{"id":10089,"date":"2021-04-25T11:00:36","date_gmt":"2021-04-25T09:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=10089"},"modified":"2022-11-18T12:19:03","modified_gmt":"2022-11-18T11:19:03","slug":"predigt-hebraeer-111-7-sonderlektion-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-hebraeer-111-7-sonderlektion-2\/","title":{"rendered":"Predigt: Hebr\u00e4er 11,1 &#8211; 7 (Sonderlektion 2)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/SL2-Hebr_11_01-07_P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Der Glaube, durch den wir Gott gefallen<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eAber ohne Glauben ist\u2019s unm\u00f6glich, Gott zu gefallen. Denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Hebr\u00e4er 11,6)<\/p>\n<p>Unser heutiger Text hat ein klares Thema: den Glauben. Er beginnt mit einer Definition des Glaubens und erkl\u00e4rt im Vers 6, warum der Glaube f\u00fcr jeden Menschen notwendig ist und was der Glaube mindestens beinhalten muss. Dadurch wollte der Verfasser die Empf\u00e4nger, die angesichts neuer Verfolgungen in Gefahr waren, ihren Glauben an das Evangelium wegzuwerfen, zum Glauben ermutigen. Und weil der Glaube so wichtig ist, belie\u00df er es nicht bei einer abstrakten Erkl\u00e4rung, sondern veranschaulichte an konkreten Beispielen, wie sich der Glaube im Leben von verschiedenen Glaubensvorfahren gezeigt hat. Davon wollen wir die ersten drei Beispiele betrachten, n\u00e4mlich den Glauben von Abel, von Henoch und von Noah. Wir wollen dabei nicht einfach unser altes Verst\u00e4ndnis auffrischen, sondern die Bedeutung f\u00fcr die urspr\u00fcnglichen Empf\u00e4nger verstehen und aus dieser Perspektive neu begreifen, was der Glaube ist, und selbst zum Glauben ermutigt werden. Gott helfe uns bei dem wichtigsten Anliegen: beim Glauben!<\/p>\n<p><strong>Teil 1: Es ist aber der Glaube &#8230; (1-3)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir den Vers 1: \u201eEs ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.\u201c Hier zeigen die Begriffe \u201ewas man hofft\u201c und \u201ewas man nicht sieht\u201c, dass der Glaube sich auf etwas bezieht, was wir nicht sehen, n\u00e4mlich auf den unsichtbaren Gott und seine Verhei\u00dfungen, von denen sich viele erst in der Zukunft erf\u00fcllen werden.<\/p>\n<p>Damit wir wirklich verstehen k\u00f6nnen, was der Verfasser hier sagen wollte, wollen wir uns nochmals die Situation der Empf\u00e4nger vor Augen f\u00fchren. Wie wir letzten Sonntag geh\u00f6rt haben, hatten diese Juden-Christen schwere Verfolgungen erduldet, die der Verfasser \u201eeinen gro\u00dfen Kampf des Leidens\u201c nannte (10,32-39). Als der r\u00f6mische Kaiser zur Verfolgung der Christen aufrief, fingen \u00fcberall die Leute an, die Christen zu bedr\u00e4ngen und \u00f6ffentlich zur Schau zu stellen. Ihre Nachbarn drangen sogar in ihre H\u00e4user und raubten ihre G\u00fcter und brachten einige von ihnen ins Gef\u00e4ngnis. Aber die Empf\u00e4nger hatten alle Leiden in vorbildlicher Weise durch den Glauben ertragen. Sie hatten sogar den Raub ihrer G\u00fcter mit Freude erduldet, weil sie wussten, dass sie im Himmel eine \u201ebessere und bleibende Habe\u201c haben.<\/p>\n<p>Aber diese Glaubenshaltung hatten sie inzwischen offensichtlich verloren. Die Tatsache, dass der Verfasser sie im Kapitel 10 wiederholt zum Vertrauen auf Gott ermahnt, zeigt, dass sie geistlich m\u00fcde geworden waren. Angesichts neuer Verfolgungen waren sie nicht bereit, diese Leiden nochmals auf sich zu nehmen. Wenn sie auch nur daran dachten, hatten sie bereits keine Kraft. Auf diese Weise hatten sie sich in ihre Situation verwickelt. Statt auf die geistliche Wirklichkeit zu schauen und auf Gott und seine Verhei\u00dfungen zu vertrauen, machten sie sich viele menschliche Gedanken und litten unter Sorgen und Zweifeln. Mit dieser Haltung aber waren sie in Gefahr, in der Not vom Glauben abzufallen und den Segen Gottes zu verlieren. Der Verfasser half ihnen, indem er sie zum einen daran erinnerte, wie sie fr\u00fcher durch den Glauben alles erduldet hatten. Zum anderen ermahnte er sie eindringlich: \u201eWerft euer Vertrauen nicht weg, welches eine gro\u00dfe Belohnung hat. Geduld aber habt ihr n\u00f6tig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verhei\u00dfene empfangt. Denn nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben. Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zur\u00fcckweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm\u201c (10,35-38). Sie sollten ihren Glauben an das Evangelium erneuern, damit sie auch weiterhin Gottes Willen tun und das von ihm verhei\u00dfene ewige Leben empfangen. Die Ermahnung des Verfassers war sehr stark. Aber angesichts ihrer bedrohlichen Lage wollte er noch mehr f\u00fcr sie tun. Wie ermutigte er sie noch zum Glauben?<\/p>\n<p>Betrachten wir nochmals den Vers 1: \u201eEs ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.\u201c Das griechische Wort, das Luther mit \u201efeste Zuversicht\u201c \u00fcbersetzt, hei\u00dft \u201eHypostasis\u201c und bedeutet w\u00f6rtlich \u201edarunter stehen\u201c. Die Elberfelder Bibel \u00fcbersetzt es mit \u201eWirklichkeit\u201c (Anmerkung: oder \u201eGrundlage\u201c). Der Glaube bedeutet demnach, dass man sich unter die Wirklichkeit stellt, auf die man hofft; das hei\u00dft, dass man Gott und sein Wort als Wirklichkeit achtet und sich mit seinem Denken und Leben darunter stellt. In diesem Sinn ist der Glaube eine \u201efeste Zuversicht\u201c; nur sollen wir bei diesem Wort nicht denken, dass es vor allem um ein Gef\u00fchl der Zuversicht ginge. Beim Glauben geht es nicht in erster Linie um unser Gef\u00fchl, sondern darum, dass wir uns mit unserem ganzen Denken und Leben unter die Wirklichkeit Gottes stellen und dadurch unser Leben auf die einzige feste Grundlage bauen, die existiert.<\/p>\n<p>Das griechische Wort f\u00fcr \u201eNichtzweifeln\u201c hei\u00dft \u201eelenchos\u201c (von dem Verb elencho, beweisen oder \u00fcberzeugen). In der Elberfelder Bibel wird es mit \u201e\u00fcberzeugt sein\u201c wiedergegeben und dem Hinweis, dass es auch \u201eBeweisf\u00fchrung\u201c oder \u201e\u00fcberf\u00fchrt sein\u201c hei\u00dfen kann; die King James Version \u00fcbersetzt es als \u201eevidence\u201c, also Beweis. Damit wird noch klarer, dass der Glaube nicht in erster Linie mit Gef\u00fchlen zu tun hat. Der Glaube ist ein \u00dcberzeugtsein von der Wirklichkeit, auch wenn man sie nicht sieht. Jemand wird von etwas \u00fcberzeugt, wenn es ausreichende Zeugnisse daf\u00fcr gibt. Zeugnisse spielen bis heute eine wichtige Rolle. Angenommen, wir w\u00e4ren im Ausland und uns w\u00e4re das Geld ausgegangen, wir h\u00e4tten Hunger und w\u00fcssten nicht, wie wir morgen etwas zu essen bekommen k\u00f6nnen. Und wir lesen auf einem neuen Kontoauszug, dass uns jemand tausend Euro auf unser Bankkonto \u00fcberwiesen hat, wie w\u00fcrden wir reagieren? Wir w\u00e4ren sicher erleichtert und w\u00fcrden uns freuen oder? Aber warum? Weil wir fest davon ausgehen, dass die 1000 Euro, die auf dem Kontoauszug angegeben sind, tats\u00e4chlich auf unserem Konto und f\u00fcr uns verf\u00fcgbar sind, obwohl wir keinen einzigen Euro davon gesehen haben. Zeugnisse sind so wichtig! Der Glaube bedeutet nicht, dass man etwas grundlos annimmt. Der Glaube ist ein \u00dcberzeugtsein von der geistlichen Wirklichkeit, die man nicht sieht, f\u00fcr die es aber glaub-w\u00fcrdige Zeugnisse gibt.