Predigt: Matthäus 24,32 – 51

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Darum wachet!

„Darum wachet; denn ihr wißt nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“

Mt 24,42

Wisst ihr, wer unter uns sehnsüchtig auf die Zeit achtet? Am 25. Oktober 2012 um 18:50 Das ist die Zeit des Kommens. Er wartet und wartet und schaut auf den Kalender und auf die Uhr. Für ihn ist ein Tag oder eine Woche so lang, dass es ewig zu dauern scheint. Ich meine nicht das Kommen Jesu, sondern das Kommen von M. Jina!

Wir haben in der letzten Woche über die Geschehnisse in der letzten Zeit gehört: Verführungen, Kriege, Naturkatastrophen, Hass, Ungerechtigkeit. Wenn wir davon hören, seufzen wir tief mit der Frage. „Ob mein Glaube und meine Geduld ausreichen, all das zu überwinden?“ Ich mußte lange überlegen, wozu all diese Geschehnisse dienen sollen? Unsere Jugendlichen sind noch in jungem und schwachem Glauben, wie könnten sie all das überwinden? Will Gott etwa nur wenige erretten? Nach langem Nachdenken habe ich die Antwort aus Röm 5,3.4 gefunden. „Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, daß Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung“ Bedrängnis bringt Geduld. Geduld bringt Bewährung. Bewährung Hoffnung. Apostel Paulus sah inmitten der Bedrängnisse das Wachstum einer Person. Nach dieser Reihenfolge möchte Gott durch diese Geschehnisse der letzten Zeit unser Wachstum einleiten. Unsere Jugendlichen sind noch schwach. Aber in dieser Zeit werden sie stark.

Im Zusammenhang mit diesen Geschehnissen sprach Jesus im Vers 14 auch über die Verbreitung des Evangeliums. „Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.“ Ich fragte mich nochmal, wie kann so etwas geschehen, wo es doch auch jetzt nicht einfach ist, einen Bibelschüler zu gewinnen und ihn zum Jüngern Jesu zu machen? Hat Jesus ein Geheimrezept für die geistliche Erweckung? Ich musste mehrmals die selbe Stelle lesen und ich versetzte mich in diese Situation. Jesus sagte in Versen 12.13 “Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden.“ In der ungerechten Welt wird die menschliche Liebe erkalten. Das merke ich schon, dass die Liebe immer kälter wird. In der Ungerechtigkeit und inmitten der brutalen Gewalt wird die Liebe ihren Glanz verlieren. In unserer Zeit unterscheiden sich der Humanismus und die christliche Liebe wenig. Einige Ärzte, die in Krisengebieten trotz des Risikos Hilfe leisten, schätzt man mehr als das Gebet der Christen. Das Dasein der christlichen Liebe scheint im Moment verloren zu sein. Wenn die Liebe in der Ungerechtigkeit erkaltet, wenn der Humanismus seine Farbe verliert, und der Egoismus überhandnimmt, leuchtet die christliche Liebe hell. Obwohl viele der ersten Christen im Kolosseum in Rom von Löwen gefressen wurden, wurde das Evangelium gepredigt, weil ihr Leben darauf gegründet war. Solange die Liebe Jesu in unserem Herzen noch brodelt, wird das Evangelium durch uns gepredigt werden. Solange die Liebe Jesu unser Leben begleitet, wird das Evangelium allein schon durch unser Leben reflektiert werden. Ich stelle mir vor, dass die Jüngererziehung in dieser Zeit nicht durch das Bibelstudium, sondern schon allein durch die Wohngemeinschaft geschehen würde.

Weil ich viel Gnade beim Nachdenken empfangen habe, war ich sehr froh. Der Text geht aber weiter! Wie ein Rätsel gelöst und Klarheit geliefert wird, betrachten wir den Text. Möge Gott uns helfen, Jesu Lehre zu verstehen und sie uns anzueignen.

  1. So wisst, dass er nahe vor der Tür ist(32-44)

Jesus und seine Jünger waren auf dem Ölberg und sahen auf die Stadt Jerusalem und den Tempel, der die Jünger beeindruckt hat, hinunter. Der Spätfrühlingswind trieb die Blätter und die Zweige der Bäume hin und her. Nachmittagsmüdigkeit überwältigte die Jünger allmählich. Dennoch war die Spannung hoch, weil Jesus über die Endzeit sprach.

