Predigt: 1.Könige 19,1 – 19,21

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Das stille, sanfte Sausen Gottes

„Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.”

(1.Kön 19,12)

Letzte Woche haben wir erfahren, wie Gott Elia durch schwierige Umstände trainiert hat, ganz auf Gott zu vertrauen, und ihn dann dafür gebraucht hat, den Götzendienst des Volkes herauszufordern. Elia hatte voller Eifer und Glaubensmut auf dem Berg Karmel die Nichtigkeit des Baalskults aufgedeckt und den Herrn als den wahren Gott offenbart. Im heutigen Text erfahren wir, wie Gott Elia, der in eine tiefe Krise geriet, persönlich geholfen und ihn geistlich wiederhergestellt hat. Lasst uns verstehen, wie Gott Elia in seiner Not begegnet ist, und dadurch sein sanftes Wesen kennen lernen! Möge Gott dadurch auch jeden von uns dazu ermutigen, Gott zu begegnen und seine tiefgehende Hilfe zu erfahren!

I.  Elia ging zum Berg Gottes, dem Horeb (1-7)

Was passierte, nachdem Elia auf dem Berg Karmel dem ganzen Volk vor Augen geführt hatte, dass allein der Herr Gott ist, und die Baalspriester getötet hatte? Betrachten wir den Text. Der König Ahab sagte seiner Frau Isebel alles, was Elia getan und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. Daraufhin sandte Isebel, die eine glühende Anhängerin Baals war, einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast!“ (2) Wie reagierte Elia auf diese Morddrohung? Eigentlich hatte er am Vortag in einer noch gefährlicheren Situation Glauben bewiesen, als er dem König face to face gegenüber stand und seinen Götzendienst und den des ganzen Volks mutig herausgefordert und dann die 450 Baalspriester mit dem Schwert getötet hatte. Aus Glauben war er voller Geist und Eifer für Gott gewesen, voll Mut und Tatkraft. Doch wie reagierte er, als er nun am nächsten Tag die Drohung Isebels hörte? Im Vers 3 heißt es: „Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort.“ Als Elia diese Drohung hörte, reagierte er mit Furcht; er geriet derartig in Furcht, dass er um sein Leben rannte. Wie können wir verstehen, dass der große Mann Gottes, der am Tag davor noch in großartiger Weise aus Glauben gehandelt hatte, nun auf die Drohung Isebels hin in so große Furcht geriet? Einfach gesagt passierte das, weil Elia in dieser neuen Situation nicht erneut aus Glauben reagierte. Als er die Morddrohung hörte, dachte er nicht aus Glauben an den allmächtigen Gott, der ihm am Vortag geholfen hatte und ihm auch in dieser neuen Not helfen würde. Als er nicht aus Glauben dachte, strömten sofort Furcht und Todesangst in sein Herz. Hierdurch lernen wir, dass selbst ein großer Mann Gottes jeden Tag und in jeder Situation neu bewusst Glauben aufbringen muss. Niemand kann aus dem Glauben leben, den er gestern hatte, sondern wir müssen jeden Tag und in jeder Situation neu Glauben aufbringen, damit wir auch die neue Situation aus Glauben sehen und damit umgehen können. Möge Gott jedem von uns helfen, in jeder Lage neu Glauben aufzubringen und so Tag für Tag aus Glauben zu leben!

Was machte Elia weiter, als er in Furcht geraten war? Vers 4 sagt: „Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Wacholder und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, Herr, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter.“ Aus Angst vor der Rache der bösen Königin rannte er stundenlang in Richtung südlicher Landesgrenze und ging dann noch eine Tagereise weit in die Wüste. Schließlich setzte er sich völlig erschöpft unter einen Wacholderstrauch und wünschte sich zu sterben. Hier sehen wir, wie tief die Krise war, in die Elia geraten war, sodass er völlig verzweifelt war und Gott darum bat, ihm seine Seele zu nehmen. Wie war es so weit gekommen? Zum einen hatte die Angst in Elias Herz ihm seinen Lebensmut geraubt. Aber es war nicht nur die Angst vor Isebels Männern. Er war auch geistlich müde und erschöpft und geplagt von vielen negativen Gedanken, wie seine anschließenden Worte zeigen. Er hatte sich voll dafür eingesetzt, dass das Volk sich von ihrem Götzendienst abwendet und Gott wieder zuwendet. Nach dem Gottesbeweis auf dem Berg Karmel muss er wohl erwartet haben, dass nun die komplette Wende kommt. Aber die böse Königin hatte keine Buße getan, und es sah so aus, als ob sie nun auch das Volk wieder zum Götzendienst verleiten könnte. Elias jahrelanger Eifer für Gott und die Buße des Volks erschienen vergeblich gewesen zu sein. Dieser Gedanke, dass sein Hirtenleben vergeblich gewesen sei, raubte ihm allen Lebensmut, sodass er lieber sterben wollte. Seine Worte „ich bin nicht besser als meine Väter weisen darauf hin, dass er sich dabei auch seiner eigenen Sündhaftigkeit und Mangelhaftigkeit bewusst war und sich an der ganzen Lage des Volkes selbst mitschuldig fühlte. Elia war innerlich am Ende, wie völlig ausgebrannt! Er wollte nicht mehr leben.