<\/p>\n<p>Was bedeutete das f\u00fcr die Empf\u00e4nger? Der Vers 1 zeigt, dass der Verfasser die Verfolgungen nicht f\u00fcr ihr eigentliches Problem hielt. Ihr Problem war vielmehr ihre geistliche Haltung, dass sie nicht mehr unter der Wirklichkeit standen. In ihrem Denken gingen sie nicht mehr konsequent von Gottes Macht, seiner Liebe in Jesus und seiner Verhei\u00dfung des Lebens aus, sondern sie betrachteten ihre Situation losgel\u00f6st davon. So verwickelten sie sich in ihre Situation und in viele berechnende Gedanen, Sorgen und \u00c4ngste. Das war aus der Sicht des Verfassers ihr eigentliches Problem, und das war wirklich gef\u00e4hrlich. Weil sie ihr Denken nicht mehr unter die geistliche Wirklichkeit stellten, wurden sie innerlich schwach und verloren schon den Mut, bevor die Verfolgung \u00fcberhaupt anfing. Deshalb ermutigt der Verfasser sie dazu, sich wieder unter die Wirklichkeit zu stellen und davon konsequent auszugehen, anstatt von ihrer jeweiligen Situation abh\u00e4ngig zu sein. Wenn sie sich weiter nur mit ihrer Situation besch\u00e4ftigen w\u00fcrden, w\u00fcrden sie sich immer weiter darin verstricken und immer hilfloser werden. Wenn sie sich bewusst wieder unter die geistliche Wirklichkeit stellen w\u00fcrden, w\u00fcrden sie eine richtige Sichtweise, neuen Mut und Kraft bekommen, mit der sie alle Herausforderungen \u00fcberwinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft das f\u00fcr uns? Wir haben in Deutschland noch keine Verfolgungen zu bef\u00fcrchten. Aber wir haben nat\u00fcrlich auch Probleme in unserem Leben, die uns verleiten k\u00f6nnen, uns nicht mehr unter die geistliche Wirklichkeit zu stellen. Zum Beispiel ernste Probleme in der Schule, im Studium oder am Arbeitsplatz oder wegen Arbeitslosigkeit. Als Eltern leiden wir vielleicht wegen der Probleme unserer Kinder; als Hirten wegen der Probleme unserer Bibelsch\u00fcler. Viele haben innere Probleme, geistliche Probleme, Probleme mit S\u00fcnde, die sie nicht \u00fcberwinden k\u00f6nnen, oder leiden wegen der Probleme anderer usw. Es gibt so viele Probleme, die uns zu schaffen machen k\u00f6nnen. Aber was immer auch die Probleme sind, es ist wichtig, dass wir uns nicht darin verwickeln, sondern uns weiter unter die geistliche Wirklichkeit stellen und in unserem Denken, Reden und Tun bewusst davon ausgehen, dass Gott lebt und uns unendlich liebt und seine Verhei\u00dfungen an uns sicher erf\u00fcllen wird. Dann k\u00f6nnen wir auch in schweren Problemen den Frieden Gottes im Herzen behalten und neuen Mut und Kraft empfangen, um nach Gottes Willen zu handeln. Wenn wir dagegen nicht mehr unter der Wirklichkeit stehen und uns nur mit unserer Situation bzw. den Problemen besch\u00e4ftigen, fangen wir schnell an, Dinge falsch wahrzunehmen: selbst kleine Probleme k\u00f6nnen uns dann ganz gro\u00df erscheinen; Gottes Kraft und seine Liebe k\u00f6nnen uns zu klein erscheinen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns immer wieder neu unter die geistliche Wirklichkeit stellen, Gottes Macht und seinen Liebe zu uns wahrnehmen und uns selbst und die anderen unter dieser Wirklichkeit sehen.<\/p>\n<p>Ob wir mit unserem Denken unter der Wirklichkeit stehen oder uns (zum Teil) von der Situation beherrschen lassen, spielt in unserem Leben eine entscheidende Rolle. Dass Gott lebt, ist Wirklichkeit. Dass er uns in Jesus bedingungslos liebt und seine Verhei\u00dfungen in der Bibel an uns erf\u00fcllen will, ist Wirklichkeit. Seine Liebe ist jeden Tag neu f\u00fcr uns da, so wie die Sonne jeden Tag scheint und Licht und W\u00e4rme spendet. Aber wenn wir nicht hinausgehen und uns der Sonne aussetzen, sondern in unserem dunklen Zimmer bleiben, nutzt sie uns nichts. Es ist gesund, dass wir jeden Tag an die Sonne gehen und Vitamin D \u201atanken\u2018, gerade im Lockdown. Aber noch wichtiger ist es, dass wir im geistlichen Sinn jeden Tag an die Sonne gehen und durch Jesu Wort sein heilsames Licht auf uns wirken lassen, bis es uns von unseren verkehrten Gedanken befreit und wir uns selbst und die anderen in Jesu Licht sehen k\u00f6nnen. Wenn wir das nicht tun, verstricken wir uns schnell in unsere Situation und werden m\u00fcde und matt. Ein junger Mensch ringt seit l\u00e4ngerem ernsthaft um den Glauben an Gott; aber er verstrickt sich immer wieder in zweifelnde Gedanken und kann sie nicht \u00fcberwinden, obwohl er darunter leidet. Unter dem Licht von Vers 1, dass der Glaube eine Wirklichkeit ist, ist das Problem, dass er sich nicht richtig unter die geistliche Wirklichkeit stellt. Dieses Wort l\u00e4dt dazu ein, sich unter die Wirklichkeit zu stellen, sich seinem Licht auszusetzen, in dem wir Jesu Worte h\u00f6ren, bis sie in uns wirken und uns Gottes Liebe zu uns und seinen guten Willen f\u00fcr uns erkennen lassen und uns von Zweifeln und allen dunklen Flecken in uns befreien. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, sich unter die geistliche Wirklichkeit zu stellen und durch Jesu Wort sein Licht in sich scheinen zu lassen, bis wir von seiner Gnade und Wahrheit ganz durchdrungen werden und in seinem Licht leben k\u00f6nnen. Das ist der Sinn des Glaubens.<\/p>\n<p>Woher k\u00f6nnen wir aber sicher sein, dass derartiger Glaube an Gott wirklich richtig ist? Betrachten wir den Vers 2: \u201eIn diesem Glauben haben die Alten Gottes Zeugnis empfangen.\u201c Hier bezieht sich \u201edie Alten\u201c auf die vielen M\u00e4nner und Frauen im Alten Testament, die in vorbildlicher Weise im Glauben gelebt und dadurch Gottes Anerkennung empfangen haben. Sie habeen in unterschiedlichen Zeiten gelebt und auf verschiedene Weise ihren Glauben zum Ausdruck gebracht. Aber gemeinsam ist, dass Gott ihr Leben im Glauben anerkannt und damit best\u00e4tigt hat, dass ihr Glaube richtig war. Wir werden im zweiten Teil der Predigt auf die ersten drei dieser Glaubenshelden eingehen.<\/p>\n<p>Was passiert, wenn wir uns unter die geistliche Wirklichkeit stellen? Der Vers 3 sagt: \u201eDurch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.\u201c Wenn wir uns unter die Wirklichkeit stellen, k\u00f6nnen wir die Wirklichkeit mehr und mehr erkennen, anders gesagt k\u00f6nnen wir Gott erkennen. Gott hat sich vor allem durch die Sch\u00f6pfung gezeigt. Das griechische Wort f\u00fcr \u201eWelt\u201c hier (tous aionas) hei\u00dft w\u00f6rtlich \u201edie Zeitalter\u201c und kann Welt oder Universum bedeuten. Wenn wir Menschen, Tiere oder nachts den Sternenhimmel betrachten, fragen wir uns, wie sie entstanden sind und welche Bedeutung ihre Existenz hat. Niemand kann die wahre Antwort auf diese Fragen von sich aus erkennen. Wenn wir \u00fcber die Welt nachdenken, ohne unter Gottes Wirklichkeit zu stehen, bleibt sie f\u00fcr uns letztlich ein R\u00e4tsel. Auch wenn Menschen f\u00fcr die Entstehung der Welt eine Erkl\u00e4rung geliefert haben, k\u00f6nnen sie die Fragen nach dem eigentlichen Ursprung und nach dem Sinn nicht beantworten. Das Leben eines Menschen ist dann wie ein Komet, der eine kurze Zeit am Himmel aufleuchtet und dann f\u00fcr immer in der Dunkelheit verschwindet. Aber wenn wir uns unter die Wirklichkeit Gottes stellen, erkennen wir den eigentlichen Ursprung, n\u00e4mlich dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist. Durch diese Erkenntnis k\u00f6nnen wir vieles Weitere \u00fcber Gott erkennen. Wir erkennen z.B. dass Gott gut ist und deshalb eine gute Welt voller Licht und Leben schuf. Wir erkennen, dass Gott alles zu seine Ehre geschaffen hat und k\u00f6nnen dadurch den Sinn unseres Lebens finden und das Ziel, das wir erreichen sollen. Wenn wir erkennen, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, erkennen wir, was f\u00fcr eine gewaltige Sch\u00f6pfungskraft Gottes Wort in sich hat, sodass wir mit gro\u00dfem Interesse und Ehrfurcht darauf h\u00f6ren wollen. Gott m\u00f6ge uns helfen, uns richtig unter Gottes Wirklichkeit zu stellen und Gott neu zu erkennen!<\/p>\n<p><strong>Teil 2: Der Glaube von Abel, Henoch und Noah (4-6)<\/strong><\/p>\n<p>Mit welchem konkreten Beispiel hat der Verfasser die Bedeutung des Glaubens gezeigt? Betrachten wir zun\u00e4chst den Vers 4: \u201eDurch den Glauben hat Abel Gott ein besseres Opfer dargebracht als Kain; durch den Glauben wurde ihm bezeugt, dass er gerecht sei, da Gott selbst es \u00fcber seinen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch, obwohl er gestorben ist.