{"id":10107,"date":"2021-05-09T11:00:27","date_gmt":"2021-05-09T09:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=10107"},"modified":"2022-11-18T12:19:02","modified_gmt":"2022-11-18T11:19:02","slug":"predigt-hebraeer-1123-28-sonderlektion-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-hebraeer-1123-28-sonderlektion-4\/","title":{"rendered":"Predigt: Hebr\u00e4er 11,23 &#8211; 28 (Sonderlektion 4)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/SL4-Hebr_11_23-28-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Der Glaube von Mose<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDurch Glauben weigerte sich Mose, als er gro\u00df geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu hei\u00dfen. Er zog es vor, mit dem Volk Gottes Bedr\u00e4ngnis zu erleiden, anstatt den verg\u00e4nglichen Genuss der S\u00fcnde zu haben, da er die Schmach des Christus f\u00fcr gr\u00f6\u00dferen Reichtum hielt als die Sch\u00e4tze, die in \u00c4gypten waren; denn er sah die Belohnung an. \u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Hebr\u00e4er 11,24-26)<\/p>\n<p>Heute wollen wir den Glauben von Moses Eltern und von Mose betrachten. Der Hebr\u00e4erbrief wurde f\u00fcr Juden geschrieben. F\u00fcr die Juden ist Mose von gro\u00dfer Bedeutung. Mose war ein gro\u00dfer Anf\u00fchrer Israels. Dar\u00fcber hinaus war er eine der wichtigsten Personen im Alten Testament, weil er den Bund Gottes f\u00fcr die Israeliten bekommen hat. Dadurch vermittelte er den Israeliten das Gesetz Gottes, damit sie Gottes Volk werden konnten. Der Verfasser wollte durch den heutigen Abschnitt lehren, wie Mose durch den Glauben gelebt hatte.<\/p>\n<p><strong>Teil 1: Der Glaube von Moses Eltern (Vers 23)<\/strong><br \/>\nKapitel 1 von 2. Moses beschrieb, in welcher Zeit Mose geboren wurde. Als Josef als Vertreter f\u00fcr den Pharao eingesetzt worden war, kamen Jakob und seine Familie nach \u00c4gypten. Gott hatte f\u00fcr die Israeliten den wunderbaren Plan, sie in \u00c4gypten zu einem gro\u00dfen Volk zu machen. Die Nachkommen Jakobs vermehrten sich, wie Gott wollte. Aber dann kam ein neuer K\u00f6nig, der Josef nicht kannte. Er hatte Angst davor, dass sich die Israeliten so schnell vermehrten und sich gegen die \u00c4gypter stellen k\u00f6nnten. Um sie zu unterdr\u00fccken, befahl er ihnen, harte Arbeit zu leisten. Obwohl die Israeliten unter dem Frondienst litten, war Gott bei ihnen, sodass sie sich vermehren konnten. Als die Unterdr\u00fcckung nicht gelang, befahl der Pharao, neugeborenen Jungs zu t\u00f6ten. Die Israeliten gerieten in die Gefahr, als Volk unterzugehen. Sie schienen keine Hoffnung mehr zu haben. In dieser dunklen Zeit wurde Mose geboren. Wie konnte Mose \u00fcberleben, obwohl er angesichts eines so traurigen Schicksals geboren wurde? Hier nun spielten die Eltern von Mose eine gro\u00dfe Rolle.<br \/>\nBetrachten wir den Vers 23: \u201eDurch den Glauben wurde Mose, als er geboren war, drei Monate verborgen von seinen Eltern, weil sie sahen, dass er ein sch\u00f6nes Kind war; und sie f\u00fcrchteten sich nicht vor des K\u00f6nigs Gebot.