Wer kann einem Menschen in so einer Situation helfen? Menschliche Worte des Trostes oder der Ermutigung wie „Sieh die Dinge doch nicht so negativ“ können einen in so einer Lage nur noch zusätzlich verletzen und verzweifeln lassen. Elia brauchte Gottes Hilfe. Wie half ihm Gott?

Betrachten wir die Verse 5-7. Elia war so verzweifelt und erschöpft, dass er unter dem Wacholderbusch einschlief. Aber ein Engel rührte ihn an und sagte zu ihm: Steh auf und iss!“ Als Elia um sich sah, lag neben seinem Kopf ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Als er das Brot gegessen und das Wasser getrunken hatte, legte er sich einfach wieder schlafen. Er war in dieser Zeit offensichtlich nicht in der Lage und nicht bereit, mit Gott zu reden und seine Botschaft zu hören. Aber Gott kümmerte sich um seinen Diener, der körperlich und geistlich erschöpft ohne Nahrung und Wasser in der Wüste war. Der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal zu ihm und rührte ihn an und sagte: „Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“ Hier sehen wir, dass Gott Elia genau gekannt und seine Situation gut verstanden hat.

Was tat Elia daraufhin? Vers 8 sagt: „Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.“ Er ging, nachdem er sich nochmals gestärkt hatte, 40 Tage und 40 Nächte bis zum Berg Horeb. Dieser Berg liegt im südlichen Teil der Sinaihalbinsel, etwa 350 Kilometer von Beerscheba entfernt. Der Berg Horeb ist der Ort, wo Gott mit den Israeliten den Bund geschlossen hatte. Es ist der Ort, wo Gott Mose erschienen war und von Angesicht zu Angesicht mit ihm geredet hatte. Der Horeb war der am besten geeignete Ort, um Gott zu begegnen. Hier sehen wir, wie Gott Elia zu sich gezogen hatte, als er in Not war. Als Elia irgendwie zum Berg Horeb fliehen wollte, um bei Gott Schutz und Hilfe zu suchen, half Gott ihm dabei. Als er unter dem Wacholderstrauch saß, war Elia offenbar noch nicht wirklich offen und bereit, Gottes Reden zu hören. Aber Gott stärkte ihn durch einen Engel und ermutigte ihn, die weite Reise vor sich zu machen. So wartete Gott, bis Elia dorthin kam, wo er Gott begegnen wollte. Denn auch Gott wollte ihm begegnen und ihm helfen. Wie begegnete Gott ihm?

II.         Elia hörte ein stilles, sanftes Sausen (9-21)

Als Elia am Horeb ankam, blieb er dort über Nacht in einer Höhle. Was passierte dort? Vers 9b sagt: Und siehe, das Wort des Herrn kam zu ihm: Was machst du hier, Elia?“ Tatsäch­lich sprach Gott Elia dort persönlich an. Gott fragte ihn nach dem Grund, warum er hier war. Einerseits zeigt Gott mir der Frage Verständnis für Elia und ermöglicht ihm zu sprechen. Andererseits steckt in Gottes Frage „Was machst du hier, Elia?“ auch eine leise Kritik; Gott wies ihn darauf hin, dass der Berg Horeb im Ausland nicht der Ort war, wo Elia seinen Platz und seine Aufgabe hatte.

Wie antwortete Elia auf Gottes Frage? Elia sprach: Ich habe geeifert für den Herrn, den Gott Zebaoth; denn Israel hat deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert getötet und ich bin allein übrig geblieben, und sie trachten danach, dass sie mir mein Leben nehmen.“ Elia schüttete vor Gott sein Herz aus. Er berichtete Gott von seinem Eifer und Einsatz für ihn, von seiner Traurigkeit und Enttäuschung über die Entwicklung des Volkes, das den Bund verlassen hatte und ihm sogar nach dem Leben trachtete. Elia sah die Situation negativ. Er meinte, dass er allein übrig geblieben sei von denen, die noch Gott die Treue hielten – obwohl Obadja ihm eigentlich mitgeteilt hatte, dass er hundert Propheten des Herrn versteckt hatte; aber das sah er nicht. Sein Eifer für den Herrn kamen ihm vergeblich vor und der Sinn seines ganzes Hirtenlebens fraglich. Indirekt stellt seine Klage über seine Lage auch eine Klage gegen Gott dar, der ihn zu diesem Amt berufen und diese Situation zugelassen hatte.