\u201c Der erste Mensch mit beispielhaftem Glauben war Abel. In Genesis Kap. 4 lesen wir, dass Kain und Abel Gott Opfer brachten. Gott sah Abel und sein Opfer gn\u00e4dig an, aber Kain und sein Opfer sah er nicht nicht gn\u00e4dig an. Manche wundern sich, warum Gott Abel und sein Opfer annahm, aber Kain und sein Opfer nicht. Unser Vers antwortet klar, dass Abels Opfer deshalb besser war als Kains, weil Abel sein Opfer durch den Glauben darbrachte. Was bedeutet das? Abel opferte, indem er sich unter die Wirklichkeit Gottes stellte. F\u00fcr ihn war Gott nicht nur eine theoretische Gr\u00f6\u00dfe, sondern ganz real da. Er erkannte Gott wirklich als den Sch\u00f6pfer an und lebte vor ihm in dem Bewusstsein, dass Gott heilig ist er selbst ein S\u00fcnder, der Gottes Gnade braucht. In diesem Bewusstsein brachte Abel Gott sein Opfer. Deswegen opferte er Gott von den besten Tieren, die er hatte, weil er Gott als Gott anerkannte und wirklich seine Gnade erlangen wollte. Kain dagegen brachte sein Opfer offensichtlich ohne diese Haltung. Er opferte vermutlich eher deshalb, weil er es von seinen Eltern so gelernt hatte, vielleicht weil er ihnen gefallen wollte, oder weil er sich dachte, dass es ja nichts schaden kann, ab und zu auch etwas zu opfern. Gott bezeugte in sichtbarer Weise, dass er Abel und sein Opfer annahm, aber Kains nicht.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir hier lernen? Nach Vers 4 war Abel der erste Mensch, den Gott als gerecht erachtete; Gott bezeugte es sichtbar \u00fcber seinem Opfer. Aber Abels Gerechtigkeit kam nicht durch sein Opfer, sondern durch seinen Glauben. Weil Abel glaubte, das hei\u00dft sich unter die Wirklichkeit Gottes stellte, war er f\u00fcr Gott in Ordnung; und weil er mit einem dementsprechendem Bewusstsein Gott opferte, war sein Opfer besser als das von Kain. Andererseits zeigt der Fall von Kain, dass Gott unsere Opfer nicht gefallen, wenn sie ohne Glauben gebracht werden. Der Glaube ist also entscheidend, ob wir Gott gefallen oder nicht.<\/p>\n<p>Dieser Glaube bringt im Leben hier nicht unbedingt nur Vorteile. Abel wurde deswegen sogar von seinem neidischen Bruder umgebracht. Aber unser Vers macht klar, dass das nicht das Entscheidende war und dass Abels Leben deshalb nicht gescheitert ist. Denn Abel hat durch seinen Glauben die Gerechtigkeit vor Gott erlangt und kann ewig bei Gott leben. Dar\u00fcber hinaus redet Abel noch, obwohl er gestorben ist. Sein Leben im Glauben an Gott ist wie eine Predigt, die bis heute noch erklingt.<\/p>\n<p>Dies war f\u00fcr die Empf\u00e4nger, denen neue Verfolgungen bevorstanden, wichtig. Sie m\u00fcssen sich davor gef\u00fcrchtet haben, wieder ihre G\u00fcter oder vielleicht sogar ihr Leben zu verlieren. Aber sie brauchten sich nicht zu f\u00fcrchten. Sie sollten sich nicht berechnen, welche Vor- und Nachteile ihnen der Glaube in der Welt bringt. Wenn sie weiter unter der Wirklichkeit stehen w\u00fcrden, w\u00fcrden sie Gottes Anerkennung und das ewige Leben in seinem herrlichen Reich erlangen, und ihr Leben im Glauben auch nach ihrem Tod zu den Menschen reden. DAs gilt auch f\u00fcr uns. Wenn wir uns konsequent unter die Wirklichkeit stellen, werden auch wir das Ziel unseres Lebens erreichen. Au\u00dferdem macht der Glaube auch unser Leben hier auf der Erde \u00fcber den Tod hinaus bedeutsam.<\/p>\n<p>Was ist das zweite Beispiel, mit dem der Verfasser den Glauben veranschaulicht? Betrachten wir den Vers 5: \u201eDurch den Glauben wurde Henoch entr\u00fcckt, dass er den Tod nicht sehe, und wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entr\u00fcckt hatte; denn vor seiner Entr\u00fcckung ist ihm bezeugt worden, dass er Gott gefallen habe.