{"id":1027,"date":"2010-08-31T17:56:43","date_gmt":"2010-08-31T16:56:43","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=1027"},"modified":"2023-01-29T20:48:34","modified_gmt":"2023-01-29T19:48:34","slug":"predigt-1-samuel-181-2042","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-samuel-181-2042\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.Samuel 18,1-20,42"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/P10-1Sa18012042.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Saul <\/strong><strong>&amp; Jonatan<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>(Saul, der David hasste und Jonatan, der David liebte)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" lang=\"de-DE\">\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eAls David aufgeh\u00f6rt hatte, mit Saul zu reden, verband sich das Herz Jonatans mit dem Herzen Davids, und Jonatan gewann ihn lieb wie sein eigenes Herz.\u201d<\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\">(1.Sam 18,1)<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>David war ein unbekannter Junge in Israel gewesen. Niemand wusste, dass David den Riesen Goliat erschlagen und sein Volk von den Feinden retten w\u00fcrde. Aber nun wurde David der Held des Landes. Aber Saul hasste David, w\u00e4hrend Jonatan ihn liebte. Saul machte sich selbst und seine Mitmenschen elend, aber Jonatan schenkte David gro\u00dfe Freude. M\u00f6ge Gott uns seinen Willen f\u00fcr uns offenbaren!<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<ol>\n<li>Sauls \tEifersucht auf David.<\/li>\n<\/ol>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Erinnern wir uns an den Kampf zwischen David und Goliat. 40 Tage lang hatte Goliat fr\u00fchmorgens und abends die Israeliten bedroht:<strong> \u201eGebt mir einen Mann und lasst uns miteinander k\u00e4mpfen.\u201c<\/strong> Saul und ganz Israel hatten sich entsetzt und sehr gef\u00fcrchtet. Niemand hatte gewagt, gegen Goliat zu k\u00e4mpfen. Aber unerwartet war ein Junge aufgetaucht und hatte gesagt: <strong>\u201eSeinetwegen lasse keiner den Mut sinken; dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister k\u00e4mpfen.\u201c<\/strong> Dieser Junge war David gewesen. Er hatte den Philister \u00fcberwunden und sein Volk zum Sieg gef\u00fchrt. Es war ein sensationeller und unvergesslicher Sieg gewesen. Saul hatte David bei sich bleiben lassen. F\u00fcr den Krieg gegen die Philister brauchte Saul genau so einen tapferen Mann wie David. Es war f\u00fcr Saul ein gro\u00dfer Gewinn, einen  Weltklassek\u00e4mpfer wie David entdeckt zu haben. Alle fanden gut, David \u00fcber die Kriegsleute zu setzen. Nun wurde David \u00fcberall zum Kampf eingesetzt, und jeder Kampf endete mit einem Sieg.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Aber eines Tages geschah ein Ereignis, das wie eine kalte Dusche Saul \u00fcberraschte. Lesen wir die Verse Kap. 18,6-7. <strong>\u201eEs begab sich aber, als David zur\u00fcckkam vom Sieg \u00fcber die Philister, dass die Frauen aus allen St\u00e4dten Israels herausgingen mit Gesang und Reigen dem K\u00f6nig entgegen unter Jauchzen, mit Pauken und mit Zimbeln. Und die Frauen sangen im Reigen und sprachen: Saul hat tausend erschlagen, aber David zehntausend.\u201c<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>F\u00fcr diese Euphorie hatte nat\u00fcrlich David gesorgt, der sein Land wieder zum Sieg gef\u00fchrt hatte. David wurde immer beliebter und wurde zum K\u00f6nig des Herzens. Mittlerweile hatte er Fans auch unter den Frauen. Als David vom Kampf mit einem Sieg zur\u00fcckkam, jubelten sie ihm zu: <strong>Saul hat tausend erschlagen, aber David zehntausend. <\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Wie aber reagierte Saul auf die Worte der Frauen?