Predigt: Richter 8,1-35

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Gideons Erfolg und Niederlage

„So wurden die Midianiter gedemütigt vor den Israeliten und hoben ihren Kopf nicht mehr empor. Und das Land hatte Ruhe vierzig Jahre, solange Gideon lebte.“
(Ri 8,28)

In den vergangenen zwei Kapiteln haben wir den Richter Gideon kennen gelernt. Wir haben gesehen, wie Gott in sein Leben kam und ihn von einem Weizendrescher zum streitbaren Helden verändert hat. Wir haben erfahren, wie der Geist Gottes auf ihn kam und er mit 300 Mann eine gewaltige Armee bezwingen konnte. Die Schlacht war gewonnen, doch Gideon gab sich noch nicht zufrieden.

Im heutigen Text lernen wir zwei Seiten Gideons kennen, seine Stärken und seine Schwächen, seinen Erfolg und seine Niederlage. Ich bin sicher, dass Gott uns durch seine Erfolge zur Nachahmung ermutigen möchte, während seine Niederlagen deutliche Warnung für uns sind. Wir können also in jedem Fall dazu lernen. Möge Gott in diesem Sinne die heutige Lektion reichlich segnen.

Teil I Gideons Erfolg (1-23)

Der heutige Text fängt mit einem großen Protest an. Wer kam nach dem überwältigenden Sieg über Midian zu Gideon und beschwerte sich? Betrachten wir Vers 1: „Da sprachen die Männer von Ephraim zu ihm: Warum hast du uns das angetan, dass du uns nicht riefest, als du in den Kampf zogst gegen die Midianiter? Und sie zankten heftig mit ihm.“ Warum war der Stamm Ephraim so aufgebracht? Offensichtlich hätten sie gerne von Anfang an mitgekämpft. Doch hatten sie wirklich Grund sich zu beklagen? Eigentlich nicht, denn während Gideon und seine 300 Männer Posaune gespielt, Krüge zerstört und mit Fackeln gewedelt hatten, (klingt mehr wie eine Silvesterfeier) durfte Ephraim den Feinden die besetzen Wasserstellen wegnehmen, ihnen nachjagen und die zwei Fürsten Oreb und Seeb gefangen nehmen. Sie hatten also einen entscheidenden Beitrag zum großen Sieg über Midian geleistet! Außerdem war es Gottes klarer Wille gewesen, Gideon nicht mehr als 300 Mann zur Seite zu stellen. Ihr Protest war also grundlos.

Gerade durch ihre ungerechtfertigte Beschwerde wird das Problem dieses Stammes deutlich. Nach Juda gehörte Ephraim zu den stärksten Stämmen Israels. Sie hatten eine wichtige Rolle bei der Eroberung des Landes durch Josua gespielt. Josua selbst stammte aus Ephraim. Doch sie waren hochmütig und einfordernd. Es heißt: „Und sie zankten heftig mit ihm.“ Das war ihre Art mit der Leitung umzugehen. Auch im Kapitel 12 legte sich Ephraim mit dem leitenden Richter Jeftah an. „Warum bist du in den Kampf gezogen gegen die Ammoniter und hast uns nicht gerufen, damit wir mit dir ziehen?“ warfen sie Jeftah vor. „Wir wollen dein Haus samt dir mit Feuer verbrennen.“ Es ist unheimlich schwierig, mit solchen Typen, die jede Gelegenheit suchen, um gegen die Leitung zu rebellieren, umzugehen. Jeftah bestrafte sie durch einen Bürgerkrieg. Was aber können wir von Gideon lernen?

Betrachten wir die Verse 2 und 3. Anstatt sich angegriffen zu fühlen und die Sache persönlich zu nehmen, demütigte sich Gideon vor Ephraim. Gideon rechnete ihre Leistungen hoch an, viel höher als seine eigenen. Was war das Resultat? „Als er das sagte, ließ ihr Zorn von ihm ab.“ Durch seine demütige Antwort verhinderte Gideon eine fast schon unvermeidliche Eskalation. Von ihm lernen wir, wie Zusammenarbeit, z.B. in der Gemeinde, funktioniert. Unser Ego verursacht Probleme und Unharmonie. Doch Demut und die Anerkennung der Leistung anderer schafft Ruhe und bewirkt Einigkeit. In diesem Punkt ist uns Gideon ein Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit. Durch seine Demut hatte Gideon Erfolg bei der Zusammenarbeit.