\u201c Henoch war einer der Nachfahren von Adams drittem Sohn Set. Die Stelle in 1. Mose 5,21-24 sagt \u00fcber zweimal, dass Henoch mit Gott wandelte. Mit Gott zu wandeln, besagt, dass Henoch mit Gott zusammen lebte, dass er sein t\u00e4glich in der Gemeinschaft mit Gott f\u00fchrte. Das zeigt, dass auch Henoch sich unter die Wirklichkeit gestellt und darunter gelebt hat. Er erkannte, dass Gott immer da ist, und f\u00fchrte sein Leben in diesem Bewusstsein in Gemeinschaft mit Gott. Der Begriff \u201ewandeln\u201c dr\u00fcckt aus, dass Henoch nicht nur zu bestimmten Zeiten Gott suchte oder nur phasenweise, zum Beispiel wenn er gerade Probleme hatte, sondern dass er von morgens bis abends Tag f\u00fcr Tag best\u00e4ndig in Gemeinschaft mit Gott lebte. Dass er das von sich aus tat, zeigt, dass die Gemeinschaft mit Gott ihm offensichtlich Freude machte. Dass Henoch Gott so ernst nahm und st\u00e4ndig in der Gemeinschaft mit ihm lebte, machte gefiel offenbar auch Gott so gut, dass Gott ihn entr\u00fcckte, damit er den Tod nicht erfahren musste. Gott schenkte ihm damit ein riesiges Privileg, das nach Henoch sp\u00e4ter nur noch der Prophet Elia bekam. Was lernen wir hier \u00fcber den Glauben? Glaube bedeutet, die Wirklichkeit Gottes richtig anzuerkennen und in der Gemeinschaft mit ihm zu leben und sich daran zu erfreuen. Es ist wichtig, dass wir uns klarmachen, dass Henoch nicht entr\u00fcckt wurde, weil er bestimmte Werke f\u00fcr Gott tat, sondern weil er die Wirklichkeit anerkannte und sein Leben in der Gemeinschaft mit Gott f\u00fchrte. Das hat Gott gefallen.<\/p>\n<p>Betrachten wir den Vers 6: \u201eAber ohne Glauben ist&#8217;s unm\u00f6glich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.\u201c Dieser Vers ist wie ein Einschub in der Aufz\u00e4hlung der Glaubenshelden. Bevor der Verfasser mit dem n\u00e4chsten Glaubenshelden fortf\u00e4hrt, will er ganz klar machen, dass der Glaube wirklich entscheidend ist. Deshalb sagte er, dass es ohne Glauben unm\u00f6glich ist, Gott zu gefallen. Damit wir Gottes Anerkennung erlangen k\u00f6nnen, ist es unbedingt n\u00f6tig, dass wir uns richtig unter die Wirklichkeit stellen \u2013 glauben.<\/p>\n<p>Der Vers definiert auch, was der minimale Glaube ist, der n\u00f6tig ist, um zu Gott kommen zu k\u00f6nnen. Wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass Gott er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt. Zu Gott zu kommen, ist nicht schwer. Es erfordert nur, zwei elementare Punkte der Wirklichkeit anzuerkennen, n\u00e4mlich dass Gott existiert und dass er denjenigen, die ihn suchen, eine Belohnung gibt. Das ist die einzige Anforderung. Obwohl Gott heilig ist, m\u00fcssen wir nicht unser Versagen und unsere Schuld kompensieren, die wir seit unserer Geburt auf uns geladen haben \u2013 das k\u00f6nnten wir nicht. Wir m\u00fcssen uns auch nicht zu guten Menschen machen, die ab jetzt gut leben \u2013 auch das k\u00f6nnen wir nicht. Wir m\u00fcssen nicht einmal bestimmte Werke oder ein gewisses Opfer erbringen; das erforderliche Opfer hat Gott schon selbst mit Jesus erbracht. Wer zu Gott kommen will, der muss nur eines, und hier sagt die Bibel nicht \u201esoll\u201c, sondern \u201emuss\u201c: er muss die Wirklichkeit anerkennen, dass Gott existiert und dass er die, die ihn suchen, etwas Gutes gibt. Das nicht anzuerkennen, bedeutet eine krasse L\u00fcge. Gott verlangt also wirklich nicht viel von uns, sondern nur dass wir uns von den schlimmsten L\u00fcgen, die es gibt, willentlich distanzieren, n\u00e4mlich der L\u00fcge, dass Gott gar nicht existieren w\u00fcrde, und der L\u00fcge, dass Gott gleichg\u00fcltig oder b\u00f6se w\u00e4re und denen, die ihn suchen, keine Belohnung geben w\u00fcrde. Das sind die beiden schlimmsten L\u00fcgen, die \u00fcbelsten Verleumdungen \u00fcber Gott. Gott lebt und Gott ist gut und gibt denen, die ihn suchen, nat\u00fcrlich eine Belohnung \u2013 das ist seine Natur. Wenn wir zu Gott kommen wollen, verlangt er von uns nur, dass wir uns von diesen beiden schlimmsten L\u00fcgen distanzieren. Dieser primitive Glaube, dass Gott existiert und dass er gut ist und nicht b\u00f6se, reicht aus. So einfach macht Gott es uns, zu ihm zu kommen. Wer dazu nicht bereit ist, kann nicht zu Gott kommen, weil ihn seine eigene