<\/p>\n<p>Kap. 18,8 <strong>\u201eDa ergrimmte Saul sehr, und das Wort missfiel ihm, und er sprach: Sie haben David zehntausend gegeben und mir tausend; ihm wird noch das K\u00f6nigtum zufallen.\u201c <\/strong>Bis vor kurzem hatte eine euphorische Stimmung geherrscht. Das ganze Volk hatte den Sieg gefeiert. Aber pl\u00f6tzlich verlor Saul seine Freude und wurde \u00e4rgerlich \u00fcber die Worte der Frauen. Er f\u00fchlte sich beleidigt und fand sie ungerecht: <strong>\u201eSie haben David zehntausend gegeben und mir tausend; ihm wird noch das K\u00f6nigtum zufallen.\u201c <\/strong>Saul war auf David eifers\u00fcchtig. Wie sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn er gelassen darauf reagiert h\u00e4tte. Spr\u00fcche 14,30 sagt: <strong>\u201eEin gelassenes Herz ist des Leibes Leben, aber Eifersucht ist Eiter in den Gebeinen.\u201c <\/strong>Wie gesagt h\u00e4tte Saul ein gelassenes Herz haben k\u00f6nnen. Er war der K\u00f6nig und David war blo\u00df ein Soldat f\u00fcr ihn und f\u00fcr sein Land. Darum h\u00e4tte er sich freuen k\u00f6nnen, dass er so einen K\u00e4mpfer wie David bei sich hatte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Jeder kennt heutzutage den Fu\u00dfballspieler Thomas M\u00fcller. Erst Anfang M\u00e4rz diesen Jahres deb\u00fctierte er in der Nationalmannschaft. Bis Mai stand er im erweiterten Kader f\u00fcr die Weltmeisterschaft in S\u00fcdafrika. Das hei\u00dft: Es war nicht hundertprozentig sicher, ob er w\u00fcrde mitfliegen d\u00fcrfen. Kurz vor der Abreise wurde er von Bundesfu\u00dfballtrainer Joachim L\u00f6w in das endg\u00fcltige Aufgebot berufen. Aber Thomas M\u00fcller sorgte w\u00e4hrend des Turniers in ganz Deutschland f\u00fcr Euphorie. Mit f\u00fcnf Toren und drei Torvorlagen erhielt er den Goldenen Schuh als Torsch\u00fctzenk\u00f6nig. Zudem wurde er als Bester Junger Spieler ausgezeichnet. Stellen wir uns vor, dass Joachim L\u00f6w auf Thomas M\u00fcller eifers\u00fcchtig gewesen w\u00e4re, weil dieser von den Medien und von vielen Fans gelobt wurde. Wir w\u00fcrden ihn sofort auslachen und sagen: Unsinn! Nat\u00fcrlich ist es Unsinn. F\u00fcr den Bundestrainer war ein Topspieler wie Thomas M\u00fcller sehr n\u00fctzlich.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Saul h\u00e4tte sich freuen k\u00f6nnen, dass sein Land wieder in Sicherheit gebracht wurde. Er h\u00e4tte dankbar k\u00f6nnen, dass er einen tapferen K\u00e4mpfer in seinem Kader haben durfte. Aber er dachte ganz anders. W\u00e4hrend alle den Sieg feierten, nahm er allein die Worte der Frauen pers\u00f6nlich und wurde \u00e4rgerlich.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Betrachten wir Kap 18,9 <strong>\u201eUnd Saul sah David scheel an von dem Tage an und hinfort.\u201c <\/strong>Von diesem Tag an betrachtete er David als seinen Feind. Der b\u00f6se Geist nutzte seinen Hass aus, so dass er keine Ruhe hatte. St\u00e4ndig hatte er schlechte Laune, redete aus \u00c4rger aggressiv und verlor immer mehr die Kontrolle \u00fcber sich selbst. Vom b\u00f6sen Geist wurde er hin und her getrieben. Aber David diente ihm nach wie vor treu und spielte auf den Saiten, weil Saul dadurch beruhigt wurde. Eines Tages dachte Saul wieder verkehrt und sprach bei sich selbst: <strong>Ich will David an die Wand spie\u00dfen. <\/strong>Dann warf er zweimal seinen Spie\u00df auf David, aber David konnte schnell ausweichen. Saul hasste David weiter, darum entfernte er David aus seiner N\u00e4he und setzte ihn zum Obersten \u00fcber tausend Mann. Damit w\u00e4re vergleichbar, dass Joachim L\u00f6w Thomas M\u00fcller aus seinem Kader entfernt, weil dieser zu gut spielt und bei den Fans zu beliebt ist.