Was tat Gideon nach der gewonnenen Schlacht? Betrachten wir Vers 4: „Als nun Gideon an den Jordan kam, ging er hinüber mit den dreihundert Mann, die bei ihm waren; die waren müde und jagten den Feinden nach.“ Was können wir hier von Gideon lernen? Er gab sich mit der gewonnen Schlacht nicht zufrieden. Vielmehr wollte er einen nachhaltigen Sieg erreichen. Er wollte, um es mit den Worten von M. Kaleb auszudrücken, „den Sack zumachen“. Hätte er sich mit der Vertreibung der Midianiter zufrieden gegeben, wären sie im Jahr darauf erneut gekommen, um die Ernte zu vernichten. Deshalb machte er sich die ganze Mühe, den Feinden auch jenseits des Jordans nachzujagen. Er tat es, obwohl seine 300 Männer und er müde und erschöpft waren.

Was können wir lernen? Auch wir sind von Gott berufen, seinem Werk zu dienen. Es ist leicht, dem Werk Gottes halbherzig zu dienen, besonders wenn wir müde und hungrig sind. Von Gideon aber lernen wir, immer unser Bestes zu geben, auch wenn wir hungrig und müde sind. In dieser Woche war ich nicht wenig beeindruckt von M. Rebekka, weil sie jeden Tag hochschwanger zur Einladung gegangen ist. Es war kalt und sie war sicher müde und hatte Hunger. Aber sie hat fröhlich eingeladen und Bonbons getackert. Möge Gott unsere Hingabe nachhaltig segnen. Möge er uns helfen den Sack immer zu zumachen.

Was tat Gideon, als er den Jordan überquert hatte? Betrachten wir die Verse 5-9. Er bat die Leute von Sukkot: „Gebt doch dem Volk, das mir auf dem Fuße folgt, Brote; denn sie sind müde, und ich muss nachjagen den Königen der Midianiter, Sebach und Zalmunna.“ Welche Antwort bekam er? Die Oberen von Sukkot sprachen: „Sind die Fäuste Sebachs und Zalmunnas schon in deinen Händen, dass wir deinem Heer Brot geben sollen?“ Diese Antwort war für Gideon wie ein Schlag ins Gesicht. Er führte den Kampf, zu dem Gott ihn berufen hatte. Es war ein Befreiungskrieg gegen die übelste Terrorherrschaft, in der damaligen Geschichte Israels. Und es waren die eigenen Landsleute, die ihm Hilfe verweigerten. Auch Pnuel antwortete so wie die Stadt Sukkot. Strategisch gesehen handelten diese zwei Städte klug, denn sie blieben so lange neutral, bis sich ein Sieger herausstellte. Auf diese Weise wollten sie immer auf der Siegerseite stehen. Doch aus Gottes Sicht ist diese Einstellung großer Unfug. Gottes Leute sollen sich immer auf Gottes Seite stellen. Auch wir sollen uns mutig und zu jeder Zeit zu Gott bekennen. Das ist der rechte Weg eines gesegneten Glaubenslebens. Doch Sukkot und Pnuel verweigerten Gideon ihre Hilfe, obwohl Gideon auch für sie kämpfte. Ganz offenbar verließen sie sich auf die Macht des Stärkeren und führten ein Leben ohne Moral. Als Strafe wollte Gideon die Leute von Sukkot mit Dornen geißeln und die Burg von Pnuel niederreißen. Mit diesen Strafen suchte Gideon Gerechtigkeit in die morallose Lebensweise einzuführen. Allerdings ließ er sich nicht davon abhalten weiter zu ziehen. Zuerst wollte er seine Mission erfüllen.