grundverkehrte Haltung Gott gegen\u00fcber daran hindert. Wie kann man zu Gott kommen, wenn man weiter den Gedanken festh\u00e4lt, dass Gott nicht existieren w\u00fcrde? Oder wenn man in dem Gedanken verharrt, dass Gott ncihts zu bieten h\u00e4tte oder uns nichts Gutes geben wollte? M\u00f6ge Gott denen, die noch nicht zu Gott gekommen sind, helfen, zu Gott zu kommen! Dazu m\u00fcssen sie nicht all ihre Zweifel \u00fcberwinden, das k\u00f6nnen sie gar nicht. Sie m\u00fcssen auch nicht alle ihre s\u00fcndigen W\u00fcnsche aus ihrem Herzen ausr\u00e4umen \u2013 auch das k\u00f6nnen sie erstmal nicht. Sie m\u00fcssen nur ihren Willen daf\u00fcr gebrauchen , um sich von den zwei b\u00f6sesten L\u00fcgen \u00fcber Gott zu distanzieren und die Wirklichkeit anerkennen, dass Gott existiert und dass er denen, die ihn suchen, nicht etwas Schlechtes, sondern etwas Gutes gibt \u2013 dass er ihnen ein Belohner ist, wie es im Urtext hei\u00dft. Mit diesem primitiven Glauben darf jeder zu Gott kommen, und Gott ist bereit, ihm zu begegnen, ihm zu helfen und ihn zu segnen. Diese eine Entscheidung kann jeder mit seinem Willen treffen.<\/p>\n<p>Betrachten wir auch das dritte und f\u00fcr heute letzte Beispiel f\u00fcr den Glauben. Der Vers 7 sagt: \u201eDurch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur Rettung seines Hauses, als er ein g\u00f6ttliches Wort empfing \u00fcber das, was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt.\u201c In diesem Vers wird der Glaube von Noah beschrieben. Noah lebte in einer Zeit, in der die Menschen durch die S\u00fcnde so verdorben waren, dass die Erde voller Frevel war, also voller Gewalt und Unmoral, und Gottes Gericht unausweichlich war. Aber Noah empfing in dieser Zeit von Gott ein Wort, in dem Gott ihm das Gericht \u00fcber alle Menschen und Tiere durch eine Flut ank\u00fcndigte und ihm befahl, ein riesiges Schiff zu bauen, durch das Noah und seine Familie gerettet werden sollten. Noah erachtete Gottes Wort als Wirklichkeit und stellte sich darunter, obwohl es so eine Flut noch nie gegeben hatte und obwohl auch weit und breit kein Anzeichen daf\u00fcr zu sehen war. Trotzdem stellte sich Noah unter Gottes Wort und gehorchte ihm und baute die Arche, was sicherlich Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauerte. Als er damit fertig war, stieg er mit seiner Familie und mit Vertretern von allen Tierarten hinein. Dann kam tats\u00e4chlich die Sintflut, wie Gott es angek\u00fcndigt hatte, und alle Menschen gingen unter. Aber Noah und seine Familie wurden in der Arche gerettet, wie Gott es gesagt hatte. Zuerst erkannte Noah Gottes Wort als Wirklichkeit an und handelte danach. Danach erlebte er, wie wahr Gottes Wort war.<\/p>\n<p>Dabei stellt der Vers 7 klar, dass Noah nicht deshalb gerettet wurde, weil er an sich ein besserer Mensch gewesen w\u00e4re als seine Zeitgenossen. Er betont, dass Noah durch den Glauben auf Gottes Wort reagierte. Als er Gottes Wort h\u00f6rte, stellte er sich unter diese Wirklichkeit und richtete sein ganzes Leben danach aus. Er ordnete seine Gedanken dem Wort unter und gehorchte ihm und baute die Arche genau so, wie Gott es ihm gesagt hatte. Noahs gehorsamer Glaube zeigt, dass der Glaube auch eine sehr praktische Seite hat. Gottes Wort zu glauben, bedeutet seine Aussagen und Zusagen f\u00fcr wahr zu halten, aber das bedeutet unweigerlich auch, danach zu handeln. Gott Wort verlangte von Noah nicht etwas, war er nicht h\u00e4tte machen k\u00f6nnen. Trotzdem war es f\u00fcr ihn sicher nicht leicht. Er musste daf\u00fcr wohl seine ganze Zeit und Kraft und all seinen Besitz aufwenden, um das riesige Schiff zu bauen. Er musste dazu seine eigenen Gedanken \u00fcberwinden und den s\u00fcndigen Stolz, der uns Menschen immer dazu verleiten will, mehr auf den eigenen Verstand und die eigene Erfahrung zu vertrauen als auf Gottes Wort. Das war f\u00fcr Noah vielleicht noch schwieriger als die praktische Arbeit. Au\u00dferdem musste er den Spott