Tag wurden Petrus und Johannes weiter von den Obersten verh\u00f6rt. Petrus bezeugte vor ihnen, aus welcher Kraft und in welchem Namen er das getan hatte. Petrus war voll vom Heiligen Geistes erf\u00fcllt. Er bezeugte ihnen Jesus: \u201eDas ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.\u201c Obwohl die Apostel ungelehrt und ungebildet waren, wurden sie von den Obersten f\u00fcr ihre Freim\u00fctigkeit bewundert. Sie konnten die Apostel lediglich bedrohen und ihnen verbieten, weiter im Namen Jesu zu lehren. Dieses Verbot wies Petrus jedoch zur\u00fcck: \u201eUrteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott. Wir k\u00f6nnen&#8217;s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und geh\u00f6rt haben.\u201c Da drohten sie ihnen und lie\u00dfen sie gehen um des Volkes willen, weil sie nichts fanden, was Strafe verdient h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Als Petrus und Johannes entlassen wurden, kamen sie zu den Ihren und berichteten alles, was die Hohenpriester und die \u00c4ltesten zu ihnen gesagt hatten. Der Verfasser nannte die Gl\u00e4ubigen die \u201eIhren\u201c. Diese Leute geh\u00f6rten zur Gemeinschaft der ersten Gemeinde. Als sie von den Aposteln den Bericht h\u00f6rten, erhoben sie ihre Stimme einm\u00fctig zu Gott.<br \/>\nIhr gemeinsames Gebet lautet folgenderma\u00dfen: \u201eHerr, du hast Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht, du hast durch den Mund unseres Vaters David, deines Knechtes, durch den Heiligen Geist gesagt (Psalm 2,1-2): \u00bbWarum toben die Heiden, und die V\u00f6lker nehmen sich vor, was vergeblich ist? Die K\u00f6nige der Erde treten zusammen, und die F\u00fcrsten versammeln sich wider den Herrn und seinen Christus. Wahrhaftig, sie haben sich versammelt in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus, mit den Heiden und den St\u00e4mmen Israels, zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt haben, dass es geschehen sollte.\u201c<br \/>\nDie Gl\u00e4ubigen der ersten Gemeinde reagierten auf die bedrohlichen Situationen, indem sie gemeinsam beteten. In Psalm 2 fanden sie die Prophezeiung bezogen auf ihre Situation und glaubten, dass alles nach dem Ratschluss Gottes geschehen sollte.<br \/>\nAngesichts ihrer Lage brachten sie gemeinsam ihre Anliegen vor Gott:<br \/>\n\u201eUnd nun, Herr, sieh an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort. Strecke deine Hand aus zur Heilung und lass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.\u201c<\/p>\n<p>Sie wussten, dass ihr Drohen immer st\u00e4rker und n\u00e4her kommen w\u00fcrde. Sie hatten schon gesehen, wie Jesus festgenommen und get\u00f6tet wurde. Dennoch f\u00fcrchteten und sorgten sie sich nicht um ihre Zukunft. Vielmehr baten sie Gott darum, mit allem Freimut sein Wort zu predigen. Sie beteten daf\u00fcr, dass die Macht Gottes sich in Zeichen und Wundern entfalten m\u00f6ge. Als sie gebetet hatten, erbebte die St\u00e4tte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle vom Heiligen Geist erf\u00fcllt und redeten das Wort Gottes mit Freimut.<\/p>\n<p>Im heutigen Text haben wir betrachtet, dass die erste Gemeinde inmitten der Bedrohung gemeinsam betete. Als sie gemeinsam beteten, erfuhren sie durch das Erdbeben, dass Gott ihnen beistand. Ihr gemeinsames Beten f\u00fchrte sie dazu, dass alle vom Heiligen Geist erf\u00fcllt wurden. Dar\u00fcber hinaus konnten sie das Wort Gottes mit Freimut reden.<\/p>\n<p>Vor allem kennzeichnet sich ihr gemeinsames Beten durch die Einm\u00fctigkeit. \u201eSie erhoben ihre Stimme einm\u00fctig zu Gott.\u201c Allgemein ist es sehr schwierig, dass zwei Menschen einm\u00fctig sein k\u00f6nnen. Noch schwieriger wird es, wenn mehr als drei Menschen einm\u00fctig werden wollen. Aber der ersten Gemeinde war es gelungen, zu Gott einm\u00fctig zu beten.<br \/>\nDie Einm\u00fctigkeit best\u00e4tigt sich durch das Wirken des Heiligen Geistes.