Predigt: Philipper 2,12 – 30

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Schaffet, dass ihr selig werdet

Also, meine Lieben, -wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein

in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit –

schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern

(Philipper 2.12)

Wir haben letzte Woche einen einzigartigen Menschen kennengelernt, von dem wir uns alle eine Scheibe abschneiden können. Dieser Mann setzte seine ganze Kraft und Willen ein, um Gott zu gehorchen. Dafür nahm er sogar schmerzvolle Leiden und größte Demütigung in Kauf. Selbst vor dem Tod am Kreuz machte er nicht davor Halt, Gott zu gehorchen. Wegen seines absoluten Gehorsams hatte Gott ihn zum Herrn über die gesamte Schöpfung erhoben. Um wen geht es? Um den Herrn Jesus Christus. Lasst uns heute lernen, wie wir Ihm nachahmen können.

Teil I: Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern (V. 12 und 13)

Was sollten die Philipper vom demütigen und gehorsamen Herrn Jesus lernen? Lesen wir gemeinsam den Vers 12: Also, meine Lieben, -wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit – schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Paulus fängt mit dem Wörtchen „Also“ an. Damit bezieht er sich auf das, was er zuvor gesagt hat. D.h. Also,  ihr sollt wie euer Meister  willig zum Gehorsam gegenüber Gott sein und mit dieser Haltung schaffen.

Das gr. Wort für „schaffen“ meint „kontinuierlich arbeiten, um etwas zur Erfüllung oder Vollendung zu bringen“. Was sollten denn die Philipper zur Erfüllung oder Vollendung bringen? Paulus hatte sie ja angewiesen: Schaffet, dass ihr selig werdet. Das Wort „selig“ kann auch mit „Heil“ oder „Erlösung“ übersetzt werden. Die Philipper sollten also ihre Erlösung zur Erfüllung bringen.

Aber waren die Philipper nicht bereits erlöst? Schließlich waren sie ja schon gläubig geworden und Gott hatte sie für gerecht gesprochen, weil sie eben an Seinen Sohn glaubten. Also, warum dann die Anweisung „Schaffet, dass ihr selig werdet“? Die Philipper waren zwar schon errettet, doch auf Hoffnung (vgl. Römer 8.24). Ihre verheißene Erlösung sollte ja noch kommen, wenn sie heimgehen würden. Bis dahin sollten sie schaffen, auf dass die Verheißung der ewigen Erlösung nach deren Tod in Kraft treten konnte.

Nicht dass die Philipper im Allgemeinen ungehorsam gewesen waren. Nein, Paulus lobte sie in dieser Hinsicht sogar, indem er sagte: wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit. Aber weil Paulus sie so sehr liebte und sich das Beste für sie wünschte, wollte er, dass sie mit aller Kraft ihrer wahren endgültigen Erlösung entgegeneilen. D.h.: Sie sollten alle Mühe aufwenden, um von Tag zu Tag heiliger zu werden – oder anders gesagt: Jesus immer ähnlicher zu werden.

Man könnte einwenden: „Wir sollen schaffen, dass wir selig werden, – ist das nicht Werkgerechtigkeit, weil wir ja allein durch den Glauben gerecht geworden sind?“ Nein, das hat überhaupt nichts mit Werkgerechtigkeit zu tun. Als wir zum Glauben an den Herrn Jesus kamen, haben wir seine Gnade ergriffen, sodass wir errettet wurden. Wie bei der Bekehrung so sollen wir durch unser gesamtes Glaubenslebens hindurch aus der Gnade Gottes schöpfen; uns mit aller Macht ihr aussetzen. Wir müssen von der Gnade Gottes ständig Gebrauch machen, um in unserer praktischen Heiligung voranzuschreiten. Die Errettung durch die Rechtfertigung ist nicht das Ende, sondern vielmehr der Anfang von unserem neuen Leben in Gott.

Wir wollen einerseits gerne Jesus nachahmen und so sein wie er. Wenn wir uns aber betrachten, entdecken wir in uns immer wieder sündige Wünsche, von denen wir am liebsten mit einem Mal befreit worden wären. Wir können aber nicht erwarten, dass die Gnade Gottes wie Regen einfach so auf uns niederfällt und uns von Tag zu Tag heiliger macht, ohne dass wir sie von uns aus beanspruchen. Das klappt so nicht. Nein, wir sollen schon schaffen: Wir sollen nach dem Vorbild Jesu unsere gesamte Willenskraft zum Gehorsam gegenüber Gott einsetzen. Dann werden wir zu echten Bedürftigen, die Gott mit allem Ernst um Gnade für den Gehorsam bitten. Wir werden zu Gefäßen, in denen Gottes Gnade zur Heiligung einströmen kann.