Wie antwortete Gott auf seine Klage? Die Verse 11 und 12a lauten: Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den Herrn! Und siehe, der Herr wird vorübergehen.“ Gott wollte Elia begegnen. Gott wusste, dass er in seiner inneren Verzweiflung eine persönliche Begegnung mit Gott brauchte. Aber wie begegnete Gott ihm? „Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem Herrn her; der Herr aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der Herr war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer.“ Der starke Wind, das Erdbeben und das Feuer, die Gott vorausgingen, sind starke Naturgewalten. Sie sind Werke Gottes, die Ausdruck seiner Macht und Heiligkeit sind. Aber Gott war in keinem von ihnen zu finden.

Wie begegnete Gott Elia dann tatsächlich? Vers 12b sagt: „Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.“ Nachdem die starken Naturgewalten vorbei waren, kam ein stilles, sanftes Sausen. Gott kam zu ihm in stillem, sanftem Sausen. Bisher hatte Gott sich Elia hauptsächlich durch machtvolle Taten gezeigt, wie die übernatürliche Versorgung mit Nahrung am Bach, durch die Auferweckung von Toten oder das mächtige Feuer vom Himmel, das sogar Steine und Wasser verzehrte. Durch die Werke Gottes hatte Elia Gottes Macht und Autorität erfahren. Aber nun wollte Gott sich Elia nicht mit gewaltigen Taten zeigen, sondern wollte ihm in der Stille ganz persönlich begegnen. Gott hätte schon am Wacholderstrauch Gott so begegnen können, aber Gott wartete, bis Elia wirklich bereit war, Gott zu begegnen und seine leise Stimme zu hören. Elia sollte gut zuhören, damit er die Stimme Gottes hören würde. Er sollte auf Gottes leises Sausen hören statt auf die lauten Stimmen in seinem Herzen. Er sollte Gottes Stimme wahrnehmen und in seinem Herzen wirken lassen. – Als Elia das stille, sanfte Sausen hörte, verhüllte er sein Gesicht mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle. Er erkannte, dass nun Gott zu ihm kam und mit ihm reden wollte.

V. 13b sagt weiter: „Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm und sprach: Was hast du hier zu tun, Elia?“ Gott redete zu ihm persönlich. Gott hatte schon vorhin gefragt, was er hier machte. Gott war bereit, ihm zu begegnen, und gab ihm Gelegenheit mit Gott zu reden. Aber diese zweite Frage, was er hier machte, macht den leichten Tadel unüberhörbar – denn der Ort seiner Mission war eigentlich woanders.

Hier können wir erkennen, dass Gott jeden persönlich und seine Lage gut kennt. Vor allem können wir hier lernen, dass Gott den Wunsch hat, sich uns Menschen nicht nur durch Werke, sondern hauptsächlich durch sein Wort persönlich zu offenbaren. Gott will uns ganz persönlich begegnen und uns durch sein Wort ansprechen. Gott will uns dadurch seinen Willen und seinen Ratschluss offenbaren, damit wir ihn erkennen und aufgrund dessen unser Leben führen können.

Was antwortete Elia Gott? Elia antwortete Gott ganz ähnlich wie beim ersten Mal. Er sagte nochmals, wie eifrig er Gott gedient hatte, dass Israel aber Gottes Bund verlassen und seine Propheten getötet hatte und dass er auch Angst um sein Leben hatte. Die Tatsache, dass Elia fast dieselben Worte zweimal sagte, zeigt, wie fest seine Gedanken waren. Trotzdem sah Gott nun eine Gelegenheit, ihm seinen Ratschluss zu offenbaren.

Was sagte Gott zu ihm mit sanfter Stimme? Es heißt: „Aber der Herr sprach zu ihm: Geh wieder deines Weges durch die Wüste nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasaël zum König über Aram und Jehu, den Sohn Nimschis, zum König über Israel und Elisa, den Sohn Schafats, von Abel-Mehola zum Propheten an deiner statt. 17 Und es soll geschehen: Wer dem Schwert Hasaëls entrinnt, den soll Jehu töten, und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den soll Elisa töten.“ Gott offenbarte Elia seinen Plan für sein weiteres Werk und auch Elias Aufgabe dabei. Denn Gott war angesichts der geistlich dunklen Lage in Israel und Umgebung keineswegs verzagt oder gar hilflos. Gott hatte längst seinen Plan für sein Werk, für das Volk und auch für Elia. Elia sollte Hasael zum König über Aram in Syrien salben und Jehu zum König über Israel. Das bedeutete auch, dass die Zeit des bösen Königs Ahab vorbei gehen würde. Elia sollte auch Elisa zu seinem Nachfolger als Prophet einsetzen. Das machte Elia klar, dass er wirklich nicht der einzig übrig gebliebene war und dass Gottes Werk auch mit seinem Tod nicht enden, sondern geplant weitergehen würde. Auf diese Weise offenbarte Gott durch sein Wort dem verzweifelten Elia seine Pläne und ließ ihn Gottes Willen und Ratschluss erkennen. Dadurch half ihm Gott, seine Situation und auch sich selbst ganz anders zu sehen. Elia hatte gedacht, dass alles, was er tat, sinnlos war und dass das Werk Gottes am Ende sei; Zweifel an Gottes Werk, Zweifel an seinem Missionsleben hatten ihn gequält und ihm alle Kraft und Lebensmut geraubt. Aber die neue Perspektive Gottes war ganz anders und gab ihm neuen Mut und Kraft, Gott weiter zu dienen. Vor allem muss die Begegnung Elias mit Gott selbst unheimlich beruhigend und motivierend gewesen sein.