Jesus sah einen Feigenbaum. Für die Juden waren Bäume nicht nur Lieferanten von Brennholz, sondern auch Hinweis auf die Jahreszeiten. Der Feigenbaum vor Jesu Augen war ganz mit Blättern bedeckt, und seine Feigen waren unter seinen Blättern versteckt. Jesus sagte: „An dem Feigenbaum lernt ein Gleichnis: wenn seine Zweige jetzt saftig werden und Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Aufgrund der Veränderungen am Feigenbaum bereiten sich die Juden auf den heißen Sommer vor. Der Feigenbaum ist der Vorbote des Kommens des Sommers. „Ebenso auch: wenn ihr das alles seht, so wißt, daß er nahe vor der Tür ist.“ Im Vers 33 sprach Jesus über die Endzeit. Wenn die Geschehnisse, die er im ersten Teil angesprochen hat, verwirklicht werden, dann heißt das auf gut Deutsch „es ist so weit.“ Das Voranschreiten der Endzeit ist für jeden bemerkbar, wie der Sommer durch den Feigenbaum erkennbar ist. Das Kommen Jesu soll kein Geheimnis bleiben, sondern für jeden ist es erkennbar, dass er nahe vor der Tür steht. Jesus erwähnte hier kein genaues Datum, sondern spricht nur über das Näherrücken des Tages.

In dieser Woche verfolgten viele die Vorstellung des I-Phone 5. Ein Smartphone, welches das menschliche Leben auf eine andere Ebene stellt, ist neu herausgebracht worden! Tatsächlich ist unser Leben durch die Entwicklung der Technik viel verändert und angenehmer geworden. Daher achten wir mit Hoffnung darauf, was als nächstes kommt, nachdem I-Phone 1, 2, 3, 4, 4s und I-Phone 5 gebaut wurden. Vielleicht erwarten wir, dass die Reihe von I-Phone 6, 7, 8 unendlich fortgesetzt würde. Ein Artikel im „Spiegel“ fragte danach “Kann das denn ewig so weitergehen? Kann Apple einfach alle ein, zwei Jahre ein neues Smartphone auf den Markt bringen, dazwischen mal ein neues Tablet und ein paar Laptops, und damit weiterhin immer noch mehr Geld verdienen?“ Was sagt Jesus dazu? Betrachten wir die Versen 34.35

Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.„ Menschen sind nicht fähig, die Wiederkunft Jesu zu stoppen. Himmel und Erde und alle Technologien, Kulturen und Ideologien, die darauf gebaut sind, werden vergehen. Samsung Galaxy Reihe und Apple I-Phone haben sicher ein Ende. Was aber wird nicht vergehen? Jesu Wort! Sein Wort hat eine ewige Gültigkeit und zuverlässig ist sein Wort. Dieses Wort besagt, dass das Kommen Jesu die Lehre und das Wort Jesu als Wahrheit klar erweist. Spekulationen, was die nächste Hightechentwicklung sein könnte, die uns Annehmlichkeit und Gewinn bringt, haben damit ein Ende.

Vielleicht sind die Jünger und auch wir selbst zu sehr darauf fixiert, etwas über den Zeitpunkt der Wiederkunft zu wissen. Nach Jesu Wort müssen wir fragen: „Was kommt danach und wie wird unser Leben danach aussehen?“ Wir leben heute hier in dieser Welt durch die schon in der Schule erworbenen Techniken. Im Himmelreich werden wir aber durch Jesu Wort leben. Jesus zitierte ein Wort aus 5.Mose 8,3, als er von Satan versucht wurde, Steine zu Brot zu machen: „Der Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ Jesus half seinen Jüngern, zu lernen aus Gehorsam und aus Glauben an sein Wort zu leben. Jesu Wort, das wir persönlich empfangen haben, bleibt weiter in uns und Jesu Wort unterstützt uns weiter in unserem Leben im Himmelreich. Stellt Euch mal vor, „Mein Jahres- und Lebensleitwort begleiten mich auch im Himmelreich.“ Dann bin ich im Himmel „Ein Vater vieler Völker im Himmel!“

Betrachten wir Vers 36. „Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.“ Wir wissen, dass die Zeit nahe ist, aber wir wissen den genauen Tag nicht. Den Tag zu bestimmen erklärte Gott zur Chefsache. Das Bestimmungsrecht unterliegt sicher seiner Souveränität. Dennoch wird Gott den Tag nicht nach seiner Willkür bestimmen. Jesus sagt im Vers 22 „Und wenn diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch selig werden; aber um der Auserwählten willen werden diese Tage verkürzt.“ Gott reguliert die Länge der Bedrängnisse um der Christen willen. Wenn M. Ester zu sehr seufzt, wird Gott die Tage verkürzen. Wenn M. Grace im Gebet für Priska beharrlich ist, verlängert er sie, bis ihr Gebet erhört ist. Das heißt aber nicht, dass er nie kommen würde. Niemand kann diesen Plan blockieren. Der souveräne Herr hat beschlossen, dass Jesus als Richter wiederkommt. Jesus veranschaulicht seinen Jüngern sein Kommen durch die Tagen Noahs.