Mein Bibellehrer z.B. ist darum bemüht, seine ganze Willenskraft zum Gehorsam gegenüber Gott einzusetzen. Freitags kommt er direkt nach der Arbeit zur Gebetsversammlung.  Dann hält er mit mir ein Zweierbibelstudium. Danach ist es in der Regel schon 12 Uhr. Doch das hält ihn nicht auf, samstags, frühmorgens aufzustehen, um mit seinem Kreis Bibelstudium zu halten. Dann, wenn er fertig ist, nimmt er seinen Laptop und geht in einen Nebenraum, um seine Predigt vorzubereiten. Gleichzeitig kümmert er sich um sein Kind, das recht lebhaft ist.

Bevor wir wieder auf das Wort aus Vers 12 zu sprechen kommen, muss noch eine Sache gesagt werden: Die biblische Wahrheit, dass wir allein durch den Glauben an den Herrn Jesus gerettet werden, dürfen wir nicht missverstehen, indem wir denken, dass die praktische Heiligung nicht unbedingt sein muss. Kommt nicht der intakte Glaube an den Herrn Jesus Christus gerade dadurch zum Ausdruck, dass man erpicht ist, geheiligt zu werden? Das Wort Gottes sagt uns ganz klar: Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird (Hebräer 12.14). Kurz gesagt: Erlösung ohne praktische Heiligung – das macht Gott nicht mit. Man kann es drehen und wenden, wie man will.

Betrachten wir noch einmal Vers 12: Mit welcher Haltung sollten die Philipper schaffen? Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Also mit Furcht und Zittern! Aber warum eigentlich mit Furcht und Zittern?

Lesen wir gemeinsam den Vers 13: Denn Gott ist´s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Die Philipper sollten mit Furcht und Zittern schaffen, weil es Gott war, der in ihnen wirkte. Jeder Ungehorsam war ein Ausdruck der Missachtung Gottes.

Der Apostel Paulus erklärte ihnen, dass der Wunsch in ihnen, Gott zu gehorchen, nicht einfach von sich aus da war. Nein, dieser Wunsch kam von Gott. Sie sollten sich von diesem Willen leiten lassen, anstatt ihn zu übergehen.

Was sollen wir nun aus dem, was wir bisher gehört haben, lernen? Sicherlich würde sich auch der Apostel Paulus über gewisse Dinge an unserer Gemeinde freuen. Wenn er z.B. an der freitäglichen  Stellungnahmevortragsstunde teilnehmen würde, dann würde er sich gewiss darüber freuen, wie der Einzelne im Alltag einen Glaubenskampf führt oder wie er mit seinen Schwächen und Gewohnheitssünden hadert und zunehmend misstrauisch sich selbst gegenüber wird. Aber weil Paulus uns genauso lieben würde wie die Philipper und er das Beste für uns wollte, würde er auch zu uns mit allem Nachdruck ausrufen: Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern!

Also einmal eine gute Stellungnahme schreiben, genügt nicht. Denn jeden Tag meldet sich unser Ego wieder zurück. Was sollen wir nun tun? Die Lebensrichtung, die wir eingeschlagen haben, sollen wir mit voller Kraft voraus begehen. Unser Denken, Sagen, Handeln, Fühlen, unser gesamtes Trachten sollen auf unser gemeinsames Ziel ausgerichtet sein. Das ist die ewige Erlösung, die wir im Moment durch die Verheißung haben.

Lasst uns die Zeit für die praktische Heiligung ausschöpfen. Dies gilt nicht nur für die älteren sondern auch für die jüngeren Mitarbeiter einschließlich mir. Wir sollen nicht meinen, dass wir noch viel Zeit haben für die praktische Heiligung, und ebenso nicht unsere Zeit mit Tätigkeiten vertrödeln, die für die Ewigkeit keinen Wert haben, wie z.B. Computer spielen. Nein, kein Tag soll vergehen, an dem wir nicht geschafft haben. Kein Tag soll vergehen, den wir wegen unserer Leichtlebigkeit vergeudet haben.

Wie sollte das Schaffen in unserem Alltagsleben noch zum Ausdruck kommen?

Teil 2: Als Lichter in der Welt (Verse 14-18)

Wozu ermahnte Paulus die Philipper also? Lesen wir gemeinsam den Vers 14: Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, Paulus ermahnte die Philipper alles, was sie tun sollten, ohne Meckern und ohne Zweifeln zu tun. Mit dem Wort „Zweifeln“ ist gemeint, dass man nicht herumdiskutieren soll, wenn man z.B. eine Aufgabe bekommt. Nochmal: Welche Dinge genau sollten die Philipper ohne Meckern und Diskutieren tun? Alles! Was alles?! Ja, alles. Paulus Wunsch war es, dass die Philipper wirklich alles, ohne Meckern und Herumdiskutieren taten.