\u201c Dieser Vers sagt einfach, dass die Eltern von Mose durch den Glauben das Kind verbargen und sich drei Monate lang um das Kind k\u00fcmmerten. Eigentlich war es nicht leicht, so eine Entscheidung zu treffen. Wenn das Kind laut weinte, bestand die Gefahr, entdeckt zu werden. Jeden Tag mussten die Eltern unter dieser Gefahr leben und mussten besonders vorsichtig und sorgf\u00e4ltig auf das Kind aufpassen. Zudem konnten sie nicht nur auf das Kind aufzupassen, sondern sie mussten auch hart arbeiten, wie der K\u00f6nig es befohlen hatte. Wie konnten sie das Baby verstecken, obwohl sie dabei ihr Leben riskierten? Wir k\u00f6nnen von ihnen zwei wichtige Punkte lernen:<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\"><em>1. Moses Eltern hatte den Glauben an Gottes F\u00fcgung.<\/em> <\/span><br \/>\nSie dachten nicht daran, was f\u00fcr ein trauriges Schicksal sie hatten, sondern sahen das Kind aus Gottes Sicht. Sie sahen, dass Mose ein sch\u00f6nes Kind war. Als Eltern h\u00e4tten sie das Kind aus ihrem menschlichen Gef\u00fchl heraus besonders sch\u00f6n finden k\u00f6nnen. Aber hier geht es nicht um \u00e4u\u00dfere Sch\u00f6nheit, sondern um geistliche Sch\u00f6nheit. Sie glaubten, dass es doch eine Bedeutung hatte, dass Gott ihnen dieses Kind gerade in so einer dunklen Zeit gegeben hatte. Wie konnten sie solche geistlichen Augen haben? Sie m\u00fcssen die Geschichte von ihren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob geh\u00f6rt haben. Als sie mehrmals davon geh\u00f6rt hatten, dachten sie gr\u00fcndlich dar\u00fcber nach und erkannten, warum sie in \u00c4gypten waren. Sie glaubten an den Gott, der ihre Vorfahren nach \u00c4gypten gef\u00fchrt hatten, und warteten nun auf die Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfung, die Gott ihren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob gegeben hatte. Sie betrachten es nicht als eine vergangene Verhei\u00dfung ihrer Vorfahren oder als eine M\u00e4rchengeschichte an, sondern als die Verhei\u00dfung, die Gott ihnen gegeben hatte. Daher vertrauten sie auf Gott, der das Kind nach seinem Plan f\u00fchren w\u00fcrde.<br \/>\nWir m\u00fcssen uns auch pr\u00fcfen, ob wir die Bibel nur lesen, ohne uns gr\u00fcndliche Gedanken zu machen. Wenn man die Bibel einfach nur liest, kann sie wie eine M\u00e4rchengeschichte klingen und man kann die Gnade in Gottes Worten nicht f\u00fcr sich pers\u00f6nlich erkennen. Beim Lesen der Bibel muss uns klar werden, was Gott sagt, warum er es sagt und welche Bedeutung es in unserer Zeit und f\u00fcr uns pers\u00f6nlich hat. Ich hoffe und bete, dass wir \u00fcber die gelesenen Bibelabschnitte ausreichend nachdenken und dadurch Gott pers\u00f6nlich begegnen k\u00f6nnen.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\"><em>2. Sie f\u00fcrchteten sich nicht vor dem Befehl des K\u00f6nigs.<\/em><\/span><br \/>\nDer Pharao war damals der Weltherrscher und hatte absolute Macht. In heutiger Zeit k\u00f6nnen wir \u00c4gypten mit den USA vergleichen. Und der Pharao war nicht der Bundespr\u00e4sident, sondern der Diktator, der die Welt beherrscht. Mit einem Wort konnte er \u00fcber Leben und Tod entscheiden. Glaubt ihr wirklich, dass Moses Eltern keine Angst vor dem Pharao hatte? Ich glaube nicht. Sie f\u00fcrchteten sich sogar sehr vor dem Pharao und davor, dass ihr Kind entdeckt werden k\u00f6nnte. Wenn sie nur einen \u00e4gyptischen Soldaten auf der Stra\u00dfe sahen, machten sie sich Sorgen, ob er eine Hausdurchsuchung machen und das Kind finden w\u00fcrde. Wenn sie bei der Arbeit die Nachricht h\u00f6rten, dass die Soldaten wieder ein Kind in den Nil geworfen hatten, konnten sie innerlich nicht ruhig sein, wegen der Sorge um Mose. Aber warum sagt die Bibel dann, dass sie keine Furcht vor dem Pharao hatten, sondern ihre Furcht \u00fcberwanden? Der Verfasser sagt hier wiederum \u201edurch dem Glauben\u201c. Was hei\u00dft es dann hier, durch den Glauben zu leben? Durch den Glauben zu leben, bedeutet nicht, dass wir unsere Bestes geben, um unsere menschliche Furcht abzuschalten, sondern dass wir auf Gott schauen und beten, wenn wir Angst oder Furcht haben. Moses Eltern schauten jedes mal auf Gott, wenn sie Angst vor dem Pharao bekamen. Jedes Mal, wenn sie sich vor dem Gebot des Pharao f\u00fcrchteten, dann kamen sie immer zu Gott und beteten daf\u00fcr, dass Gott ihre Angst wegnimmt. Ich wei\u00df nicht, wie oft sie zu Gott beteten, aber wahrscheinlich war ihr Leben erf\u00fcllt vom Gebet ihre Furcht vor dem Gebot des Pharaos zu \u00fcberwinden.<br \/>\nIn Lukas 12,4-5 sagt Jesus: \u201eIch sage aber euch, meinen Freunden: F\u00fcrchtet euch nicht vor denen, die den Leib t\u00f6ten und danach nichts mehr tun k\u00f6nnen.&nbsp;Ich will euch aber zeigen, wen ihr f\u00fcrchten sollt: F\u00fcrchtet den, der, nachdem er get\u00f6tet hat, Macht hat, in die H\u00f6lle zu werfen. Ja, ich sage euch, den sollt ihr f\u00fcrchten.\u201c Moses Eltern f\u00fcrchteten sich mehr vor Gott als vor dem Gebot des Pharaos, weil Gott nicht nur zum Tod in der Welt, sondern auch zur ewigen Verdammnis verurteilen kann. Wir sollen wissen, dass der Pharao im Vergleich zu unserem Gott ganz klein ist. Deswegen sollen wir nicht auf den Pharao, sondern auf den m\u00e4chtigen Gott schauen, der bereit ist, uns aus der Not zu helfen.<br \/>\nDer Verfasser betonte in Vers 23 den Glauben von Moses Eltern. Sie hatten den Glauben an Gott und Gottesfurcht. Was sie gemacht haben, war nicht mehr, als dass sie ihr Kind drei Monate lang versteckt hielten, und sp\u00e4ter auf Mose im Palast aufgepasst haben. Aber in Gottes Augen war ihr Glaube doch kostbar. Gott segnete ihren Glauben, sodass Mose weiter am Leben bleiben und sogar der Sohn der Tochter des Pharaos werden konnte. Als Eltern h\u00e4tten sie einfach darauf hoffen k\u00f6nnen, dass Mose als Sohn der Tochter des Pharao ein gl\u00fcckliches Leben ohne Mangel f\u00fchren w\u00fcrde. Die Eltern wollen ihren Kindern das beste geben und sie gl\u00fccklich machen. Aber Moses Eltern lehrten ihn nicht, dass er allein gutes Essen und Luxus im Palast genie\u00dfen sollte, sondern sie halfen ihm geistlich, sodass er Gott pers\u00f6nlich kannte und auf Gott schaute. Was f\u00fcr uns wichtig ist, ist diese Lehre von Moses Eltern. Ich habe selber keine Kinder, aber Eltern sollen ihre Kinder lehren, wer Gott ist und wie gro\u00df der Sch\u00f6pfer Gott ist. Vielleicht k\u00f6nnen wir wegen fehlender F\u00e4higkeiten unseren Kindern nicht das Beste in der Welt anbieten. Aber wir haben doch das beste Angebot f\u00fcr ihr Leben, und zwar unseren Glauben an Gott. Ich hoffe, dass unsere Kinder Gott pers\u00f6nlich begegnen und lebenslang auf Gott schauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Teil 2: Moses Identit\u00e4t als Teil des Volkes Gottes und seine Wertanschauung (Verse 24 bis 26)<\/strong><br \/>\nSehen wir uns die Verse 24 und 25 an. \u201eDurch den Glauben wollte Mose, als er gro\u00df geworden war, nicht mehr als Sohn der Tochter des Pharao gelten, sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen misshandelt werden als eine Zeit lang den Genuss der S\u00fcnde haben\u201c. Obwohl Mose unter schicksalhaften Umst\u00e4nden geboren war, wurde er ein Sohn der Tochter des Pharao. Es ist sehr erstaunlich, dass ein Sklave, der eigentlich gleich nach der Geburt sterben musste, ein Prinz wurde. Das k\u00f6nnen wir uns nicht anders, als durch Gottes F\u00fchrung erkl\u00e4ren. Moses Leben \u00e4nderte sich um 180 Grad. Als Prinz konnte er verschiedene Vorteile und Privilegien der Welt genie\u00dfen. Welche Privilegien hatte er als der Sohn der Tochter des Pharaos?