Predigt: Apostelgeschichte 3,1 – 26

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Im Namen Jesu Christi von Nazareth (I)

„Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“

(3,6)

Letzte Woche haben wir die erste Gemeinde betrachtet, die an Pfingsten auf Petrus‘ Predigt hin durch das Wirken des Heiligen Geistes entstanden war. Obwohl sie über 3000 Menschen waren, waren sie einmütig und voller Liebe, weil sie beständig in der Lehre der Apostel, der Gemeinschaft, dem Brotbrechen und dem Gebet blieben. Heute erfahren wir vom ersten Wunder, das durch die Apostel geschah, und die anschließende Predigt von Petrus. Im Mittelpunkt steht der Name Jesu Christi von Nazareth, der einen gelähmten Mann gesund machte und der allen, die glauben, neues Leben schenkt. Möge der Name Jesu auch unter uns neu geglaubt und verherrlicht werden!

Teil 1: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf (1-11)

Betrachten wir den Vers 1: „Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit.“ Auf den ersten Blick sagt uns dieser Vers schlicht, wann und wo dieses Ereignis passiert ist; Petrus und Johannes gingen gegen 15 Uhr in den Tempel, um zu beten. Tatsächlich weist uns dieser Vers auch darauf hin, dass diese Jünger Jesu verändert waren. Früher hatten Petrus und Johannes oft miteinander konkurrierten. Sogar als Jesus kurz vor Jerusalem war und sein Leiden und Tod erneut angekündigt hatte, stritten die Jünger darüber, wer von ihnen der Größte sei; und die Hauptkandidaten bzw. -kontrahenten waren Petrus und Johannes mit seinem Bruder Jakobus. Johannes und Jakobus gingen einmal sogar so weit, dass ihre Mutter für ihre Ambitionen einspannten und sie zu Jesus schickten, damit sie ihn darum bat, ihnen die besten Plätze in Jesu Reich zu geben. Jesus lehrte sie wiederholt, dass derjenige groß ist, der den anderen dient, und dass der Größte der ist, der sich zum Diener aller macht. Das hatte scheinbar wenig genutzt. Aber hier sehen wir, dass die Jünger nun verändert waren. Statt miteinander zu konkurrieren, gingen sie einmütig in den Tempel zum Gebet und verhielten sich auch bei dem weiteren Geschehen einmütig.

Und die Tatsache, dass sie zum Gebet gingen, ist der andere Punkt ihrer Veränderung. Früher hatten sie immer Probleme zu beten. Obwohl sie sahen, dass Jesu Gebete Wunder bewirkten, konnten sie nicht beten. Selbst in akuter Not in Gethsemane, wo Jesus sie ausdrücklich zum Beten aufforderte, konnten sie nicht wirklich beten, sondern schliefen immer wieder ein (Mk 14,37-40). Aber jetzt gingen sie zum Gebet, und zwar freiwillig. Sie waren geistliche Menschen geworden.

