Predigt: Daniel 1,1 – 21

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Daniel nahm sich in seinem Herzen vor

Aber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, dass er sich mit des Königs Speise und mit seinem Wein nicht unrein machen wollte und bat den obersten Kämmerer, dass er sich nicht unrein machen müsste.“

(Dan 1,8)

Teil I Die Verschleppung Daniels (1-7)

Welcher tiefgreifende Wandel fand in Daniels noch jungem Leben statt? Betrachten wir Verse 1 und 2. Daniel musste mit ansehen, wie Nebukadnezar, mit seiner mächtigen Streitmacht, bis nach Jerusalem vordrang und es belagerte. Er sah die feindliche Bedrohung aus nächster Nähe. Und er musste mit ansehen, wie sein König, Jojakim, nichts gegen den mächtigen Feind ausrichten konnte. Alle Verteidigungsmaßnahmen scheiterten. Jerusalem wackelte und fiel. Vom einst so stolzen Königreich blieb nicht mehr viel übrig. Zu all dem Übel musste er mit ansehen, wie das Haus Gottes geplündert wurde. Die Sieger nahmen einen Teil der Geräte aus dem Haus Gottes und stellten sie in die Schatzkammer ihres Gottes. Das war ein Schock nach dem Schock.

Diese Schocks können einem den Todesstoß versetzen. Warum lässt Gott so etwas zu? Sind die Götter Babylons stärker? Oder hat Gott sein Volk endgültig verlassen? Wird Juda dasselbe schreckliche Schicksal erleiden, wie das Nordreich, und ebenfalls untergehen? Viele Fragen hätten aufkommen können. Wenn wir Vers 2 betrachten, lesen wir dort: „Und der Herr gab in seine Hand Jajakim, den König von Juda und einen Teil der Geräte aus dem Hause Gottes.“ Gott war weder machtlos noch untätig. Im Gegensatz. Es war Gott, der den Babyloniern den Sieg schenkte und einen Teil der Geräte. Während die Götter Babylons nichtexistent waren, ist Gott lebendig und mächtig. Was Gott sich in seinem Ratschluss vornimmt, geschieht. Und Gott hatte sein Volk mehrfach davor gewarnt. Wir haben die Geschichte der Könige und der Königreiche studiert. Es waren die Gräueltaten von Manasse im Speziellen und der Götzendienst des Königreichs im Allgemeinen, die Gott dazu bewegten, das Volk in die Hand ihrer Feinde zu geben. (Vgl. 2.Kön 24,1-4)

Dieses Ereignis offenbart Gottes Weisheit. Die Eroberung durch Babylon war nicht nur Gottes Gericht, sondern auch Gottes Initiative, sein Volk vom Götzenkult zu reinigen. Während sein Volk sich im Heiligen Land mit allen möglichen Götzen verunreinigte, würde die Diaspora in den jeweiligen Hochburgen des Götzenkults zur Buße und Absonderung und Reinigung vom Götzendienst bewirken. Durch die Zerschlagung und Verschleppung führte er sein Volk wieder zurück, zum wahren Gott. Wir lernen Gott als weise und klug kennen, der die Ereignisse der Geschichte nach seinem guten Ratschluss lenkt. Oft versteht der Mensch die Handlungen Gottes nicht. Doch letztendlich werden alle erkennen, wie weise und herrlich der Weg Gottes ist.