Wie besiegte Gideon auch ohne Unterstützung die übrigen Feinde? Betrachten wir die Verse 10-12. Von den einst 135.000 waren noch 15.000 übrig geblieben. Im Vers 11 heißt es, dass sie ohne Sorge lagerten. Diese 15.000 waren so schnell geflohen, wie ihre Beine sie tragen konnten. Jogboha liegt im Gebiet der Ammoniter, dort meinten sie sicher zu sein. Nie hätten sie damit gerechnet, von Gideon bis dorthin verfolgt zu werden. Auf diese Weise konnte Gideon die beiden Könige der Midianiter gefangen nehmen und das ganze Heerlager in Schrecken versetzen. Wir sehen, dass Gideon auch ohne Verpflegung und ohne Unterstützung erfolgreich sein konnte, weil er nicht vorzeitig aufgab, sondern den Sack zumachen wollte. Gott segnete seine Entscheidung, so dass er auch in der letzten Schlacht Erfolg hatte.

Was tat Gideon auf dem Rückweg? Betrachten wir die Verse 13-17. Gideon hielt Versprechen. Er zeigte die beiden Könige vor und bestrafte Sukkot und Pnuel gemäß seiner Ankündigung. Das war sicherlich eine Lehre für die Bewohner dieser beiden Städte, aber auch für alle übrigen Städte des Landes. Nur wer auf der Seite Gottes steht, befindet sich auf der Siegerseite. Unser Erfolg ist unmittelbar mit Gott verbunden. Wer sich gegen Gott stellt, muss früher oder später mit der gerechten Strafe rechnen, denn Gott ist gerecht und er übt Gerechtigkeit.

Auch den zwei Königen der Midianiter erging es nicht anders. Warum wollte Gideon sie umbringen? Betrachten wir die Verse 18-21. Die beiden Könige hatten in Tabor junge Männer erschlagen. Im Vers 19 sprach Gideon: „Es sind meine Brüder, meiner Mutter Söhne, gewesen. So wahr der Herr lebt: wenn ihr sie am Leben gelassen hättet, würde ich euch nicht töten.“ Gideon tötete die beiden Könige und beendete somit den lang ersehnten Befreiungskrieg gegen Midian.

Welche Zeit brach mit dem letzten Akt des Krieges an? Lesen wir Vers 28: „So wurden die Midianiter gedemütigt vor den Israeliten und hoben ihren Kopf nicht mehr empor. Und das Land hatte Ruhe vierzig Jahre, solange Gideon lebte.“ Die langjährige Demütigung durch Midian wurde schließlich beendet. Gott hatte Gideon zum streitbaren Helden gemacht. Gott hatte ihm 300 Männer zur Seite gestellt. Mit ihnen hatte Gideon die Macht Gottes erfahren. Gott segnete alle, die sich zu ihm bekannten und Gott bestrafte alle, die gegen ihn stritten. Die Midianiter waren gedemütigt und wagten nicht mehr ihre Köpfe gegen Israel zu erheben. Nun konnte nach vielen Jahren wieder Ruhe einkehren und Frieden herrschen.

Was forderten die Israeliten von Gideon, nachdem er das Volk zum Sieg geführt hatte? Vers 22: „Da sprachen die Männer von Israel zu Gideon: Sei Herrscher über uns, du und dein Sohn und deines Sohnes Sohn, weil du uns aus der Hand der Midianiter errettet hast.“ Für fast jeden Feldherrn in der Geschichte würde mit diesem Angebot ein Traum in Erfüllung gehen. Endlich herrschen, endlich König sein, endlich das Amt übernehmen, dessen ich würdig bin. Berühmte Beispiele hierfür sind Julius Cäsar und Napoleon Bonaparte.