Was passierte, als sie gerade in den  Tempel gehen wollten? Betrachten wir den Vers 2: „Und es wurde ein Mann herbeigetragen, lahm von Mutterleibe; den setzte man täglich vor die Tür des Tempels, die da heißt die Schöne, damit er um Almosen bettelte bei denen, die in den Tempel gingen.“ Gerade als sie hineingehen wollten, wurde ein Mann vor die Tür des Tempels getragen, der von Geburt an gelähmt war. Wir wissen nicht, wie alt er war, vielleicht 20 oder 30 oder vielleicht schon älter. Normalerweise fangen Kindern schon im Alter von etwa einem Jahr an, sich an Gegenständen hochzuziehen und üben so, zu stehen und bald danach zu gehen. Aber dieser mann hatte niemals gehen oder stehen können. Während die anderen Kinder draußen umherliefen, rannten und sich gegenseitig fingen, konnte er immer nur auf im Zimmer an der Stelle sitzen bleiben, wo ihn seine Mutter hinsetzte, und durchs Fenster nur ihr Lachen hören. In der Kindheit und Jugend streben die Menschen danach, viele Dinge zu lernen, um immer selbständiger leben zu können. Für einen erwachsenen Menschen ist es normal, dass er selbständig lebt, angefangen damit, dass er für seinen eigenen Unterhalt arbeitet. Aber wegen seiner Lähmung konnte er auch als Erwachsener nichts arbeiten und blieb immer von der Fürsorge seiner Eltern abhängig. Wie tief muss ihn das frustriert haben, wie schmerzlich muss es für ihn gewesen sein, das als sein Schicksal anzunehmen. Das Schlimmste dabei war, dass er keine Hoffnung haben konnte, dass sich seine Lage jemals ändern würde. Von Geburt an waren seine Füße und Knöchel zu schwach, als dass er darauf hätte stehen oder gar gehen können, und ihm fehlte die ganze Entwicklung, die im Körper dafür schon von Kleinauf stattfinden muss. Er muss unter dem Gefühl von Minderwertigkeit, Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit gelitten haben. Das einzige, was er tun konnte, war es, vor der Tür des Tempels um Almosen zu betteln. Notgedrungen hatte er sich daran gewöhnt, von jedem, der vorbeikam, Almosen zu erbitten.

Als Petrus und Johannes zum Tempel gingen und ihn sahen, bat er auch sie nach seiner Gewohnheit um ein Almosen. Wie reagierte aber Petrus? Lesen wir die Verse 4-6: „Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an! Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge. Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“ Petrus wollte dem Mann nicht einfach ein Almosen geben. Als er ihn sah, muss er tiefes Mitleid mit ihm verspürt haben, wie Jesus Mitleid hatte, wenn er die Kranken sah. Wie Jesus, der die Kranken aller Art heilte, bekam er Glauben und Zuversicht, dass auch dieser Mann im Namen Jesu geheilt werden sollte. So befahl er dem Mann voller Glauben an den Namen Jesu Christi, im Namen Jesu Christi von Nazareth aufzustehen und zu gehen.

Wie reagierte der Mann? Er war auf diese Aufforderung völlig unvorbereitet; er hatte nur ein paar Münzen erwartet. Vor allem hatte er noch nie aufstehen oder gar umhergehen können. Aber als er Petrus Worte hörte, wurde er mit dem Namen Jesu Christi konfrontiert. Er dachte an Jesus Christus, von dem er vor dem Tempel sicher schon vieles gehört haben musste. Er dachte nicht an seine lahmen Füße und seine schwachen Beine, sondern an Jesus Christus von Nazareth. Petrus‘ Wort bewirkte seinem Herzen Glauben an den Namen Jesu Christi. Was passierte, als er das Wort im Glauben annahm? Betrachten wir die Verse 7-9: „Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, er sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. Und es sah ihn alles Volk umhergehen und Gott loben.“ Petrus richtete ihn durch den Glauben auf. Eigentlich ist es nicht möglich, einen erwachsenen Mann hochzuziehen, wenn der gelähmt ist und nicht mithilft. Aber Petrus glaubte fest, dass der Name Jesu Christi den Mann gesund machte, und ergriff seine Hand. Und der Mann blieb nicht ungläubig sitzen, sondern er ergriff Petrus‘ Hand und stand im Glauben an den Namen Jesu auf. Im selben Moment wurden seine Füße und Knöchel fest, sodass er aufspringen und gehen und stehen konnte! Er ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. Durch den Namen Jesu Christi wurde er völlig geheilt! Durch den Namen Jesu Christi wurde er von einem traurigen, hoffnungslosen gelähmten Mann zu einem fröhlichen aktiven Mann.