<\/p>\n<p>Das gemeinsame Gebet ist anders als ein pers\u00f6nliches und individuelles Gebet. Im individuellen hat man viel Gestaltungsfreiheit. Aber ein gemeinsames Gebet birgt einige Hindernisse. Dennoch hat die erste Gemeinde angefangen, gemeinsam einm\u00fctig zu beten. Diesem Beispiel wollen bis heute Christen folgen. In unserer Gemeinde haben wir das eine Weile lang praktiziert. Fr\u00fchmorgens haben wir gemeinsam gebetet. Oder vor und nach Bibelstudium zu zweit zu beten, ist eine lange Tradition bei uns. Nach allen Versammlungen haben wir auch die Gewohnheit, zu zweit oder in der Gruppe zu beten. Fr\u00fcher hatten wir die Gebetsstunde am Samstagabend. Auf diese Weise wollten wir nicht nur pers\u00f6nlich, sondern auch gemeinsam beten. Durch solche M\u00f6glichkeiten des Betens wurden wir von den anderen ermutigt, Gott zu lieben. Oder wir taten Bu\u00dfe daf\u00fcr, dass unser Herz nicht mit dem Heiligen Geist erf\u00fcllt war, sondern mit den verg\u00e4nglichen Dingen der Welt. Als wir gemeinsam beteten, wurden unsere Herzen mit Freude erf\u00fcllt, weil unser Herr Jesus gelobt und angebetet wurde. Wir freuten uns auch gemeinsam, wenn unsere Gebetsanliegen von Gott erh\u00f6rt wurden. Zur Erbauung unseres Glaubens war das gemeinsame Gebet sehr hilfreich und effektiv. Obwohl das gemeinsame Gebet erbaulich und effektiv sein kann, stehen wir immer vor der gro\u00dfen Herausforderung, wenn es darum geht, dieses gemeinsame Gebet lebendig zu gestalten.<\/p>\n<p>Diese Predigt dient dazu, unser gemeinsames Gebet zu st\u00e4rken. Im Garten Eden beteten Adam und Eva gemeinsam. Jesus betete mit seinen J\u00fcngern zusammen. Die erste Gemeinde betete einm\u00fctig. Diese Gemeinschaft im Gebet ist ein Bild Gottes. Vater, Sohn und der Heilige Geist wirken einm\u00fctig. Alle, die am Leib Jesu teilhaben, k\u00f6nnen im Geist Gottes einm\u00fctig werden. Jeder, der zum Leib Christi geh\u00f6rt, ist mit ihm gestorben. Wie sch\u00f6n ist es, dass zwei Br\u00fcder im Namen Jesu Christi einm\u00fctig werden! Wie wunderbar ist es, dass die Menschen viele Hindernisse in der Gemeinschaft \u00fcberwinden, weil sie Jesus lieben! Durch unsere Kraft ist es nicht m\u00f6glich, ein gemeinsames Gebet zu praktizieren, aber im Namen Jesu von Nazareth kann es uns gelingen. Jesus ist der Eckstein. Wahrscheinlich f\u00fchlen wir uns unwohl, wenn wir damit konfrontiert werden, ungern etwas mit den anderen zu unternehmen. Gerade wissen wir, dass die Kreise unter uns neu gebildet werden bzw. umgebildet werden. Wir k\u00f6nnen unruhig werden, weil wir meinen, dass uns die neuen Kreise nicht gefallen k\u00f6nnten. Es mag sein, dass nicht alle zufrieden sein k\u00f6nnen. Eine Kleinigkeit kann auch die Gemeinschaft miteinander st\u00f6ren und verhindern, einm\u00fctig zu werden.<br \/>\nAber wir k\u00f6nnen uns dem Glauben der ersten Gemeinde anschlie\u00dfen und auch bekennen. \u201eDas ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.\u201c Im Namen Jesu kommen wir zum gleichen Eckstein, wo unsere Gemeinde gebaut ist. Jedes Individuum unter uns hat das gleiche Heil im Namen Jesu Christi. Darum k\u00f6nnen wir das Wort von Galater 2,19-20 als unser pers\u00f6nliches Bekenntnis annehmen: \u201eIch bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst f\u00fcr mich dahingegeben.\u201c<br \/>\nAlle, die dasselbe Bekenntnis ablegen, sind auf dem gleichen Eckstein zur Gemeinde gebaut. Wenn diese Grundlage vorhanden ist, kann jede Gemeinde ein einm\u00fctiges Beten praktizieren. Darum k\u00f6nnen wir uns selbst fragen, ob wir jetzt mit Christus gekreuzigt sind.<br \/>\nDer Eckstein Jesus Christus hilft uns, zu erkennen, wo wir momentan stehen. Willst du heute mit Christus gekreuzigt werden?<br \/>\nM\u00f6ge der Heilige Geist uns helfen, eine lebendige Gemeinschaft in Jesus zu bilden, damit wir gemeinsam daf\u00fcr beten k\u00f6nnen: Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Das Gebet der Gemeinde \u201eAls sie das h\u00f6rten, erhoben sie ihre Stimme einm\u00fctig zu Gott und sprachen \u2026\u201c (Apostelgeschichte 4,24a) Dieses Jahr hat unsere Gemeinde begonnen, sich mit dem Thema \u201eGebet\u201c zu befassen. Wir haben beispielsweise das Gebet von Hanna und Abraham, das Vaterunser und die Gebete in den Psalmen behandelt. 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