Was aber antwortete Gideon? Lesen wir Vers 23: „Aber Gideon sprach zu ihnen: Ich will nicht Herrscher über euch sein, und mein Sohn soll auch nicht Herrscher über euch sein, sondern der Herr soll Herrscher über euch sein.“ Dieser Vers markiert den Hochpunkt im Leben von Gideon. Auf bemerkenswerte Weise lehnte er die Herrschaft ab. Seine Begründung war: „der Herr soll Herrscher über euch sein“! Diese Aussage vermittelt uns, dass Gideon Gott auf rechte Weise kennen gelernt hatte. Gideon hatte Gott als den Herrn kennen gelernt, der einen konkreten Plan besitzt und diesen trotz Umstände verwirklicht. Doch das Volk hatte nur Gideon wirken gesehen, nicht Gott, deshalb machten sie Gideon dieses Angebot. Gideon aber hatte Gottes Werke gesehen und seine Wirksamkeit erlebt. Deshalb hatte er die Einsicht, dass Gott allein als souveräner Herr der Geschichte dazu bestimmt ist, über sein Volk zu herrschen. In sich selbst sah Gideon ein Instrument zum Dienst des Herrn. Wir sehen einen weiteren erfolgreichen Schritt in Gideons Leben, denn er überließ Gott die Herrschaft.

Was können wir von ihm lernen? Durch die Geschichte können wir Gott und uns selbst im richtigen Maß erkennen. Und wir brauchen diese Erkenntnis. Gott ist der Herr, er soll herrschen. Uns möchte Gott jedoch als seine Werkzeuge gebrauchen. Möge diese Erkenntnis uns vor Überheblichkeiten bewahren. Möge wir als nützliche Instrumente und Werkzeuge Gottes gebraucht werden.

Teil II Gideons Niederlage (24-35)

In den letzten 2½ Kapiteln hat uns Gideon viele positive Glaubensbeispiele geliefert. Leider markiert bereits der Vers 23 den Hochpunkt seines geistlichen Einflusses. Jeder Matheschüler weiß, dass es nach einem Hochpunkt abwärts geht. Leider ist es auch bei Gideon der Fall. Dennoch können auch wir von seinen Fehlern lernen. Mögen sie eine klare Warnung für jeden von uns sein!

Gideon hatte abgedankt, was begehrte er stattdessen? Betrachten wir die Verse 24 bis 27. Er begehrte das Gold, das sie von den Feinden als Beute genommen hatten. Bereitwillig gab man ihm alles, insgesamt etwa 19 kg Gold.

Was tat Gideon mit dem Gold? Vers 27 lautet: „Und Gideon machte einen Efod daraus und stellte ihn in seiner Stadt Ofra auf. Und ganz Israel trieb dort mit ihm Abgötterei. Und er wurde Gideon und seinem Hause zum Fallstrick.“ Gideon machte daraus einen Efod. Was ist ein Efod? Ein Efod ist der Schurz des Hohenpriesters, den Gott im Buch Exodus zum Auftrag gegeben hatte. Gideon hatte sicherlich keine schlechten Absichten, als er den Efod anfertigen ließ. Mit dem Gold hätte er auch ein goldenes Schwert oder einen goldenen Schild in Auftrag geben können. Doch er ließ einen Efod herstellen. Er beabsichtigte damit vielleicht den Gottesdienst wieder zu beleben und den Baalkult zu verdrängen. Vielleicht sollte der Efod auch ein Zeichen des Sieges sein, ein Andenken an Gottes Befreiungskampf. So gut seine Absichten auch sein mochten, so fatal waren jedoch ihre Folgen! Ganz Israel, ausgenommen Gideon, trieb mit dem Efod Abgötterei. Gideon unternahm jedoch nichts dagegen. Er duldete die Abgötterei Israels. Und das wurde ihm und seinem Haus zum Fallstrick. Ein Fallstrick ist eine harmlos aussehende Schlinge, die sich jedoch unweigerlich zuzieht. Die Duldung der Abgötterei durch den Efod führte die erste Glaubensniederlage Gideons herbei. Wie der Fallstrick, in dem Gideon und sein Haus traten, genau aussah, erfahren wir durch die folgenden Verse und nächste Woche durch Kapitel 9.