Was befahl der neue Eroberer seinem obersten Kämmerer? Verse 3 und 4: „er sollte einige von den Israeliten auswählen, und zwar von königlichem Stamm und von edler Herkunft, junge Leute, die keine Gebrechen hätten, sondern schön, begabt, weise, klug und verständig wären, also fähig, an des Königs Hof zu dienen; und er sollte sie in Schrift und Sprache der Chaldäer unterrichten lassen.“ Der König war auf der Suche nach königlichen Dienern, die ihm am Hof dienen sollten. Auf seiner Suche war er unheimlich wählerisch. Er wollte die Besten der Besten. Sie sollten nicht nur vom Adel abstammen, sondern auch jung sein, schön, begabt, weise, klug, verständig und fähig. Er wollte die Elite der Elite, die Créme de la Créme. Vers 5b fügt hinzu: „so sollten sie drei Jahre erzogen werden und danach vor dem König dienen.“ Die begabten jungen Männer, man schätzt Daniels Alter auf 14 oder 15, sollten so etwas wie ein 3 jähriges Studium absolvieren, um sich für den königlichen Dienst zu qualifizieren. Diese 3 Jahre waren allerdings keine reine Bildungsmaßnahme, sondern ein richtiges Umerziehungsprogramm. Sie sollten die Sprache und Schrift der Chaldäer studieren, täglich essen und trinken, was Ihnen der König als Speise und Trank gab, die übrigens den heidnischen Göttern der Babylonier geweiht waren, und wir erfahren durch Vers 7 sogar, dass sie umbenannt wurden. „Unter ihnen waren aus Juda Daniel, Hananja, Mischael und Asarja. Und der oberste Kämmerer gab ihnen andere namen und nannte Daniel Beltschazar und Hananja Schadrach und Mischael Meschach und Asarja Abed-Nego.“ Warum wurden sie umbenannt? Wenn wir die Bedeutungen ihrer alten und neuen Namen betrachten, liegt die Antwort auf der Hand. Daniel bedeutet: „Gott ist mein Richter“, Hananja: „Der Herr ist gnädig“, Mischael: „Wer ist Gott?“ und Asarja: „Der Herr ist meine Hilfe“. Sind das nicht geistliche Namen? Daniel z.B. (Gott ist mein Richter) konnte sich jeden Tag daran erinnern, dass er nicht selbst für sein Recht eintreten musste. Er konnte erdulden und ertragen, wenn ihm Böses widerfuhr. Anstatt Selbstjustiz auszuüben, konnte er vertrauensvoll sagen: „Gott ist mein Richter“. Hananja (Der Herr ist gnädig), wurde täglich an die Gnade Gottes erinnert. Das stimmt, Gott ist gnädig und das gibt Hoffnung, in Zeiten der Niedergeschlagenheit. Mischael (Wer ist Gott?) wurde ein Leben lang dazu ermutigt, zu fragen: „Wer ist Gott?“ Auf immer neue Weise konnte er Gott kennen lernen, der sich auf vielseitige Weise offenbart. Und Asarja (Der Herr ist meine Hilfe) konnte auch in großer Not auf Gott hoffen. Allesamt phantastische Namen, die sie täglich an ihren Gott erinnerten!

Was aber bedeuteten ihre neuen Namen? Daniel bekam den Namen: „Die Herrin (Gemahlin Baals) bewahre den König“. Hananja bekam den Namen: „Befehl Akus (babylonischer Mondgott)“. Mischael den Namen: „Wer ist wie Aku“, und Asarja musste auf den Namen hören: „Knecht des Scheinenden (auch Nabu genannt, ein Gott der Vegetation)“. Wir sehen ganz deutlich, dass Daniel und seine Freunde eine völlig neue Identität annehmen sollten, um als Beamte Nebukadnezars arbeiten zu können.

Wie leicht war es, sich der neuen Welt, der neuen Umgebung, der neuen Weltanschauung, der neuen Religion und der neuen Identität einfach hinzugeben, ihr ausgeliefert zu sein, zu kapitulieren und sich zu fügen und einfach das beste aus seiner Lage zu machen, d.h. eine Karriere am Hofe des neuen Königs anzustreben! Daniel hätte seine Freunde als Konkurrenten ansehen und sie bekriegen und bekämpfen können, um die Nase vorn zu haben.

Diese Entscheidung traf er allerdings nicht. Was nahm er sich in seinem Herzen vor?

Teil II Daniels Glaubensentscheidung (8-21)

Lesen wir Vers 8: „Aber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, dass er sich mit des Königs Speise und mit seinem Wein nicht unrein machen wollte, und bat den obersten Kämmerer, dass er sich nicht unrein machen müsste.“ Ein Jugendlicher, vielleicht 14, vielleicht 15, traf eine grandiose Glaubensentscheidung in seinem Herzen. (Er hatte nicht die Möglichkeit, seine Entscheidung auf FB zu posten, er schwang keine großen Reden, im Stillen traf er eine Entscheidung in seinem Herzen) Er sagte sich: Ich will nicht essen und nicht trinken, was mir der König vorschreibt. Was bedeutet das? War das die rebellische Entscheidung eines pubertierenden Jugendlichen? Es gab einen entscheidenden Grund, aus dem Daniel sich in seinem Herzen vornahm, nicht zu essen, was er essen sollte. Im Vers 8 lesen wir: „nicht unrein machen wollte“. Er wollte sich nicht verunreinigen.