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Aber David \u00e4nderte seine Haltung nicht, sondern diente dem K\u00f6nig unver\u00e4ndert treu. Kap. 18,14 <strong>Er richtete all sein Tun recht aus, und der Herr war mit ihm.<\/strong> David war nicht abh\u00e4ngig von seiner Position. Unver\u00e4ndert erf\u00fcllte er seine Aufgabe f\u00fcr den K\u00f6nig treu. David war beim ganzen Volk beliebt. Allein Saul hasste David. Wie viele Aufgaben hatte ein K\u00f6nig eigentlich jeden Tag zu erledigen, um sein Land zu regieren. Aber Saul besch\u00e4ftigte sich st\u00e4ndig damit, wie er David t\u00f6ten k\u00f6nnte. Wegen seines Hasses vergeudete er nur seine kostbare Zeit.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Betrachten wir Kap. 18,17 und lesen wir diesen Vers.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Und Saul sprach zu David: Siehe, meine \u00e4lteste Tochter Merab will ich dir zur Frau geben; sei nur ein tapferer Mann und f\u00fchre des Herrn Kriege. Denn Saul dachte: Meine Hand soll nicht gegen ihn sein, sondern die Hand der Philister.\u201c<\/strong><strong> <\/strong>Woran dachte Saul weiter? Was f\u00fcr eine fr\u00f6hliche Angelegenheit war es, dass seine erste Tochter (endlich) heiraten w\u00fcrde. Aber f\u00fcr ihn war die Heirat seiner Tochter v\u00f6llig unwichtig, sondern er dachte nur an den Tod Davids. Sowieso hielt er sein Versprechen nicht. Er gab seine Tochter Merab einem anderen Mann zur Frau. Eigentlich begehrte David nicht, des K\u00f6nigs Schwiegersohn zu werden. David h\u00e4tte auch murren k\u00f6nnen, weil Saul ohne irgendeine Erkl\u00e4rung eigenm\u00e4chtig handelte. Aber David blieb still.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Eine andere Tochter Sauls, Michal, hatte David lieb. Als Saul davon erfuhr, wollte er noch einmal diese Tochter f\u00fcr sich nutzen. Er plante wieder, David durch die Philister zu t\u00f6ten. Obwohl David dieses Angebot freundlich ablehnte, \u00fcberzeugte Saul ihn, dass diese Heirat f\u00fcr sein Land gut sei. Er verlangte als Brautpreis hundert Vorh\u00e4ute von den Philistern. Das hei\u00dft: David sollte zu den Philistern hingehen und hundert Mann erschlagen, um der Schwiegersohn Sauls zu werden. Das war ziemlich gef\u00e4hrlich, so dass David leicht von den Philistern get\u00f6tet werden k\u00f6nnte. Wie k\u00f6nnte ein Schwiegervater seinem Schwiegersohn so eine gef\u00e4hrliche Mission geben? Darin zeigt sich blo\u00df der b\u00f6se Plan Sauls, David durch die Philister t\u00f6ten zu wollen. Aber David ging zu den Philistern und erschlug nicht nur hundert Mann, sondern zweihundert und brachte ihre Vorh\u00e4ute dem K\u00f6nig in voller Zahl. Saul hatte keine andere Wahl, als ihm seine Tochter zur Frau zu geben. Saul musste feststellen, dass all seine Versuche scheiterten. Alles unterstrich die Tatsache, dass Gott mit David war. Da f\u00fcrchtete sich Saul noch mehr vor David.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Betrachten wir Kap. 19,8.