<br \/>\nIch m\u00f6chte dar\u00fcber nicht viel erz\u00e4hlen. Er konnte einfach alles genie\u00dfen und haben, was er wollte. Das beste Essen, die beste Lehrer von den weisesten Gelehrten in \u00c4gypten, beste Kleidung, beste Instrumente, Luxus im Palast, viele Diener in seiner Umgebung, Anerkennung der Menschen, viel Geld usw.<br \/>\nAls Mose gro\u00df geworden war, stand er vor der Entscheidung, ob er weiter als Prinz in \u00c4gypten leben oder mit dem Volk Gottes zusammen leiden sollte. Die Entscheidung, die Mose traf, war sehr beeindruckend. Mose gab alle die M\u00f6glichkeiten die er als Prinz in \u00c4gypten hatte auf und entschied sich, als Teil des Volkes Gottes zu leben. Es war f\u00fcr ihn bestimmt nicht leicht, all seinen Reichtum aufzugeben. Deswegen k\u00f6nnte hier vielleicht jemand fragen, ob er nicht sowohl als Prinz in \u00c4gypten als auch als Teil von Gottes Volk leben konnte. Er konnte nicht beides gleichzeitig sein, weil die beiden Lebensweisen ganz unterschiedlichen Charakter haben. Als Sohn der Tochter des Pharao geh\u00f6rte er zur \u201eWelt\u201c. Als Prinz konnte er ein herrliches und bequemes Leben in nach der Weise dieser Welt f\u00fchren. Er konnte die Lust genie\u00dfen, die die Welt bietet. Aber die Folgen eines solchen Lebens sind lauter Fr\u00fcchte der S\u00fcnde. Die weltliche Lust kann uns nur eine kurze Zeit zufriedenstellen. Danach gibt es nur ein Gef\u00fchl von Leere. Aber als Volk Gottes zu leben, ist vom Wesen her ganz anders. Als einer von Gottes Volk zu leben bedeutet, dass man zu Gott geh\u00f6rt, Gott liebt und nach Gottes Ehre sucht. Es ist ein Leben, in dem man sich selbst verleugnet und sein Kreuz auf sich nimmt. Es ist ein Leben mit Leiden und geistlichem Kampf gegen unsere s\u00fcndhaften Neigungen. Deswegen kann man nicht beides gleichzeitig haben. Anders gesagt kann niemand die Anforderungen der Welt und die der J\u00fcngerschaft Jesu gleichzeitig erf\u00fcllen.<br \/>\nJesus sagte auch in Matt\u00e4us 6,24 dazu: \u201eNiemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen h\u00e4ngen und den andern verachten. Ihr k\u00f6nnt nicht Gott dienen und dem Mammon.\u201c Nicht nur Mose, sondern viele Menschen stehen in einer solchen Situation in der sie eine Entscheidung treffen m\u00fcssen, ob sie weiter in der Welt oder als Teil von Gottes Volk leben wollen, ob sie f\u00fcr die weltliche Ehre oder f\u00fcr die Ehre Gottes leben. Wie konnte Mose alles aufgeben und sich f\u00fcr ein Leben nach dem Glauben entscheiden?<br \/>\nDer Vers 26 erkl\u00e4rt das. Dort hei\u00dft es: \u201eund hielt die Schmach Christi f\u00fcr gr\u00f6\u00dferen Reichtum als die Sch\u00e4tze \u00c4gyptens; denn er sah auf die Belohnung.