Wie war´s in den Tagen Noahs? Betrachten wir die Verse 38.39 „Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin -, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns.“ Jesus fasste die Zeit Noahs zusammen mit dem Wort: „sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging“ Was besagt das?

Erstens, Es gibt ein Ende. In 1. Mose 6,13 kündete Gott Noah: „Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde.“ Es war eine beschlossene Sache, dass Gott die verdorbenen Menschen vertilgen wollte. Daraufhin bereitete Noah die Arche vor. Die Menschen in Noahs Zeit aßen und tranken. Noah und seine Kinder haben natürlich gegessen und getrunken. Konsum und Genuss waren und ist an der Tagesordnung des menschlichen Lebens bis heute. Obwohl sich ihr tägliches Leben nicht unterschied, wurde die Söhne Noahs errettet und die andern nicht. In den Versen 38.39 steht, „sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging.“ „sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam Sie setzten keine Grenze. Noahs Familie gingen in die Arche, als sie Gottes Stimme hörten, während die andern Menschen weiter von ihrem Lebensgenuss trunken waren. Als es regnete, achten sie nicht darauf, weil es trotz Regen und Überschwemmungen immer einen nächsten Tag gab, an dem sie wieder wie früher lebten. Die Menschen in Noahs Zeit dachten, dass ihr Genuss und Konsum ohne Ende weiter bestehen würde. Sie ignorierten Gottes Beschluss, ein Ende zu machen. Wie es einen Anfang gibt, kommt auch ein Ende. Das ist bei Gott beschlossene Sache.

Zweitens, Gott ist der Herr. Ihre Unachtsamkeit beruht darauf, dass sie Gott ganz und gar vergessen und ohne besondere Gedanken nach ihre Laune und Gefühle ihr Leben geführt haben. Sie vergaßen das Schöpfungsziel Gottes. Sie dachten, dass ihr Leben allein ihnen gehören würde. Sie waren selbst ihr eigener Herr, während Noah alles tat, was ihm Gott gebot. Noah ehrte Gott, indem er sein Wort höher achtete, als seine eigene Stimme.

Jesus sprach zu seinen Jüngern weiter: „Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben. Zwei Frauen werden mahlen mit der Mühle; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben.“ Jesus nannte zwei reale Beispiele, die zu dem Zeitpunkt von Jesu Kommen geschehen werden. Zwei Männer auf dem Feld dürften heute Bauern sein oder vielleicht auch Angestellte oder Arbeiter. Sie beschäftigen sich damit, für die Familie Geld zu verdienen oder für die gute Ernte zu arbeiten, indem sie am Schreibtisch sitzen, oder am Computer oder mit den Kunden telefonieren. Zwei Frauen, die mit der Mühle mahlen, könnten heute Hausfrauen sein, die für die Kinder oder für den Ehemann Abendessen zubereiten. Eine backt einen Kuchen oder eine schneidet auf einem Brett Gemüse. Ihre Tätigkeiten sind gleich. Aber ihr Ende ist ganz unterschiedlich. Woran liegt das?

Lesen wir den Vers 42. „Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“ Jesus gab seinen Jüngern schlussfolgernd ein Wort: „Wachet!“ Hier ist mit „Wachen!“ sicherlich nicht gemeint, dass wir die ganze Zeit die Augen geöffnet halten müssen. Wachen ist ein Zustand, sehr aufmerksam auf jemanden zu warten oder auf etwas aufzupassen. Sie sollen auf die Wiederkunft Jesu warten.

Nachdem Jesus über die Zerstörung des Tempels gesprochen hatte, fragten sie danach: Wann und was ist das Zeichen dafür? Jesus sprach hier nicht darüber, wann er wiederkommt, sondern wie sie leben sollten. Wachsam auf das Kommen Jesu zu warten funktioniert weder durch Frühwarnsystem noch durch einen glücklichen Zufall. Ein Hausvater könnte durch Überwachung rund um die Uhr ein Verbrechen zu Hause vermeiden. Funktioniert das aber 100%ig sicher? Wenn es jemandem gelingen würde, hätte Jesus im Vers 44 nicht gesagt: „Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.“ Jesus betonte hier wiederum „bereit zu sein“. Wie sollen wir leben?

Wir leben in einer Welt, wo Materialismus herrscht. Wir sind oft von Geld abhängig. Daher sind wir sehr empfindlich und verletzlich vom Preis der Güter und von Knappheit an Material. Wenn ich an der Tankstelle Benzinpreise über 1€ 70 sehe, sage ich mir, dass ich vor 2 Jahren für 1€ 30 getankt habe.