Warum wollte Daniel ein reines Leben führen? Wir bekommen Einblick in sein Glaubensleben. Sein Land war besiegt, seine Stadt erobert, sein Tempel zerstört, deren Inhalt geplündert, er konnte keine Opfer mehr bringen, um Sühne vor Gott zu erlangen. Eigentlich konnte er sich keine Hoffnung mehr über die Möglichkeit der Gemeinschaft mit Gott machen. Doch obwohl Land, Stadt und Tempel zerstört worden waren, war sein Glaube nicht zerstört. Er glaubte, dass er auch inmitten der götzendienerischen Hochkultur eine Beziehung mit Gott haben konnte. Und weil Gott in der Schrift bspw. geboten hat: „Hüte dich, einen Bund zu schließen mit den Bewohnern des Landes, damit sie, wenn sie ihren Göttern nachlaufen und ihnen opfern, dich nicht einladen und du von ihrem Opfer isst.“ (2.Mose 34,15) wollte Daniel gehorchen und meiden, was die Babylonier ihren Göttern opferten, um rein zu bleiben und Gemeinschaft mit Gott zu haben.

Betrachten wir schrittweise, was geschehen ist, nachdem er diese Entscheidung in seinem Herzen getroffen hatte. Vers 9: „Und Gott gab es Daniel, dass ihm der oberste Kämmerer günstig und gnädig gesinnt wurde.“ Gott reagierte unmittelbar, auf Daniels Herzensentscheidung. (Er hatte es nicht gepostet). Gott sieht alles, auch das Innere des Herzens und Gott weiß alles und hört alles und nichts ist vor ihm verborgen. Und Gott freute sich offenbar über Daniels Glaubensentscheidung, die er in seinem Herzen getroffen hatte. Viele junge Christen oder auch nicht junge Christen, wissen oft nicht was eine Glaubensentscheidung bedeuten kann. Man könnte sie unterschätzen und denken: „Was macht es schon für einen Unterschied…“ An Daniels Beispiel sehen wir, dass es einen wesentlichen Unterschied macht. Gott handelte und der oberste Kämmerer persönlich wurde Daniel gnädig gesinnt.

Im Vers 10 lesen wir seine Worte: „Der sprach zu ihm: Ich fürchte mich vor meinem Herrn, dem König, der euch eure Speise und euern Trank bestimmt hat. Wenn er merken würde, dass euer Aussehen schlechter ist als das der andern jungen Leute eures Alters, so brächtet ihr mich bei dem König um mein Leben.“ Ist das nicht erstaunlich? Der oberste Kämmerer schüttete Daniel sein Herz aus. Er sprach von seinen Ängsten: „Ich fürchte mich vor meinem Herrn…“ Wahrscheinlich ist Daniel sehr offen mit ihm umgegangen. Der Kämmerer wollte sicher wissen, warum sie das Essen des Königs meiden wollten. Schließlich war es ein Privileg. Alle wollten gerne essen, was der König täglich aß. Und wahrscheinlich hat Daniel seinen Glauben bekannt und dass er sich vor seinem Herrn fürchtete und ähnliches sagte nun auch der oberste Kämmerer.

Hatte Daniel Erfolg? Ganz klar, nein. Der oberste Kämmerer war ihm zwar gnädig gesinnt, erteilte ihm dennoch eine klare Absage, denn er meinte, dass Daniel und seine Freunde durch ihre Diät in einer schlechteren Verfassung sein würden, wie der Rest der Jugendlichen.