Wenn z.B. in Philippi die Purpurhändlerin Lydia mal nur 50 EUR anstelle 100 EUR am Tag erwirtschaften konnte, dann sollte sie deswegen nicht murren. Oder wenn der Gefängnisaufseher von Philippi einen Verbrecher im Gefängnis bewachen sollte, der die ganze Nacht nur schimpft, flucht und Krach macht, anstelle wie Paulus Loblieder zu singen, dann sollte der Gefängnisaufseher nicht murren oder mit seinem Chef herumdiskutieren, warum gerade er diesen Kerl bewachen müsse. Vielmehr sollte er seine Arbeit mit Freude und Qualität machen. Auf diese Weise würden die Philipper keinen Anstoß bei irgendeinem Menschen erregen, sodass niemand was gegen sie sagen könnte. Im Gegenteil, jeder würde sich über ihre gute Leistung freuen und die Christen als tüchtige Arbeiter loben.

Ebenso sollen auch wir alles ohne Murren und Diskutieren machen. Dies betrifft alle unsere Lebensbereiche: Seien es unsere Aufgaben in der Gemeinde, in der Familie, in der Schule, in der Uni, im Beruf, in der WG usw.  Wenn du z.B. in der Schule eine schlechte Note geschrieben hast, dann brauchst du dich nicht beim Lehrer zu beschweren und sagen: „Warum machen Sie immer so schwierige Arbeiten?“. Oder wenn deine Eltern dich zum Einkaufen schicken, dann meckere nicht, sondern mache es gerne und bring deiner Mutter einen Blumenstrauß mit. Oder wenn es z.B. in deinem Studium oder Ausbildung nicht so voranläuft, wie du es dir vorgestellt hast, dann brauchst du nicht andere Menschen dafür verantwortlich zu machen, sondern schau wie du es das nächste Mal besser organisieren kannst.

Aber was soll das Ganze eigentlich? Warum wollte Paulus, dass die Philipper alles ohne Murren und Diskutieren machen? Betrachten wir Vers 15: damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt, Die Philipper sollten wie Himmelslichter in dieser geistlich dunklen Welt wirken. Ihr tadelloser und lauterer Lebenswandel sollte einen starken Kontrast zu dem der Welt bilden.

In der englischen Übersetzung steht: „in which you shine like stars in the universe“. Die jungen Menschen von heute wollen so gerne Stars werden. Das ist auch der Wille Gottes für sie. Doch damit ist nicht gemeint, dass sie solche Stars wie Hannah Montana werden sollen, sondern geistliche Stars wie Paulus z.B. Gott möchte, dass wir durch einen tadellosen und lauteren Lebenswandel als prachtvolle Stars in dieser Welt scheinen.

Welches Bekenntnis legt Paulus dann ab? Betrachten wir Verse 17 und 18:

Und wenn ich auch geopfert werde bei dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen. In einem Kommentar hierzu heißt es: Der Apostel vergleicht die Selbstaufopferung und Energie der Philipper mit seiner eigenen. Dabei erhöht er ihre Selbstaufopferung und erniedrigt seine eigene. Beide gaben ihr Leben um des Evangeliums willen hin, doch er sieht ihr Handeln als das große Opfer an, und er ist nur das Trankopfer, das noch darüber gegossen wird.

Paulus lebte das, was er von den Philippern verlangte. Denn er war demütig und achtete die anderen höher als sich selbst. Die Selbstaufopferung der Philipper verbildlicht er daher mit einem größeren Opfer als seine eigene Selbstaufopferung, die er mit einem bloßen Trankopfer gleichsetzt..

Wie fühlte sich Paulus eigentlich bei seiner Selbstaufopferung für Christus? War er verausgabt und sehnte er sich nach Urlaub?  Betrachten wir hierzu ergänzend Vers 18:  Darüber sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen. Zählen wir in den Versen 17 und 18 das Wort „freuen“, so kommen wir auf insgesamt vier. Paulus war also überhaupt nicht verausgabt. Nein, im Gegenteil, er war voller Freude. In der Welt glaubt man, dass das Glück in der Selbstverwirklichung verwurzelt ist. Doch wir können an Paulus sehen, dass die Freude aus der Selbstaufopferung für Christus kommt. Das ist wirklich eine Weisheit, die der Welt verborgen ist!

Paulus ist also nach dem Herrn Jesus ein weiteres Beispiel für einen Menschen von großer Demut und Selbstaufopferung. Doch man kann in Bezug auf den Herrn Jesus und Paulus leicht so denken: „Ja, toll, Jesus ist ja auch Gott und Paulus war ein großer Apostel gewesen. Die konnten so sein. Aber so Normalgläubige wie ich können nicht so sein. Hierfür muss man schon ein besonderer Gläubiger sein.“

Lasst uns daher im folgenden Abschnitt zwei weitere Männer kennenlernen, die geistliche Persönlichkeiten waren.