Doch herrscht diese Welt nicht nur Mammon allein, sondern der Heilige Geist wirkt unter uns. Wir sind durch seine Hilfe im Geist wiedergeboren. Wir merken, dass er die Herzen der anvertrauten Menschen lehrt und bewegt. Wenn ich denke, dass mein Herz vom Wort nicht berührt wird, heißt das sicher nicht, dass es den Heiligen Geist nicht gibt. Er ist bei den andern Menschen am Werk. Wenn er nicht aktiv in Deutschland ist, heißt das nicht, dass er schläft, sondern er wirkt in Afrika oder in Russland. Wir sollen nicht nur für den Benzinpreis oder Brötchenpreis sensibel sein, sondern für die Wirksamkeit des Heiligen Geistes.

Ich sehe, dass der Heilige Geist in Deutschland ein neues Werk tut, nämlich dass er die deutschen Hirten als geistliche Leiter aufstellt. Vor 20 Jahren haben die Missionare dafür beharrlich gebetet. Wenn ein Bibelschüler kommt, haben wir mit seinem Namen dafür gebetet, obwohl er nur ein Mal Bibelstudium gemacht hat. Dieses großartige Werk bringt der Heilige Geist zustande. Ich bin Gott persönlich sehr dankbar, dass er unter uns mächtig wirkt.

Durch die Wachsamkeit und Bereitschaft für die Wirksamkeit des Heiligen Geistes dürfen wir verfolgen, wie Gott sowohl in der Vergangenheit, als auch jetzt und in der Zukunft wirkt. Wir sind in dieser Hinsicht die Aktionäre für das Himmelreich.

  1. Wer ist der treue und kluge Knecht? (45-51)

Lesen wir gemeinsam den Vers 45. „Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe?“ Ein treuer und kluger Knecht ist eine beauftragte Person, die selbständig Verantwortung für einige Menschen trägt. Ihm ist seine Aufgabe bewusst, dass er nach den Bedürfnissen der andern aufmerksam forscht und merkt, wann die rechte Zeit ist, ihnen Essen zu geben. Obwohl der Herr abwesend ist, tut er seinen Dienst freiwillig und herzlich.

Wer ist nun der treue und kluge Knecht? Josef im 1. Buch Mose war ein treuer und kluger Knecht. Wegen seines schicksalhaften Lebens hätte er in der Knechtschaft und im Gefängnis mit Murren und Klagen sein Leben vergeuden können. Stattdessen arbeitete er als Knecht treu und kümmerte im Gefängnis um seine Mitgefangenen. Wie weit wurde er erhöht! Er wurde über das Haus des Pharao und über Ägypten gesetzt, so dass durch ihn sowohl die Ägypter und als auch die Israeliten vor der Hungersnot errettet wurden.

Dieser treue und kluge Knecht im Text war so sehr mit dem Auftrag beschäftigt, dass er nicht merkte, dass der Herr kam und ihn beobachtete. „Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.“

Dagegen denkt ein böser Knecht ganz anders. Obwohl er vom Herrn denselben Auftrag bekam, denkt er: „Mein Herr kommt noch lange nicht“. „Er kommt gar nicht. Nein, er kommt nie!“ Er tut, als ob er selbst als Herr über alles nach seinen eigenen Gedanken handeln könnte,und fängt an, seine Mitknechte zu schlagen, isst und trinkt mit den Betrunkenen, wie er will. Wann kommt der Herr? Vers 50 „dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er’s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt“ Er würde davon völlig überrascht, dass der Herr tatsächlich kommt. Sein Lohn würde ziemlich mager und bitter sein.

Im heutigen Text betont Jesus die Tatsache, dass er kommt. Es ist von Gott fest beschlossen, dass er seinen Sohn als Richter in die Welt senden wird. Den Tag zu spekulieren oder genau zu erkunden, scheinen sinnlos zu sein, weil Gott uns ihn nicht klar verkündigt hat. Doch sollen die Wachsamkeit und Bereitschaft unser Leben heute bestimmen, so dass wir als treuer und kluger Knecht vom Herrn gefunden werden.

Für mich persönlich heißt das, nach dem Wort aus 1. Petr 2,9 zu leben. „Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt, die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht“ Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mich von den Einflüssen der materialistisch orientierten Welt und der egozentrischen Gesellschaft bewahrt hat. Durch das Hirtenleben in der Unizeit und durch mein Missionsleben in der Berufszeit erzog Gott mich, für die anvertrauten Menschen zu leben und für diese Generation zu beten. Er formte und formt mich zu seinem brauchbaren Knecht. Mein Anliegen ist, dass ich für das Erlösungswerk gebraucht werde, bis er wiederkommt.

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