<\/p>\n<p>\u201c<strong>Es erhob sich aber wieder ein Kampf, und David zog aus und k\u00e4mpfte gegen die Philister und schlug sie so hart, dass sie vor ihm flohen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Siegesserie Davids setzte sich fort, aber nun freute sich Saul nicht mehr, und es feierte auch niemand, weil alle wussten, dass Saul David hasste. Saul war von einem b\u00f6sen Geist besessen. Darum konnte er kein normales Leben f\u00fchren. Seine Tat war unberechenbar. Pl\u00f6tzlich warf Saul wieder seinen Spie\u00df auf David. Es wurde immer gef\u00e4hrlicher und unangenehmer, in der N\u00e4he von Saul zu bleiben. David rettete sich wieder und ging in sein Haus.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Saul erh\u00f6hte den Druck auf David und lie\u00df Davids Haus bewachen, um ihn am andern Morgen zu t\u00f6ten. Aber seine Tochter Michal bemerkte die Gefahr und half ihrem Mann David, in der Nacht zu fliehen. Dann kam David zu Samuel. In Israel hatte David keine Zuflucht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">Betrachten wir Kap. 19,19.<\/p>\n<p>Saul schickte seine Boten zu Samuel, um David festzunehmen. Aber sie gerieten in Verz\u00fcckung. Dann wurden dreimal weitere Boten geschickt. Alle Boten gerieten in Verz\u00fcckung, so dass sie gar nichts tun konnten. Schlie\u00dflich kam Saul selbst, aber er geriet auch in Verz\u00fcckung. Nun h\u00e4tte Saul endlich aufgeben m\u00fcssen, weil klar war, dass Gott mit David war. Aber er gab nicht auf, sondern rebellierte weiter gegen Gott. Dadurch wurde nur sein Leben immer mehr ruiniert.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Wer ist daran schuld? Sicher w\u00fcrde Saul David daf\u00fcr verantwortlich machen. Aber die Bibel sagt, dass Saul daf\u00fcr absolut selbst verantwortlich ist. Er h\u00e4tte seine Eifersucht ernst nehmen und sie beherrschen sollen. Kurze Zeit h\u00e4tte er solche Gef\u00fchle haben k\u00f6nnen, aber wenn er sie nicht zugelassen h\u00e4tte, w\u00e4re er nicht von Eifersucht gefangen worden. Jakobus 4,7 sagt: <strong>\u201eSo seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.\u201c<\/strong> Eifersucht oder Hass ist nur ein Gef\u00fchl, dieses kann aber vom Teufel sehr wohl ausgenutzt werden. Darum h\u00e4tte Saul nicht auf Dauer Eifersucht und Hass in seinem Herzen hegen sollen. Aber er beherrschte seine Gef\u00fchle nicht, sondern lieferte sich selbst der Gefahr  aus. Seine Eifersucht auf David verwandelte sich in Hass. Aus Hass wollte er nur noch David t\u00f6ten.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Wie wir wissen, ist die Geschichte von Kain ein vergleichbares Beispiel daf\u00fcr, dass Eifersucht der Anfang einer Mordtat war. Bevor Kain seinen Bruder t\u00f6tete, hatte Gott ihn aufgefordert: <strong>\u201eBist du aber nicht fromm, so lauert die S\u00fcnde vor der T\u00fcr, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche \u00fcber sie.\u201c <\/strong>Aber Kain gehorchte Gottes Wort nicht. Anstatt seine s\u00fcndigen Gedanken zu beherrschen, hasste er weiter seinen Bruder und schlie\u00dflich t\u00f6tete er ihn. Wenn die S\u00fcnde nicht beherrscht wird, passiert so etwas Schlimmes.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Saul h\u00e4tte nicht David, sondern seine Gedanken zum Problem nehmen sollen. Er h\u00e4tte anerkennen k\u00f6nnen, dass er gegen Gott rebelliert hatte. Aber er dem\u00fctigte sich vor Gott nicht, sondern wollte weiter seinen Willen durchsetzen. Daher wurde er ein Sklave seiner Gef\u00fchle und b\u00f6sen Gedanken. Wegen seines stolzen Herzens tat er bis zum Tod keine Bu\u00dfe. So beendete er sein Leben elend.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>II. Jonatan hatte David lieb.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Jonatan war des K\u00f6nigs Sohn. Wie David war auch er ein Held des Volkes. W\u00e4hrend sein Volk sich aus Angst vor den Philistern versteckt hatte, hatte er den Glauben: <strong>Es ist dem Herr nicht schwer, durch viel oder wenig zu helfen.