Wie reagierten die umstehenden Menschen auf seine Heilung? Die Verse 10 und 11 sagen: „Sie erkannten ihn auch, dass er es war, der vor der Schönen Tür des Tempels gesessen und um Almosen gebettelt hatte; und Verwunderung und Entsetzen erfüllte sie über das, was ihm widerfahren war. Als er sich aber zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk zu ihnen in die Halle, die da heißt Salomos, und sie wunderten sich sehr.“ Wenn ich jeden Tag dieselben Menschen im Zug nach Frankfurt sitzen sehe, kenne ich allmählich ihre Gesichter. Weil er jeden Tag vor der Tür des Tempels saß und bettelte, erkannten die Leute schnell, dass er der Mann war, der gelähmt dagesessen und gebettelt hatte. Verwunderung und Entsetzen ergriff sie, als sie den gelähmten Mann umherspringen sahen. Als er sich dann auch noch an Petrus und Johannes hielt, die gewöhnliche Männer und Leiter der neuen Bewegung der Christen waren, wunderten sie sich noch mehr.

Was können wir durch dieses Ereignis lernen? Wir können dadurch lernen, dass der Name Jesu Christi Menschen heil macht und ihnen ein neues Leben schenkt. Im Namen Jesu ist Kraft, die unsere unlösbaren Probleme löst, unsere tiefsten Wunden und chronischen Krankheiten heilt und uns schlagartig ein neues Leben schenken kann. Im Namen Jesu, der von den Toten auferstanden ist, ist Kraft, durch die wir aus unserer Schwachheit und allen Probleme aufstehen und unser Leben fröhlich, lebendig und kräftig für Gott führen können.

Die meisten sehen äußerlich lebendig, gesund und kräftig aus. Aber viele sind innerlich schwach wegen bestimmten Gedanken, Erfahrungen oder Verletzungen in ihrem Leben. Deshalb können manche nicht aufstehen und auf den anderen zugehen und gestörte oder unterentwickelte Beziehungen wiederherstellen. Andere können nicht aufstehen und den nächsten Schritt machen, den sie in ihrem geistlichen Leben oder praktischen Leben tun sollten. Manche wollen gern wie andere fröhlich und aktiv für Gott leben, aber sie sind durch negative Gedanken über sich selbst, Gefühle von Minderwertigkeit oder Schuld wie gelähmt. Wieder andere wollen aktiv für Gott leben, aber sie sind gelähmt durch negative Gedanken über andere, über die Gemeinde oder über bestimmte Mitarbeiter. Obwohl Jesus uns frei gesprochen und frei gemacht hat, sind viele noch so sehr von anderen Menschen oder Umständen abhängig. Der gelähmte Mann war von seinem körperlichen Zustand und von anderen Menschen abhängig. Aber obwohl wir gesund sind und laufen können, sind wir auch von vielen Dingen abhängig. Viele sind abhängig von ihrer momentanen Lebenssituation, ob es in der Schule oder im Studium gut läuft oder ob sie Probleme haben; ob sie eine gute Stelle haben oder nicht. Viele sind abhängig davon, wie die anderen Menschen über sie denken und wie sie sich ihnen gegenüber verhalten. Viele sind abhängig vom eigenen Ehepartner, ob er zurzeit geistlich stark oder schwach ist, ober verständnisvoll und liebevoll mir gegenüber ist oder nicht. Andere haben noch gar keinen Ehepartner und sind trotzdem abhängig von dem Gedanken, dass ihre Zufriedenheit im Leben davon abhinge, dass sie einen (Traum-)partner heiraten könnten, der in allem ihren Vorstellungen entspricht, oder wenigstens in möglichst allem. Wir sind so abhängig. Viele sind abhängig von der geistlichen und praktischen Lage ihrer Kinder oder von der Lage ihrer Bibelschüler und Freunde. Viele sind abhängig von der Verfassung der anderen in der Gemeinde; wir sind ermutigt, wenn die anderen geistliche Freude und Kraft ausstrahlen und aktiv in der Gemeinde mitwirken; aber wenn andere geistlich müde und passiv werden, werden wir auch entmutigt und passiv.