Welcher geistliche Verfall deutet sich in Gideons Leben an? Betrachten wir die Verse 28-35. Von den Midianitern drohte vierzig Jahre lang keine Gefahr mehr. Gideon hatte sie nachhaltig in ihre Schranken gewiesen. Doch anscheinend hat Gideon darin die Erfüllung seiner Aufgabe gesehen. Seinen Dienst für Gott betrachtete er als erfüllt. Was tat in den letzten 40 Jahren seines Lebens? Vers 30 sagt: „Und Gideon hatte siebzig leibliche Söhne, denn er hatte viele Frauen.“ Außerdem besaß er noch eine Nebenfrau in Sichem. Eigentlich waren Richter mehr als nur Generäle, die in den Kampf ziehen sollten. Gott hatte sie zudem als geistliche Leiter berufen. Sie sollten das Wort Gottes lehren und guten geistlichen Einfluss ausüben. Doch nach dem Krieg widmete sich Gideon hauptsächlich seinem Privatleben und dieses war sehr ausschweifend. Diese Lebensweise kennzeichnet Gideons zweite geistliche Niederlage.

Es ist wirklich schade mit anzusehen, dass Gideon quasi eine Trennlinie zwischen dem Werk Gottes und seinem Privatleben gezogen hat. Wir sehen, welche fatale Folge es hat, wenn geistliche Leiter neben dem Dienst ein unangemessenes und ausschweifendes Privatleben führen. Doch als Gideon abseits der Führung Gottes sein privates Glück suchte, widerfuhr ihm und seiner Familie das genaue Gegenteil. Im Kapitel 9 erfahren wir, wie 69 seiner 70 Söhne umgebracht wurden und wie sein Haus zerfiel. So wie der Titel der heutigen Botschaft verkündet, sind Erfolg und Niederlage ganz eng an unsere Beziehung zu Gott verknüpft. Gideon konnte erfolgreich sein, solange er zum Herrn hielt und für den Herrn stritt. Doch als er geistlich fahrlässig handelte, geriet er in einen Fallstrick.

Was geschah nach seinem Tod? Lesen wir die Verse 33-35: „Als aber Gideon gestorben war, kehrten sich die Israeliten ab und liefen den Baalen nach und machten Baal-Berit zu ihrem Gott. Und sie dachten nicht an den Herrn, ihren Gott, der sie errettet hatte aus der Hand aller ihrer Feinde ringsumher, und erzeigten sich nicht dankbar dem Hause des Jerubbaal – das ist Gideon – für alles Gute, das er an Israel getan hatte.“ Nach dem Tod Gideons fiel das Volk gänzlich vom Herrn ab und lief erneut den Baalen nach und machte Baal-Berit zu ihrem Gott! Sie dachten weder an Gott, der sie aus der midianitischen Bedrohung befreit hatte, noch erwiesen sie sich dankbar an Gideon und seiner Familie, für alles Gute, das er an Israel getan hatte. Gideon konnte über seinen Tod hinaus keinen geistlichen Einfluss ausüben. Auch diese Tatsache markiert eine Niederlage, denn Gideon hinterließ kein geistliches Erbe.

Was können wir abschließend über Gideon sagen? Die Bibel bekennt sich bis zum Schluss zu Gideon, weil er zwei wichtige Aufgaben erfüllt hat. Erstens, hat er Gott gehorcht und das Volk vom Baalkult befreit. Dieser Einfluss dauerte zeit seines Lebens an. Zweitens, hat er sich von Gott gebrauchen lassen und hat die Midianiter besiegt. Allerdings legt die Bibel seine Fehler und Schwächen unbeschönigt offen. Somit liefert uns Gideon Ermutigung und Warnung zugleich. Wir werden ermutigt, auf Gott zu hören und von ihm gebraucht zu werden. Das ist der Weg eines erfolgreichen Glaubenswandels. Und wir werden davor gewarnt, leichtfertig zu handeln, Dinge zu tun oder zu sagen, die Menschen zum Abfall verführen könnten und wir werden davor gewarnt, eine Trennlinie zwischen dem Werk Gottes und unserem Privatleben zu ziehen. Wir sind Menschen, die von Gott zur geistlichen Verantwortung berufen sind. Unsere gesamte Lebensweise gibt Zeugnis von uns. Wir können nur dann guten geistlichen Einfluss in unserer Zeit ausüben, wenn unser gesamter Wandel unter der Herrschaft Gottes steht. Möge Gott uns in dieser Hinsicht als lebendige Zeugnisse, als lebende Zeugen seiner Wirksamkeit gebrauchen!

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