\u201c Die Schmach bedeutet Leiden und Schande. Wenn jemand sagt: \u201eIch liebe die Schmach mehr als die Sch\u00e4tze\u201c, dann ist er normalerweise psychisch krank. Aber wenn man sagt: \u201eIch liebe die Schmach Christi und die himmlische Belohnung mehr als die Sch\u00e4tze in der Welt\u201c, dann muss man \u00fcberlegen, was noch wertvoller ist. Mose hielt die himmlische Belohnung f\u00fcr wertvoller als alle Sch\u00e4tze \u00c4gyptens. Der Verfasser setzte Moses Leiden in Bezug zu der Schmach Jesu Christi. Jesus hat selbst sehr viel gelitten und ist den Leidensweg gegangen. Obwohl Mose vor Jesus gelebt hat, hat er im geistlichen Sinn an seinem Leiden teilgenommen. Moses Leben war auch hart und beinhaltete viel Leiden. Dem Volk Israel zu dienen, war eine schwere Aufgabe. Die Israeliten waren geistlich faul und murrten immer wieder gegen Mose und Gott. Wenn sie vor Schwierigkeiten standen, wollten sie Mose mehr als einmal steinigen. H\u00e4ufig behaupteten sie, dass sie in \u00c4gypten gut gelebt h\u00e4tten und wieder zur\u00fcck nach \u00c4gypten ziehen wollten. Eigentlich waren sie nur Sklaven in \u00c4gypten und lebten unter der Unterdr\u00fcckung durch den Pharao. Sie wurden so schnell undankbar und verga\u00dfen die Wunder Gottes angesichts neuer Probleme. Statt auf Gott zu schauen und um die Hilfe Gottes zu bitten, murrten sie immer wieder. Manchmal wurde Mose ersch\u00f6pft, wenn er auf das Volk Israel schaute, und beklagte sich vor Gott, dass er \u00fcberfordert war und lieber sterben wollte. Aber er schaute immer wieder erneut auf Gott, der die himmlische Belohnung schenkt, mit der nichts, was die Welt anbieten kann, auch nur vergleichbar ist. Mose hoffte auf die himmlische Belohnung und erduldete alle Leiden und Schmerzen. Mose litt nicht f\u00fcr sich selbst, sondern f\u00fcr das Volk Gottes. Mose half \u00fcber zwei Millionen Menschen geistlich, damit sie vor Gott leben und dem Wort Gottes gehorchen konnten. Wir sollen auch vergleichen und \u00fcberlegen, was wertvoller ist, die himmlische Belohnung oder die Sch\u00e4tze in der Welt? Der wichtigste Ma\u00dfstab f\u00fcr den Wert einer Sache ist die Best\u00e4ndigkeit. Die G\u00fcter dieser Welt kann man nur sein Leben lang genie\u00dfen. Nach dem Tod sind diese Sch\u00e4tze, die zur\u00fcck gelassen sind, einfach bedeutungslos. Im Gegensatz dazu ist die Best\u00e4ndigkeit der himmlische Belohnung ewig. Deswegen nahm Mose alle damit verbunden Leiden und Schmerzen auf sich, weil er wusste, dass die Leiden nicht lange dauern und die Herrlichkeit der himmlische Belohnung ewig besteht.<\/p>\n<p>Teil 3: Moses Werke durch den Glauben.<br \/>\nDie Verse 27 und 28 sagen uns, was Mose gemacht hat, nachdem er seine Glaubensentscheidung getroffen hatte: \u201eDurch den Glauben verlie\u00df er \u00c4gypten und f\u00fcrchtete nicht den Zorn des K\u00f6nigs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als s\u00e4he er ihn. Durch den Glauben hielt er das Passa und das Besprengen mit Blut, damit der Verderber ihre Erstgeburten nicht anr\u00fchre.\u201c Hier k\u00f6nnen wir zwei Werke finden, die Mose aus dem Glauben tat.<br \/>\n1. Durch den Glauben verlie\u00df Mose \u00c4gypten. Nachdem er aus der W\u00fcste nach \u00c4gypten zur\u00fcckkam, trat er mutig vor den Pharao. Eigentlich war er geflohen, weil er sich vor dem Pharao gef\u00fcrchtet hatte. Aber als er Gott pers\u00f6nlich in der W\u00fcste begegnet war, wurde er ermutigt. Gott befahl Mose, dem Pharao das Wort Gottes zu verk\u00fcndigen, dass er das Volk Israel ziehen lassen sollte. Wie ich vorhin schon erw\u00e4hnt habe, war der Pharao damals der Weltherrscher. Wer ihm widerstand, konnte nicht lange am Leben bleiben. Mit einem einzigen Wort aus dem Mund des Pharao konnte er get\u00f6tet werden. Aber als Mose Gott erkannte und an Gott glaubte, konnte er dem Pharao mutig das Wort Gottes verk\u00fcndigen und das Volk schlie\u00dflich aus \u00c4gypten f\u00fchren. Wenn Mose auf die Macht und die Gr\u00f6\u00dfe des Pharaos geschaut h\u00e4tte, h\u00e4tte er das nicht tun k\u00f6nnen. Aber er schaute auf Gott, der allm\u00e4chtig ist und ihm beisteht. Als Mose auf den unsichtbaren Gott sah, sah er, wie klein der Pharao verglichen zu dem allm\u00e4chtigen Gott ist. Daraus f\u00fcrchtete sich Mose nicht vor Pharao, weil er nicht auf Pharao, sondern auf Gott schaute und so konnte er das Volk Israeliten aus \u00c4gypten herausf\u00fchren.