seiner Zeitgenossen \u00fcberwinden, die die Botschaft von Gottes Gericht und Noahs Archebau f\u00fcr l\u00e4cherlich hielten. Aber Noah lie\u00df sich nicht von seinem Stolz oder der Meinung anderer Menschen bestimmen, sondern stellte sich konsequent unter die Wirklichkeit; er h\u00f6rte auf Gottes Wort und handelte danach. Der Verfasser sagt ausdr\u00fccklich, dass Noah dadurch Gott geehrt. Durch Noahs gehorsamen Glauben wurde nicht nur er, sondern auch seine Frau, seine S\u00f6hne und seine Schwiegert\u00f6chter aus dem Gericht gerettet. Durch Noahs Glauben konnte Gott so auch seinen Plan erf\u00fcllen, die Menschheit trotz ihrer Verdorbenheit nicht auszul\u00f6schen. Noahs Beispiel zeigt uns anschaulich, dass wer sich unter die Wirklichkeit stellt und danach denkt und handelt, Gott ehrt. Es zeigt, dass wer Gottes Wort vertraut und danach handelt, gerettet wird und auch andere zur Rettung f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich nennt der Vers 7 noch einen anderen Aspekt von Noahs Glauben: Noah sprach durch seinen Glauben der Welt das Urteil. Was ist damit gemeint? Dadurch dass Noah mitten auf dem trockenen Land ein riesiges Schiff baute, verk\u00fcndigte er allen Menschen nah und fern das Kommen von Gottes Gericht und den Weg zur Rettung. Dass da jemand mitten auf dem Land ein riesiges Schiff baute, muss sich in Laufe der vielen Jahre \u00fcberall herumgesprochen haben. Noah konfrontierte so durch seine Glaubenstat die Welt mit Gottes Gericht und forderte die Menschen dazu auf, sich zu Gott zu bekehren und seine Rettung anzunehmen. In diesem Sinne sprach Noah der Welt das Urteil. Noah selbst erlangte durch sein Leben aus Glauben die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt. Noahs Leben bezeugt damit in anschaulicher Weise die Wahrheit, dass der Gerechte durch seinen Glauben leben wird.<\/p>\n<p>Viel sp\u00e4ter war die S\u00fcnde der Menschen wieder so schlimm, dass Gottes Gericht kommen m\u00fcsste. Aber statt eines Gerichts sandte Gott seinen Sohn. Jesus kam und predigte dem ganzen Volk: \u201eDie Zeit ist erf\u00fcllt und das Reich Gottes ist herbekommen. Tut Bu\u00dfe und glaubt an das Evangelium\u201c (Mk 1,15). Mit Jesus ist die Zeit angebrochen, in der Gott sein Reich baut und alle Menschen freundlich dazu einl\u00e4dt. So wie Noah Gottes Wort als Wirklichkeit achtete und es befolgte, sollen wir Jesu Wort als Wirklichkeit achten und uns darunterstellen. Konkret sollen wir uns von unseren verkehrten Gedanken und Zielen abwenden und das Evangelium von Gottes Liebe und seinem ewigen Reich f\u00fcr Wirklichkeit halten und unser Leben danach ausrichten. Wenn wir das wirklich tun, werden wir Gott immer mehr erkennen und werden vom kommenden letzten Gericht gerettet werden. Wenn wir aus dem Glauben leben, wird Gott uns auch daf\u00fcr gebrauchen, um andere Menschen zur Rettung und in sein ewiges Reich zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Heute haben wir gelernt, was der Glaube ist. Der Glaube bedeutet, die Wirklichkeit Gottes anzuerkennen und sich darunter zu stellen. Der Glaube bedeutet, vor diesem Gott zu leben und auf seine Gnade zu hoffen wie Abel. Der Glaube bedeutet, Gottes Gegenwart als Realit\u00e4t anzuerkennen und Tag f\u00fcr Tag in der Gemeinschaft mit ihm zu leben wie Henoch. Der Glaube bedeutet, Gottes Verhei\u00dfungen und seine Befehle als Wirklichkeit zu achten und ganz praktisch danach zu leben und dadurch sein Leben zu retten wie Noah. M\u00f6ge Gott uns allen helfen, uns immer neu unter die Wirklichkeit zu stellen, sodass wir ihn immer mehr erkennen und seinen ewigen Lohn empfangen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der Glaube, durch den wir Gott gefallen \u201eAber ohne Glauben ist\u2019s unm\u00f6glich, Gott zu gefallen. Denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.\u201c (Hebr\u00e4er 11,6) Unser heutiger Text hat ein klares Thema: den Glauben. 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