<\/strong> Er war allein mit seinem Waffentr\u00e4ger zu den Feinden gegangen und hatte zwanzig Philister erschlagen. Da war ein Schrecken im Lager der Philister entstanden. Dadurch waren die Israeliten zum Kampf ermutigt worden und waren hinter den Philstern hergejagt und hatten einen gro\u00dfen Sieg erfahren. Ein Held erkannte auch einen anderen Helden an. Jonatan verband sein Herz mit David und gewann ihn lieb wie sein eigenes Herz.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Betrachten wir Kap. 18,3-4. Jonatan schloss mit David einen Bund. Denn er hatte David lieb wie sein eigenes Herz. Seine Liebe zu David dr\u00fcckte er aus, indem er ihm etwas Wertvolles gab. Er zog seinen Rock aus und gab ihn David, dazu seine R\u00fcstung, sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gurt. Solche wertvollen Dinge hatte vielleicht Jonatan allein. Aber Jonatan z\u00f6gerte nicht, David das zu schenken, was er f\u00fcr wertvoll hielt. Liebe ist Geben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">Betrachten wir Kap. 19,1.<\/p>\n<p>Saul machte seinen Gro\u00dfen und seinem Sohn bekannt, dass er David t\u00f6ten wolle. Durch diese \u00f6ffentliche Erkl\u00e4rung rief Saul alle zur Treue auf, also sich auf seine Seite zu stellen. Das hei\u00dft: Nun durfte niemand mehr auf der Seite Davids stehen. Falls jemand f\u00fcr David sprechen oder ihm helfen w\u00fcrde, m\u00fcsste er damit rechnen, hart bestraft zu werden.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Aber Jonatan stand unver\u00e4ndert auf der Seite Davids. Er wusste, was das f\u00fcr ihn bedeutete. Seine Beziehung zu seinem Vater k\u00f6nnte zerst\u00f6rt werden. Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrde er als Feind seines Vaters gehasst werden. Im schlimmsten Fall w\u00fcrde er auch get\u00f6tet werden. Wegen der vielen negativen Folgen h\u00e4tte er sich aus dem Konflikt heraushalten k\u00f6nnen. Aber Jonatan lie\u00df David nicht im Stich, sondern setzte sich aktiv daf\u00fcr ein, David zu helfen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Lesen wir die Verse Kap. 19,4-5.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Und Jonatan redete das Beste von David mit seinem Vater Saul und sprach zu ihm:<\/strong> <strong>Es vers\u00fcndige sich der K\u00f6nig nicht an seinem Knechte David, denn er hat sich nicht an dir vers\u00fcndigt, und sein Tun ist dir sehr n\u00fctzlich. Er hat sein Leben gewagt und den Philister erschlagen, und der Herr hat gro\u00dfes Heil f\u00fcr ganz Israel vollbracht. Das hast du gesehen und dich dar\u00fcber gefreut. Warum willst du dich denn an unschuldigem Blut vers\u00fcndigen, dass du David ohne Grund t\u00f6test?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Jonatan bezeichnete Sauls Absicht als S\u00fcnde und ermahnte Saul, an David nicht zu s\u00fcndigen. Er \u00fcberzeugte Saul, dass David f\u00fcr ihn sehr n\u00fctzlich war. Au\u00dferdem erinnerte er Saul an den Einsatz Davids f\u00fcr sein Land. Er hatet sein Leben gewagt, und der Herr hatte gro\u00dfes Heil f\u00fcr ganz Israel vollbracht. Vers 4 sagt: Jonatan redete das Beste von David. Jonatan war nicht eifers\u00fcchtig auf David, sondern gab ihm seine Anerkennung und zeigte ihm seinen Respekt. Seine Liebe zu David wurde durch diese Anerkennung und diesen Respekt gezeigt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Jonatans F\u00fcrsprache \u00fcberzeugte Saul. Da schwor Saul: <strong>So wahr der Herr lebt: er soll nicht sterben! <\/strong>Durch den Einsatz und die Hingabe Jonatans wurde David wieder erlaubt, wie fr\u00fcher Saul zu dienen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Betrachten wir Kap. 20,1 Lesen wir diesen Vers.