Teil 3: Timotheus und Epaphroditus (Verse 19- 30)

Paulus gab den Philippern nun seine Vorhaben kund. Er wollte Timotheus zu ihnen senden,  sobald er erfahren hatte, ob er freigelassen werden würde oder nicht. Damit die Gemeinde Timotheus anerkennt und ihn herzlich aufnimmt, gibt Paulus eine Empfehlung für ihn. Was schreibt er über Timotheus?

Betrachten wir die Verse 19-24

Unter Paulus Gefährten war Timotheus einzigartig in der  herzlichen  Fürsorge um die Philipper.  Timotheus hatte ein großes Herz für die Philipper, sodass er sich aufrichtig um sie kümmern wollte. Er war zudem ein bewährter Mann. Denn er hatte Paulus bei seinem Missionsdienst unterstützt, wie ein Kind seinem Vater. Er erwies dadurch Treue, Demut und Einfältigkeit. Timotheus war kein alter, sondern ein junger Mann gewesen. Aus den Briefen erfahren wir, dass ihn Paulus als seinen Vertreter in verschiedenen Gemeinden gebrauchen konnte, wo er als Lehrer wirkte. Timotheus ist daher eine Ermutigung für uns jungen Mitarbeitern, schon im jungen Alter zu einer geistlichen Persönlichkeit heranzuwachsen.

Wen wollte Paulus noch zu den Philippern senden? Betrachten wir die Verse 25-28:

Es war Epaphroditus. Der Abgesandte der Gemeinde von Philippi, der Paulus eine finanzielle Liebesgabe überbringen sollte. Paulus wollte Epaphroditus an die Gemeinde zurückschicken. Doch damit sie nicht über ihn denken, dass Epaphroditus ihm nutzlos gewesen sei, schreibt Paulus auch über seine Person. Was erfahren wir von ihm?

Zunächst einmal erkennt er ihn als seinen Bruder, Mitarbeiter und Mitstreiter an. In einem Kommentar hierzu heißt es: Der erste Titel drückt seine Zuneigung aus, die zweite die Anerkennung seiner harten Arbeit und der dritte die Gemeinschaft im Kampf für das Evangelium. Es war jemand der mit anderen zusammenarbeiten konnte.

Dann bezeichnet ihn Paulus als „Helfer in meiner Not“. Epaphroditus war bereit, einfache Dienste für Paulus zu machen, um ihn zu versorgen. Viele Menschen wollen nur Arbeit machen, die hohe Anerkennung bringt und im Licht der Öffentlichkeit steht. Aber Epaphroditus dachte nicht so. Er war demütig und sehr fleißig. So fleißig, dass er durch seinen Dienst für Paulus erkrankte. Epaphroditus wurde wieder gesund und wollte zu der Gemeinde in Philippi zurückkehren, damit sie sich nicht weiter Sorgen mache um ihn. Dies war der Grund, warum Paulus es für besser hielt, ihn zurückzusenden.

Wie sollten die Philipper mit solchen Menschen wie Epaphroditus umgehen, der sein Leben um Christi willen riskiert hatte? Lesen wir gemeinsam V.29: So nehmt ihn nun auf in dem Herrn mit aller Freude und haltet solche Menschen in Ehren.

Beide, sowohl Timotheus als auch Epaphroditus hatten gemeinsam, dass sie nicht für ihre eigenen privaten Ziele, sondern für Christus Ziel lebten. Sie lebten für ihn und für die Menschen.

Es ist nicht selbstverständlich, auch nicht unter uns Christen, dass hingebungsvolle Menschen wie Timotheus und Epaphroditus in Ehre gehalten werden. Anstatt sie nachzuahmen, wird deren Glaubensleben häufig als überspannt oder als übertrieben gesehen. Sicherlich würden einige zu Epaphroditus sagen: „Epaphroditus, du übertreibst. Deswegen bist du auch todkrank geworden.“ Doch Paulus ermutigt uns, solche Menschen mit Freude aufzunehmen und sie zu ehren.

Wir können auch zu christusähnliche Menschen heranwachsen. Dabei müssen wir einen fatalen Irrtum überwinden, nämlich die Ansicht, dass eine christusähnliche Persönlichkeit ein weit entferntes und kaum erlangbares Ziel ist, das wir vielleicht – wenn überhaupt- mal am Ende unseres Glaubenslebens erreichen werden. Nein, wir sollen überhaupt nicht so denken. Eine solche Ansicht lähmt lediglich unsere Heiligung. Wir sollen gleich heute mit all unserer Kraft danach streben, wie Jesus zu sein. Oder habt ihr etwa schon vergessen: Gott möchte uns alle zu prächtigen Stars machen!

Lesen wir zum Schluss gemeinsam das Leitwort:

Also, meine Lieben, -wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein
in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit-
schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern

(Phil 2,12)

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