Was tat Daniel, nachdem er eine klare Abfuhr erteilt bekommen hatte? Betrachten wir Vers 11: „Da sprach Daniel zu dem Aufseher, den der oberste Kämmerer über Daniel, Hananja, Mischael und Asarja gesetzt hatte“. Daniel gab nicht auf und versuchte es in der zweiten Instanz, beim Aufseher. Daniel bewies nicht nur Entschlossenheit, trotz aller Hindernisse aus Glauben zu leben und rein zu sein, in den folgenden Versen bewies er auch Klugheit und Kreativität. In den Versen 12 und 13 schlug er vor: „Versuch’s doch mit deinen Knechten zehn Tage und lass uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken geben. Und dann lass dir unser Aussehen und das der jungen Leute, die von des Königs Speise essen, zeigen; und danach magst du mit deinen Knechten tun nach dem, was du sehen wirst.“ Der Aufseher traute wohl seinen Ohren nicht. Vor ihm standen 4 Jugendliche, die freiwillig Gemüse essen wollten und statt Alkohol, Wasser! So etwas hatte die Welt noch nicht erlebt. Daniel erleichterte ihm die Entscheidung, durch den Vorschlag, es 10 Tage auszuprobieren und danach eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Verse 14 und 15: „Und er hörte auf sie und versuchte es mit ihnen zehn Tage. Und nach den zehn Tagen sahen sie schöner und kräftiger aus als alle jungen Leute, die von des Königs Speise aßen. Da tat der Aufseher die Speise und den Trank, die für sie bestimmt waren, weg und gab ihnen Gemüse.“ Nach nur 10 Tagen war das Ergebnis einleuchtend. Daniel und seine Freunde ernährten sich gesund, während der Rest schlemmte, wie der König. Das Ergebnis war nach bereits 10 Tagen eindeutig.

War es leicht, Gemüse zu essen und Wasser zu trinken, während alle anderen sich am königlichen Mahl laben konnten? Das ist sehr leicht herauszufinden. Es ist, als würdest du mit allen deinen Klassenkammeraden oder mit deinen Kommilitonen zum McDonalds gehen oder zu Burger King und alle bestellen sich saftige Burger und Menüs, aber du einen einfachen Salat, mit Wasser. Das ist nicht leicht. Fasziniert von dieser konsequenten Entscheidung wollte ich am eigenen Leib und als Vorbereitung auf diese Predigt in Erfahrung bringen, was es heißt, sich nur von Gemüse und Wasser zu ernähren. Am Dienstag fing ich an, ging ohne Frühstück ins Büro und ich der Kanine lief ich an all den pfälzischen Köstlichkeiten vorbei, nahm mir aber drei kleine Schälchen Gemüse und nichts zu trinken. Das erregte bei meinen Kollegen für Aufsehen. Einer wollte den Grund wissen. Ich sagte: Ich halte gerade die Daniel-Diät. Und hier meine Erfahrungen: Nach der ersten Mahlzeit fühlte ich mich ungewöhnlich gut, ich war nicht müde, es tat gut, etwas Leichtes im Magen zu haben. Nach der Mittagpause konnte ich mit größerer Konzentration meine Arbeit aufnehmen. Und abends schlief ich besser ein und war am nächsten Morgen ausgeruhter. So verging der erste Tag ohne größere Schwierigkeiten. Doch der zweite Tag erwies sich als reinste Folter. In der Kantine kam es mir vor, als ob das Essen mich darum bat, es aufzuessen. Am Abend gab ich schließlich auf. Dadurch habe ich erkannt, wie entschieden und diszipliniert Daniel und seine Freude zur Sache gingen. Mindestens dreimal am Tag mussten sie die Versuchung überwinden, ihrer Natur nachzulaufen und sich zu verunreinigen. Mindestens dreimal am Tag mussten sie ihre Glaubensentscheidung, ein reines Leben vor Gott zu führen, erneuern. Aber sie waren entschieden, Gott zu gefallen. So war Gott täglich allgegenwärtig und sie führten ein abgesondertes Leben.