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Aber Saul setzte seinen Mordplan fort. David aber von Najot in Rama und kam und redete vor Jonatan: Was habe ich getan? Was ist meine Schuld? Was hab ich ges\u00fcndigt vor deinem Vater, dass er mir nach dem Leben trachtet?\u201c<\/strong> David war weiter in Bedr\u00e4ngnis und war m\u00fcde, vor Saul fliehen zu m\u00fcssen. In dieser schwierigen Zeit tr\u00f6stete Jonatan David: <strong>Du sollst nicht sterben.<\/strong> <strong>Ich will f\u00fcr dich tun, was dein Herz begehrt. <\/strong>Als Fl\u00fcchtling brauchte David praktische Hilfe. David wollte wissen, welche Meinung Saul aktuell \u00fcber ihn hatte. Jonatan war der geeignete Helfer, zwischen Saul und ihm zu vermitteln. Darum bat David Jonatan, Sauls Absicht herauszufinden und ihm mitzuteilen. Jonatan lehnte diese Bitte nicht ab, sondern versprach David, ihm zu helfen. Wie tr\u00f6stlich war es f\u00fcr David, dass Jonatan auf seiner Seite stand.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Kap. 20,14 -16. Lesen wir diese Verse.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Du ab er wollest die Barmherzigkeit des Herrn an mir tun, solange ich lebe, und wenn ich sterbe, so nimm die Barmherzigkeit niemals fort von meinem Hause. Und wenn der Herr die Feinde Davids ausrotten wird, Mann f\u00fcr Mann, aus dem Lande, so m\u00f6ge der Name Jonatans nicht aus gel\u00f6scht werden neben dem Hause Davids! Vielmehr m\u00f6ge der Herr Rache nehmen nur an den Feinden Davids!\u201c <\/strong>Momentan war Jonatan Kronprinz und hatte viele Privilegien. Aber er war nicht darauf fixiert, sondern blickte in die Zukunft. Er merkte, wohin die Geschichte weiter verlaufen w\u00fcrde. 2. Sam 3,1 sagt: <strong>\u201eUnd es war ein langer Kampf zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids. David aber nahm immer mehr zu an Macht und das Haus Sauls nahm immer mehr ab.\u201c<\/strong> Jonatan sah schon voraus, dass alle Feinde Davids ausgerottet werden w\u00fcrden. Er beharrte nicht stolz auf der Macht seines Hauses, sondern nahm den Plan Gottes an. <strong>Der Herr wird die Feinde Davids ausrotten.<\/strong> Er unterstellte sich diesem Willen Gottes und bat David im Voraus, an ihm und seinem Hause Barmherzigkeit zu tun. Er wollte gerne neben dem Hause Davids sein. Jonatan erniedrigte sich und segnete David: <strong>\u201eVielmehr m\u00f6ge der Herr Rache nehmen nur an den Feinden Davids!\u201c <\/strong>Jonatan erinnert uns an den T\u00e4ufer Johannes. W\u00e4hrend der T\u00e4ufer Johannes vom ganzen Volk Aufmerksamkeit bekam, genoss er nicht seine Popularit\u00e4t, sondern bezeugte den wahren K\u00f6nig Jesus. Anstatt die Leute auf sich selbst aufmerksam zu machen, lie\u00df er alle auf Jesus schauen. Sein Zeugnis \u00fcber Jesus war: <strong>\u201eEr muss wachsen, ich aber muss abnehmen.\u201c <\/strong>Jonatan erh\u00f6hte David und machte sich zum zweiten Mann nach ihm. So erniedrigte er sich selbst.