Was enthüllte Gott ihm noch? Gott sprach weiter: Und ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat.“ Elia hatte gedacht, dass er allein übrig gelieben war von denen, die noch an Gott glaubten. Aber welche Überraschung brachte Gottes Wort! Wie anders war die Wirklichkeit, die Gott ihm nun enthüllte! Gott hatte 7000 Mann übrig gelassen, die ihre Knie nicht vor Baal gebeugt hatten und die ihn nicht geküsst hatten. Gott wirkte und tat sein Heilswerk unter den Menschen weit über das hinaus, was Elia sah und tat. Das Werk Gottes war keineswegs fast am Ende, sondern ging ganz nach Gottes Plan und mit großer Kraft weiter – nur hatte Elia das nicht gesehen. Doch als Elia auf Gottes Stimme hörte, konnte er seinen Ratschluss erkennen und sein Leben neu darauf ausrichten. So wirkt Gott auch bis heute und tut sein Werk weit über das hinaus, was wir sehen und mitbekommen. Hier können wir nochmals erkennen, warum es für uns so wichtig ist, dass wir auf Gottes Reden hören und seine Worte ganz persönlich verstehen, damit uns klar wird, was Gott vorhat, und wir im Bewusstsein dieser Realität leben können, anstatt bloß aufgrund des kleinen, verzerrten Ausschnitts von der Wirklichkeit, den wir mit unseren natürlichen Augen sehen. Möge Gott jedem von uns helfen, beim Bibel lesen und im Gebet Gottes Stimme persönlich zu hören und seinen Willen und Ratschluss reichlich zu erkennen!

Wie reagierte Elia nun auf Gottes Offenbarung? Betrachten wir V. 19: „Und Elia ging von dort weg und fand Elisa, den Sohn Schafats, als er pflügte mit zwölf Jochen vor sich her, und er war selbst bei dem zwölften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn.“ Hier sehen wir, dass Elia wieder ermutigt war und Kraft hatte, Gottes Werk weiter zu dienen. Vor allem sehen wir hier seinen konkreten Gehorsam. Er verleugnete seine eigenen bisherigen Gedanken und Gefühle und befolgte Gottes Anweisung im Glauben an sein weiteres Wirken. Als er Gott gehorchte, konnte auch Elisa Gottes Berufung erkennen und annehmen und ihm folgen.

Heute haben wir erfahren, wie Gott Elia geholfen hat, als der in eine schwere geistliche Krise geraten ist. Gott kam zu Elia im stillen, sanften Sausen und sprach ihn ganz persönlich an. Gott offenbarte ihm seinen Ratschluss und Plan, der ganz anders war als Elias Vorstellungen und Gedanken, und auch die Aufgabe beinhaltete, die Gott dabei für Elia weiter vorgesehen hatte. Als Elia darauf hörte, konnte er aus seinen eigenen Gedanken und seiner Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit herauskommen und Gott mit neuer Kraft und Zuversicht dienen. Auch wir haben es sehr nötig, immer wieder Gott zu begegnen und seine Stimme persönlich zu hören. Ohne das sehen wir nur das, was für unsere eigenen Augen sichtbar und für unsere Gedanken vorstellbar ist, und sind innerlich an unsere momentane Situation und unsere eigene Vorstellung gebunden. Dann können wir in schwierigen Situationen leicht negative Gedanken geraten und unsere Zuversicht für Gottes Werk und den Mut und die Kraft für unser Hirtenleben verlieren. Möge Gott uns helfen, neu auf Gottes Worte zu hören und sein Reden ganz persönlich zu verstehen, Gottes Willen und Ratschluss für sein Werk und für uns selbst zu erkennen! Möge Gott uns helfen, aufgrund dessen zu denken und zu leben weit über die sichtbare Situation hinaus immer voller Zuversicht und Kraft zu sein! Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort: „Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.”

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