<br \/>\n2. Durch den Glauben hielt er das Passa. Gott sagte zu Mose, dass er und die Israeliten das Passa halten sollten, damit die Plage mit dem Tod der Erstgeborenen sie nicht treffen w\u00fcrde. Um das Passa zu halten, mussten sie das Passalamm schlachten und das Blut des Lammes an die Pfosten ihrer T\u00fcr streichen. So wurde das Blut des unschuldigen Passalamms vergossen statt Menschenblut. Diese Passa symbolisiert Gottes Rettung aus seinem Gericht. Das Blut des Lammes symbolisiert das Blut Christi, das f\u00fcr unsere S\u00fcnde zu unserer Errettung vergossen wurde. Obwohl wir vor Gott ges\u00fcndigt haben, lie\u00df Gott alle unsere Schuld auf Jesus \u00fcbergehen, damit wir das ewige Leben erhalten k\u00f6nnen. Woran glauben wir eigentlich? Glauben wir an Gott, weil er uns die Kraft schenkt, sodass wir gro\u00dfe Werke in der Welt tun k\u00f6nnen? Ja, das stimmt teilweise. Aber der wichtigste Grund, warum wir an Gott glauben, ist es, dass Gott unser Sch\u00f6pfer und Retter ist und dass Gott uns das ewige Leben schenkt. Mose lehrte die Israeliten durch das Passa die Bedeutung des Blutes. Durch den Glauben konnte Mose sehen, welche Rettung er und die Israeliten erfahren konnten. Wenn Mose und die Israeliten nicht an das Wort geglaubt h\u00e4tten, h\u00e4tten sie mit den \u00c4gyptern das Gericht Gottes erfahren. Aber durch den Glauben konnten sie die rettende Hand Gottes erfahren.<br \/>\nHeute haben wir den Glauben von Mose kennen gelernt. Mose weigerte sich, als Sohn der Tochter des Pharao zu leben. Er wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen leiden, als die Lust der S\u00fcnde zu genie\u00dfen. Durch den Glauben hat Mose an der Schmach Jesu Christi teilgenommen und das Passa gehalten. Was wollte der Verfasser durch diese Geschichte erz\u00e4hlen? Er wollte durch die Geschichte von Mose und seinen Eltern die Christen ermutigen, auf Gott zu schauen. Die Judenchristen erfuhren damals Verfolgung und Leiden. Obwohl sie am Anfang alles durch den Glauben angenommen und erduldet hatten, hatten sie nun Zweifel. Was sie brauchten, war, dass sie auf den unsichtbaren Gott sehen und unter der Wirklichkeit Gottes leben. Wie Moses Eltern wegen ihres Glaubens an Gott ihr Leben riskiert haben, wie Mose alle Lust und Privileg der Welt aufgegeben hat, um als Gottes Volk zu leben, sollen auch wir durch den Glauben leben, obwohl es vielleicht Schwierigkeiten und Leiden bedeutet. Aber wenn wir wirlich mit dem Glauben leben, wirkt Gott unter uns und schenkt uns innere Freude und die himmlische Belohnung. \u00c4u\u00dferlich k\u00f6nnen wir viele Leiden haben. Aber es dauert nicht lange und das Ende des Leidens kommt. Ich bete daf\u00fcr, dass wir uns nicht auf die irdische Welt fixieren, sondern auf Gott schauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der Glaube von Mose \u201eDurch Glauben weigerte sich Mose, als er gro\u00df geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu hei\u00dfen. 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