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Betrachten wir Kap. 20,24. W\u00e4hrend David sich auf dem Felde verbarg und auf Jonatan wartete, arbeitete Jonatan zu Hause f\u00fcr David. Beim Festmahl bei Neumond fehlte David. Saul nahm es nicht ernst, aber am n\u00e4chsten Tag fragte Saul Jonatan: <strong>Warum ist der Sohn Isais nicht zu Tisch gekommen, weder gestern noch heute? <\/strong>Jonatan erkl\u00e4rte, dass er David nach Hause geschickt h\u00e4tte, weil David ihn darum gebeten hat. Da entbrannte der Zorn Sauls \u00fcber Jonatan und er beschimpfte ihn: <strong>\u201eDu Sohn einer ehrlosen Mutter! Ich wei\u00df sehr wohl, da\u00df du den Sohn Isais erkoren hast, dir und deiner Mutter, die dich geboren hat, zur Schande! Denn solange der Sohn Isais lebt auf Erden, wirst du und auch dein K\u00f6nigtum nicht bestehen. So sende nun hin und la\u00df ihn herholen zu mir, denn er ist ein Kind des Todes.\u201c <\/strong>Jonatan klagte: Warum soll er sterben? Was hat er getan? Nun wollte Saul seinen Sohn auch mit seinem Spie\u00df durchbohren. Jonatan musste bitter feststellen, dass sein Vater fest entschlossen war, David zu t\u00f6ten. Es war ein gef\u00e4hrlicher Job, vor diesem unberechenbarem Mann f\u00fcr seinen Freund zu arbeiten. Jonatan selbst h\u00e4tte mit dem Spie\u00df durchbohrt werden k\u00f6nnen. Aber Jonatan blieb best\u00e4ndig auf der Seite Davids und half ihm, vor Saul zu fliehen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Betrachten wir Kap. 20,41-42. Sie mussten traurig voneinander Abschied nehmen und bekr\u00e4ftigten ihren Bund vor Gott. <strong>\u201eF\u00fcr das, was wir beide geschworen haben im Namen des Herrn, daf\u00fcr stehe der Herr zwischen mir und dir, zwischen meinen Nachkommen und deinen Nachkommen in Ewigkeit.\u201c <\/strong>David war nun ein Fl\u00fcchtling. Seine Zukunft war v\u00f6llig ungewiss. Im Moment hatte David nichts. Niemand stand auf seiner Seite. Dennoch glaubte Jonatan, dass Gott David zum K\u00f6nig machen w\u00fcrde. Obwohl er im Moment ein Prinz war, respektierte er David als den zuk\u00fcnftigen K\u00f6nig. Jonatan war dem\u00fctig sowohl vor Gott als auch vor David. Jonatan fand sp\u00e4ter Gnade. Nach dem Tod Jonatans k\u00fcmmerte David sich um den Sohn Jonatans. Die Freundschaftsbeziehung ging \u00fcber den Tod hinaus weiter.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Als Jonatan sp\u00e4ter beim Krieg starb, weinte David sehr und sagte: <strong>\u201eEs ist mir leid um dich, mein Bruder Jonatan, ich habe gro\u00dfe Freude und Wonne an dir gehabt, seine Liebe ist mir wundersamer gewesen als Frauenliebe ist.\u201c <\/strong>Jonatans Liebe hatte David gro\u00dfe Freude gegeben. David hatte nicht allein geschafft, K\u00f6nig zu werden. Es gab Menschen wie Jonatan, der ihn geliebt und ihm geholfen hat. Durch seine Liebe ermutigte Jonatan David, der in Bedr\u00e4ngnis war und half seiner Familie, Gnade bei David zu finden, w\u00e4hrend die anderen ausgerottet wurden. Liebe baut die anderen auf und rettet das Leben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Wie unterschiedlich waren Saul und Jonatan! Saul hasste David, aber Jonatan liebte David. Wie elend und einsam endete Sauls Leben! Wer wurde durch ihn gl\u00fccklich? Schade, dass er bis zum Ende keine Bu\u00dfe tat. Aber Jonatan war ein Freund in der Not. Als niemand auf der Seite Davids war, stand er weiter auf seiner Seite und half ihm. Diese Liebe baute David auf.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p>Lasst uns alle Eifersucht auf die anderen sofort ablegen und die anderen Geschwister aktiv lieben.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Saul &amp; Jonatan (Saul, der David hasste und Jonatan, der David liebte) \u201eAls David aufgeh\u00f6rt hatte, mit Saul zu reden, verband sich das Herz Jonatans mit dem Herzen Davids, und Jonatan gewann ihn lieb wie sein eigenes Herz.\u201d (1.Sam 18,1) David war ein unbekannter Junge in Israel gewesen. 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