Wie reagierte Gott auf ihr entschiedenes Leben aus Glauben? Gott sah sie sich an, wie sie im Glauben kämpften und sich gegenseitig ermutigten, wenn einer in Versuchung geriet und wie sie sich täglich mehrmals überwanden und selbst verleugneten und Gehorsam bewiesen. Welche Freude muss Gott im Herzen gespürt haben, als er ihr Glaubensleben sah! Lesen wir Vers 17: „Und diesen vier jungen Leuten gab Gott Einsicht und Verstand für jede Art von Schrift und Weisheit. Daniel aber verstand sich auf Gesichte und Träume jeder Art.“ Sie wurden von Gott reichlich gesegnet. Sie alle empfingen die Gabe Gottes, nämlich Einsicht und Verstand für jede Art von Schrift und Weisheit. Das war ihre gemeinsame Gabe, die sie von Gott empfingen. Darüber hinaus empfing Daniel eine spezifische Gabe Gottes. Er verstand sich auf Gesichte und Träume jeder Art. Mit diesen Gaben ausgestattet wollte Gott sie in ihrer spezifischen Zeit und ihrer spezifischen Umgebung gebrauchen.

Auch wir als Gemeinde empfangen die gemeinsame Gabe Gottes, z.B. Weisheit und Verständnis, um das Wort Gottes zu verstehen und auszuteilen. Darüber hinaus empfangen wir auch unsere spezifischen Gaben von Gott, um auf individuelle und besondere Weise in unserer Zeit und Umgebung gebraucht zu werden.

Wie wichtig ist es, diese Gaben zu empfangen? Betrachten wir den Rest des Textes, ab Vers 18: „Und als die Zeit um war, die der König bestimmt hatte, dass sie danach vor ihn gebracht werden sollten, brachte sie der oberste Kämmerer vor Nebukadnezar. Und der König redete mit ihnen und es wurde unter allen niemand gefunden, der Daniel, Hananja, Mischael und Asarja gleich war. Und sie wurden des Königs Diener. Und der König fand sie in allen Sachen, die er sie fragte, zehnmal klüger und verständiger als alle Zeichendeuter und Weisen in seinem ganzen Reich. Und Daniel blieb im Dienst bis ins erste Jahr des Königs Kyrus.“

Gott segnete sie auf umfassende Weise. Gott konnte Daniel nicht nur in der Zeit der Babylonier, sondern auch der Perser großartig gebrauchen. Und all das konnte geschehen, (eben nur) weil wir im Vers 8 gelesen haben: „Aber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, dass er sich mit des Königs Speise und mit seinem Wein nicht unrein machen wollte“. All die Gaben und der Segen Gottes hätten nicht passieren können, wenn er diese Entscheidung nicht getroffen hätte. Somit können wir erstaunliches von einem 14 oder 15 Jährigen lernen. Dabei war Daniels Entscheidung, nur Gemüse und Wasser zu sich zu nehmen, zwar konsequent und schwierig, aber im Grunde nichts Weltbewegendes. Doch entscheidend ist, wie Gott auf seine relativ kleine Entscheidung reagiert hat. Gott nahm seine kleine Entscheidung an und wirkte in der Weltgeschichte. Gott wird antworten, wenn er sieht, dass wir treu nach seinem Wort leben und uns als gehorsam erweisen.

Unsere Entscheidungen müssen nicht weltbewegend sein. Viel mehr können wir mit kleinen Schritten beginnen. Welche Entscheidung möchtest du in deinem Herzen treffen? Möchtest du mit einem konsequenten Gebetsleben beginnen? Möchtest du dein Bibelstudium im Glauben vorbereiten? Was auch immer du dir im Herzen vornimmst, die Hauptsache ist, dass du Gott damit erfreust. Gott wird auf deine Entscheidung reagieren, dich mit seinen Gaben segnen und dich als signifikanten Segen gebrauchen.

Ich kenne den Zusammenhang zwischen meiner persönlichen Glaubensentscheidung und der Wirksamkeit Gottes. Ich werde ermutigt, auch konsequent nach meiner Glaubensentscheidung zu leben. Ende 2012 wurde ich durch Mt. 28 angesprochen, das ich auch als mein Jahresleitwort gewählt habe. Ich soll hingehen und Menschen zu Jüngern machen. Dieses Wort kam in mein Herz. In diesem Jahr habe ich die klare Orientierung, Menschen zu Jüngern zu machen, sie zu taufen und ihnen zu lehren, dass sie halten alles, was Jesus mir befohlen hat.

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