Warum ist es so schlimm, dass wir von vielen Dingen abhängig sind? Weil die Abhängigkeit von negativen Gedanken, von unserer Situation, von anderen Menschen oder von der Sünde uns innerlich schwach macht und lähmt. Wie können wir unsere Abhängigkeiten überwinden und davon frei werden? Wir können von allen unseren Abhängigkeiten frei und innerlich stark werden, wenn wir an den Namen Jesu Christi von Nazareth glauben. Selbst wenn wir vor unserem Problem völlig hilflos und wie gelähmt sind wie der Mann im Text, werden wir von Jesus Kraft empfangen, aus unserer Lähmung aufzustehen und hinzugehen, wenn wir auf das Wort hören: „Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“ und ihm im Glauben gehorchen. Wir sollen im Namen Jesu Christi für uns selbst beten, bis wir in allem gesund und stark sind. Wir sollen in vollem Vertrauen auf den Namen Jesu Christi für alle Mitarbeiter, Second Gens und Bibelschüler in der Gemeinde beten, dass sie vollkommen gesund und stark werden, sodass wir alle aufstehen und zu den Studenten in unserer Stadt hingehen und ihnen den Namen Jesu Christi von Nazareth verkündigen können. Möge Gott uns helfen, an den Namen Jesu fest zu glauben und seine Heilungsmacht zu erfahren!

Teil 2: Den hat Gott auferweckt von den Toten (12-26)

Wie reagierte Petrus, als die Menschen zu ihm kamen? Betrachten wir Vers 12: „Als Petrus das sah, sprach er zu dem Volk: Ihr Männer von Israel, was wundert ihr euch darüber oder was seht ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser gehen kann?“ Petrus machte keine Anstalten die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu lenken. Er lenkte ihre Aufmerksamkeit von Anfang an auf Jesus Christus. Betrachten wir die Verse 13-15: „Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr überantwortet und verleugnet habt vor Pilatus, als der ihn loslassen wollte. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und darum gebeten, dass man euch den Mörder schenke; aber den Fürsten des Lebens habt ihr getötet. Den hat Gott auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen.“ Petrus begann bei dem Gott ihrer Väter, dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, und bezeugte ihnen klar, dass dieser Gott seinen Knecht Jesus auferweckt hat. Er bezeugte Jesus als Gottes Knecht, wie sie ihn am leichtesten annehmen konnten. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte er die Auferstehung Jesu. Gott hatte Jesus von den Toten auferweckt, was alle Apostel bezeugten. Dabei nannte er ihre Sünde klar beim Namen, dass sie Jesus verleugnet und getötet hatten. Warum sagte er ihnen wiederholt, dass sie am Tod Jesu Schuld waren? Sie sollten dadurch ihre Sünde erkennen und sich selbst vor Gott als Sünder und Buße tun konnten. Sicherlich hatten nicht alle Zuhörer einige Monate zuvor vor Pilatus Jesus abgelehnt und seinen Tod gefordert, vielleicht nur eine kleine Minderheit. Warum bestand Petrus dann darauf, dass sie Jesus, den Fürsten des Lebens, getötet hatten? Die Antwort ist, dass jeder, der Jesus nicht als Sohn Gottes von Herzen annimmt und in seinem Leben versucht, allein zurechtzukommen, Jesus abgelehnt und ihn mit ans Kreuz geschlagen hat. Auch alles Bemühen von uns, aus uns selbst heraus zu leben, aus eigener Kraft, eigener Bemühung und Gerechtigkeit ohne Jesus, hat dazu geführt, dass Jesus am Kreuz sterben musste. Aber trotz unserer Sünde hat Gott Jesus von den Toten auferweckt und dadurch allen Menschen den Glauben angeboten.

Zur Bekräftigung verwies Petrus hier wieder auf das Wunder, das gerade passiert war, und erklärte: „Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor euer aller Augen.“ Petrus Verkündigung von Jesu Auferstehung stand in vollem Einklang mit der Heilung des Mannes, die gerade passiert war. Es war nicht Petrus‘ Kraft oder Fähigkeit, sondern der Glaube an den Namen Jesu Christi, der am Kreuz gestorben und auferstanden war, der den Gelähmten geheilt und vollkommen gesund gemacht hatte.

Wie versuchte Petrus ihnen weiter zu helfen? Betrachten wir Vers 17 -20: „Nun, liebe Brüder, ich weiß, dass ihr’s aus Unwissenheit getan habt wie auch eure Oberen. Gott aber hat erfüllt, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigt hat: dass sein Christus leiden sollte. So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden, damit die Zeit der Erquickung komme von dem Angesicht des Herrn und er den sende, der euch zuvor zum Christus bestimmt ist: Jesus.“ Petrus gab zu, dass sie Jesu Tod zwar gefordert hatten, dass sie es aber aus Unwissenheit getan hatten. Er bezeugte auch, dass alles nach dem Ratschluss und Willen Gottes geschehen war. Das zeigte, dass Ihre Sünde zwar katastrophal und eigentlich unverzeihlich, aber weniger katastrophal war, als sie in ihrer Betroffenheit wohl meinten. So lud Petrus sie zur Buße ein. Dazu bezeugte er weiter den Namen Jesu und den Ratschluss Gottes. Er sagte weiter: „Ihn muss der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn. Mose hat gesagt: »Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern; den sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagen wird. Und es wird geschehen, wer diesen Propheten nicht hören wird, der soll vertilgt werden aus dem Volk.« Und alle Propheten von Samuel an, wie viele auch danach geredet haben, die haben auch diese Tage verkündigt“ (21-24). Schon Mose hatte den Messias als einen Propheten wie ihn angekündigt, auf den sie hören sollten. Und Mose hatte bereits gesagt, dass diejenigen, der auf ihn nicht hören, aus dem Volk Gottes ausgerottet werden. Sie konnten sich also nicht darauf berufen, dass sie als Juden ja Abrahams Nachkommen waren. Ob sie zum Volk Gottes wirklich dazugehören, hängt ganz davon ab, ob sie an den Namen Jesu Christi glauben und ihn anrufen. Und dadurch ist in Jesus das Heil für alle Menschen offen, für Juden ebenso wie für Nichtjuden.

Betrachten wir die Schlussworte von Petrus Predigt: „Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott geschlossen hat mit euren Vätern, als er zu Abraham sprach: »Durch dein Geschlecht sollen gesegnet werden alle Völker auf Erden.« Für euch zuerst hat Gott seinen Knecht Jesus erweckt und hat ihn zu euch gesandt, euch zu segnen, dass ein jeder sich bekehre von seiner Bosheit.“ Gott hatte Jesus Christus zuerst für sie geschickt, um sie zu segnen. Obwohl sie so gegen Gott und seinen Christus gesündigt hatten, wollte Gott sie immer noch segnen. Der wahre Segen bestand darin, dass sie sich im Namen Jesu von ihrer Bosheit bekehren und von Jesus Vergebung und das Heil empfangen würden. Wir erfahren hier nicht, wie sie reagierten. Aber in Kap. 4,4 wird gesagt, dass sich etwa 2000 Menschen bekehrten. Gott hat Jesus auch für uns gesandt, um uns zu segnen. Der wahre Segen Gottes kommt zu uns, wenn wir uns von unserer Bosheit bekehren. Die größte Bosheit ist, wenn wir nicht im Glauben an den Namen Jesu Christi leben, sondern in bestimmten Lebensbereichen ohne Jesus zurechtzukommen versuchen und so ihn ablehnen. Möge der Name Jesu über uns ausgerufen sein und allen helfen, sich zu bekehren und im Namen Jesu Christi heil und stark zu werden und aktiv für seinen Namen zu leben. Lesen wir noch einmal das Leitwort: „Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir:  Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“  (3,6)

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